StoCretec StoCryl HG 200

Schutz der Bausubstanz mit Tiefenhydrophobierung

Temperaturschwankungen oder aggressive Schadstoffe reduzieren die Dauerhaftigkeit von Betonbauwerken. In den Beton eindringendes Wasser verursacht Schäden, die sich sowohl auf die Standsicherheit und Funktionalität als auch auf die Optik des Bauwerkes auswirken. Durch präventive Maßnahmen können Stahlbetonbauwerke dauerhaft geschützt werden. Die Tiefenhydrophobierung  mit StoCryl HG 200 von StoCretec stellt eine leistungsfähige Schutzmaßnahme gegen das Eindringen von Wasser und in Wasser gelösten Schadstoffen dar. Im Vergleich zur Hydrophobierung, die nur an der Oberfläche wirkt, dringt die Tiefenhydrophobierung mehrere Millimeter tief in die Betonrandzone ein. Hierbei kommen hochviskose, nicht wässrige Systeme zum Einsatz, die auf Silanen basieren. Diese Silane werden nach der Applikation durch kapillares Saugen in die Betonrandzone transportiert. Während des Transports reagieren diese mit dem an den Poreninnenwänden kondensierten Wasser. In einem weiteren Reaktionsschritt vernetzen sich die so entstandenen Silanole untereinander und mit der Porenwand zu Polysiloxanen. Diese Polysiloxane bilden eine hydrophobe, chemisch mit dem Zementstein verbundene Schicht.

StoCryl HG 200 ist kein flüssiges Produkt bzw. keine Creme, sondern ein Gel. Dieses Gel ist so standfest, dass ca. 1 l Material über mehrere Stunden an der Oberfläche zur Verfügung steht. Das große Wirkstoffdepot ermöglicht es, die lange Eindringdauer von StoCryl HG 200 auszunutzen und diese enorm hohe, wirksame Eindringtiefe von ca. 6 mm bei einer normal saugenden Betonoberfläche zu erreichen. An den standardisierten Betongrundkörpern für die Erstprüfung nach EN 1504-2 wurden Eindringtiefen von deutlich über 20 mm ermittelt.

Trotz der großen Eindringtiefe bleibt die Betonrandzone wasserdampfdurchlässig. Die Trocknungsgeschwindigkeit eines mit StoCryl HG 200 tiefenhydrophobierten Betons erreicht mehr als 90 % der Trocknungsgeschwindigkeit unbehandelter Referenzbetone.

Um die dauerhafte Wirksamkeit der Tiefenhydrophobierung zu bestätigen, wurden Langzeituntersuchungen an mit StoCryl HG 200 tiefenhydrophobierten Stahlbetonbrücken gemacht. Fazit der Untersuchungen war, dass nach fünf Jahren keinerlei Veränderungen stattfanden. Wirkstoffgehalt und -verteilung waren unverändert. Trotz der starken Tausalzbelastung im Sprüh- und Spritzwasserbereich einer stark befahrenen Bundesstraße konnte kein erhöhter Chloridgehalt im Beton festgestellt werden. Die Karbonatisierungstiefe lag deutlich unter den bei dieser Exposition und Betongüte zu erwartenden Werten. Die Ergebnisse der Langzeituntersuchun­gen untermauern die Wirksamkeit und die Dauerhaftigkeit der Tiefenhydrophobierung als präventive Schutzmaßnahme für Betonbauwerke.