Kommentar

Meinungsmache

Meinungsmache

Vor Kurzem hat mir mein neunjähriger Sohn seinen Berufswunsch offenbart: Astronaut möchte er werden, so wie wohl viele Heranwachsende vor ihm. Ein Klassiker unter den Traumberufen, dachte ich mir und wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn fragt man ältere Jungen und Mädchen, was sie nach der Schule werden möchten, dann taucht plötzlich ein ganz neuer Berufszweig auf: Influencer sind die neuen Superstars unserer Zeit. Was nach ansteckender Krankheit klingt, beschreibt Menschen, die jeden banalsten Schnipsel ihres Lebens öffentlich machen. Sie ziehen nicht nur Follower an: Durch ihre starke Präsenz in den sozialen Netzwerken werden die Internet-Lieblinge als Multiplikatoren für die Vermarktung von Produkten interessant.

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Rosinenpickerei

Rosinenpickerei

Seit nunmehr acht Jahren boomt die Baubranche, sodass investitionsfreudige Städte und Gemeinden zunehmend auf das Problem stoßen, keine Baufirmen und Handwerksbetriebe für öffentliche Aufträge finden zu können. Die einst geschätzte Erlösquelle ist bei vielen Baubetrieben zur unliebsamen Aufgabe geworden. Aktuelle Auswertungen von Building Radar – einer Suchmaschine für Bauprojekte – bestätigen diese Entwicklung: So konnten 25,9 % der öffentlichen Bauausschreibungen seit dem Jahr 2014 nicht vergeben werden und mussten dadurch zurückgezogen werden. Die Misere der Öffentlichen Hand trifft auf das Luxusproblem der Bauausführenden, sich nur auf die leckeren Stückchen des Auftragskuchens stürzen zu können: Viele Firmen können sich heute gewissermaßen aussuchen, wo sie ihr Geld verdienen und derzeit sind die Gewinnmargen bei privatwirtschaftlichen Bauvorhaben einfach höher.

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Dicke Luft

Diesel Fahrverbote

Wer hätte es vermutet, dass die VW-Abgasaffäre eine weitreichende Krise in der Automobilindustrie auslöst? Damals dachte man: Pech für VW und die Bestrebungen, einen Markt für den Selbstzünder zu begeistern, in dem der Anteil der Diesel-Pkws bei etwas über einem Prozent liegt. Eine kurzlebige Schlagzeile – nicht mehr und nicht weniger. Doch der Trubel rund um die Abgasmanipulationen führte in den Monaten danach dazu, dass das Problem der überhöhten Stickoxidwerte immer mehr öffentliche Aufmerksamkeit erregte. Heute ist die Technologie, die seit 125 Jahren mit einem gegenüber anderen Verbrennungsantrieben besseren Wirkungsgrad und geringerem Verbrauch punktet, in Verruf geraten.

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Gefährliche Abhängigkeit

Gefährliche Abhängigkeit

Es gibt durchaus Gründe, dem Trend zu immer mehr Outsourcing zu widerstehen und soviel Wertschöpfung wie möglich im eigenen Hause zu behalten. Ambitionierte Unternehmer, die auf Wachstum setzen, können sogar den entgegengesetzten Weg einschlagen und durch Zusatzleistungen ihre eigene Wertschöpfung steigern. Gerade Bauunternehmen als Kern des Baugewerbes sind sehr gut dafür geeignet, ihr Leistungsportfolio auszuweiten. Gerade in Zeiten voller Auftragsbücher lässt sich weiteres Wachstum z. B. durch die Übernahme von vorgelagerten Planungs- und Beratungsleistungen bis hin zur Entwurfsplanung realisieren.

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Der Preis ist heiß

Preis ist heiß

Eine Zeit lang schien es, als habe das Motto „Geiz ist geil“ in Deutschland an Zauber verloren. Heute gehen Konsumenten wieder öfter zum Discounter, um sich mit Lebensmitteln und Alltagskruscht einzudecken. Auf dem Bau herrscht auch ein widersprüchliches Bild: Während die Baukonjunktur in Deutschland so rund läuft wie lange nicht mehr, ist der Preiskampf unter den Baufirmen allgegenwärtig. Nicht für alle Bauherren sind Qualitätsunterschiede in der Bauausführung im Vorfeld feststellbar. Und so geht es darum, die formulierten Vorgaben vom Architekten möglichst günstig umgesetzt zu bekommen.

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Zeit fürs Wesentliche

Das Sprichwort „Zeit ist Geld“, das kein Geringerer als Benjamin Franklin in die Welt setzte, klingt nach fast drei Jahrhunderten inflationären Gebrauchs – vom Marktschreier bis zum Hedgefonds-Manager – recht abgelutscht. Und doch passt dieser Ausdruck exakt in die moderne Welt der westlichen Hemisphäre: Im hektischen und digitalisierten Alltag wird die Zeit zum wertvollsten Gut, das sowohl im beruflichen als auch privaten Kontext sinnvoll eingesetzt werden will. Ein typisches Beispiel für die "Stillstandzeiten"sind die unproduktiven Phasen auf dem Weg zur Arbeit oder im Rahmen von Geschäftsreisen. Doch für die immer gleichen Nachrichten oder Unterhaltungsmusik, auf die man unterwegs allzu gerne zugreift, gibt es interessante Alternativen - z. B. Podcasts als eine neue Form der Informationsbeschaffung.

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Hasta la vista, baby

Hasta la vista

Die Künstliche Intelligenz ist inzwischen omnipräsent: ob selbstfahrende Autos, Smart Home, industrielle Kontrollsysteme oder Smartphones, die Sprache, Gesten oder Gesichter erkennen – wir sind umgeben von zuvorkommenden Handlangern, die wohl nur auf ihre Chance für die alles entscheidende Revolte warten. Wird der Mensch das gleiche Schicksal erleiden, wie seinerzeit das Pferd? Und wie ist die Bedrohungslage in der Bauwirtschaft?

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Risiko Arbeitsplatz

Risiko Arbeitsplatz

Eine kleine Gedenktafel am Straßenrand erinnert heute an das Unglück von Rana Plaza, bei dem in Bangladesch im April 2013 ein neunstöckiges Fabrikgebäude zusammenbrach, über 1.100 Menschenleben unter sich begrub und über 2.000 Verletzte forderte. Dass die Arbeitsbedingungen in Bangladesch nicht nach europäischen Standards bewertet werden dürfen und sich deutlich jenseits des Erträglichen befinden, dürfte klar sein. Aber auch im reichen Katar werden Arbeitskräfte systematisch ausgebeutet. Natürlich sind solche Zustände in Deutschland ausgeschlossen, doch wie gut ist das Arbeitsschutzniveau hierzulande?

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Kollegen aus Stahl

Kollegen aus Stahl

Etwas unheimlich ist es schon: Die Geräuschkulisse einer Werkhalle zeugt von Energie und Tatkraft und doch kann vom typischen, emsigen Treiben eines Produktionsbetriebes nicht die Rede sein. Es fehlen die Hauptakteure – Arbeiter, die durch ihre Erfahrung, Geschick und Muskelkraft seit jeher für die Wertschöpfung im Herstellprozess zuständig sind. Stattdessen wird die Halle von scheinbar herrenlosen Maschinen bevölkert. Der einzige Mitarbeiter aus Fleisch und Blut in der Werkhalle wird auf das akkurate Zusammenlegen der Teile in Kartons reduziert. Was hier verdächtig nach einem Downgrade des intelligentesten Wesens auf dem Planeten aussieht, ist ganz im Gegenteil das Ergebnis unseres Strebens nach Perfektion.

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Das wachsame Auge

Bahnhöfe, Flughäfen, öffentliche Gebäude – überall sind heute Kameras zu finden. Die Vorteile der Videoüberwachung sind auf den ersten Blick offensichtlich: so können gefährliche Orte mit relativ wenig Personaleinsatz kontrolliert werden. Die Exekutive setzt dabei auf Vorbeugung und hofft, dass mögliche Rechtsverstöße unter dem wachen Auge der Gesetzeshüter gar nicht erst vollzogen werden. Dass auch auf deutschen Baustellen der Einsatz von Überwachungssystemen Hochkonjunktur hat, ist der hohen Anzahl an Diebstahldelikten zuzuschreiben. Tritt eine Versicherung für den Schaden nicht ein, dann kann er für kleinere Betriebe existenzbedrohende Ausmaße erreichen. Videoüberwachung als Präventionsmöglichkeit macht hier daher durchaus Sinn.

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Im Takt der Zeit

Im Takt der Zeit

Wer kennt nicht dieses Gefühl von der Zeit, die mit jedem Lebensjahr immer schneller zu vergehen scheint? Aus Kindern werden Jugendliche und spätestens im Erwachsenenalter, mit den ersten Alterserscheinungen kommt die ernüchternde Erkenntnis, dass unser Lebensweg keine Endlosschleife ist. Auch im Baugewerbe ist der Beschleunigungsdruck nicht von der Hand zu weisen. Daran ist neben der omnipräsenten Konkurrenz auch die überdurchschnittlich gute Auftragslage in der Branche schuld.

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Total digital

Total digital

Die Digitalisierung hat uns fest im Griff. Wie wir einkaufen, unsere Freizeit gestalten, mit Menschen kommunizieren oder auf dem Laufenden bleiben – all das wird schon seit Jahren von Bits und Bytes geprägt. Auch in der Baubranche führt an der Digitalisierung kein Weg vorbei. 93% der Bauindustrie stimmen laut einer Befragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags der Aussage zu, dass die Digitalisierung die Gesamtheit der Prozesse beeinflussen wird. Und doch nutzen nur etwa 6% der Bauunternehmen digitale Planungsinstrumente vollständig. Daher gilt: die Branche muss aufholen.

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Die schwarzen Schafe

Die schwarzen Schafe

Nur Bares ist Wahres. Dieser Spruch riecht in unserer digitalen Bezahlwelt leicht nach Schimmel und doch hängt ein großer Teil der Deutschen an Schein und Münze. Mindestens acht Millionen müssen es sein, denn das ist die Anzahl derer, die schwarz arbeiten. Es handelt sich um schmutziges Geld – nicht nur deswegen, weil eine europäische Banknote in puncto Bakterienvielfalt sogar einer Petrischale locker Konkurrenz machen könnte. Schwarzarbeit schädigt unser Sozialsystem, vernichtet Arbeitsplätze und untergräbt die Wirtschaftsordnung und ist daher alles andere als ein Bagatelldelikt.

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Die Flucht nach vorn

Die Flucht nach vorn

Die Gastfreundschaft gehört nicht zu den deutschen Kardinaltugenden. Trotzdem haben wir als einer von wenigen europäischen Staaten die Tür weit aufgemacht, um Notleidenden zu helfen. Doch die neue Willkommenskultur beruht nicht allein auf moralischen Grundsätzen. Längst ist Fakt, dass unsere alternde Gesellschaft die Einwanderung zur Sicherung der Sozialsysteme braucht. Und die Wirtschaft benötigt Arbeitskräfte, um den Mangel an Menschen im arbeitsfähigen Alter auszugleichen. Auch das deutsche Handwerk ist von Nachwuchssorgen geplagt, im Bauhauptgewerbe sind viele Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Höchste Eisenbahn also, um auch hier die Flucht nach vorne anzutreten...

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Scotty, Energie!

Scotty, Energie!

So lautete das Kommando des auch außerhalb der Fangemeinde bekannten Captain Kirk, der mit seinem Raumschiff über Jahre Fleiß, Ausdauer und Kampfgeist bewies, um fremde Galaxien, neues Leben und neue Zivilisationen zu erforschen. Die Energiefrage scheint im 23. Jahrhunderts gelöst zu sein. Hier auf der Erde ist die Suche nach einer unerschöpflichen und zugleich sicheren Energiequelle in vollem Gange. Während Forscher von Kernfusionskraftwerken träumen, werden in hochentwickelten Staaten wie Deutschland die erneuerbaren Energien zur wichtigsten Säule einer nachhaltigen Energiepolitik.

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Rebellion der Alten

Rebellion der Alten

Ganz nach dem Motto „Nach uns die Sintflut“ hat sich die Mehrheit der älteren Generation Großbritanniens gegen den Verbleib des Landes in der EU entschieden. 61 % der über 65-jährigen Briten haben für den Austritt gestimmt, wohingegen 75 % der 18- bis 24-jährigen für den Verbleib votierten. Ein Sieg der Emotion über die Vernunft, der Vergangenheit über die Zukunft. Viele junge Briten fühlen sich ihrer Chancen in einer immer globalisierteren Welt beraubt. Obwohl sie faktisch nie der EU beigetreten waren, haben sich die Briten nun selbst vor die Tür gesetzt. Doch was bedeutet der Brexit für den Bausektor?

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Die Macht der Gruppe

Gruppenzwang

Sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten, ist unser aller Wunsch. Doch die eigene Erfahrung zeigt, dass Selbstbestimmung ohne Einwirkungen von außen so gut wie unmöglich ist. Unsere individuellen Entscheidungen werden von der Gesellschaft beeinflusst; wir sind und werden von unserer Umwelt geprägt – und das von Kindesalter an. Sind auch Bauakteure dem Gruppenzwang ausgesetzt? Gewissermaßen – weil man sich als Unternehmer in einer Wettbewerbssituation befindet. Im Stillen und völlig selbstbestimmt seinen eigenen Weg zu gehen, gelingt nur wenigen.

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Auf der Jagd nach dem Optimum

Es ist wieder soweit: Die weltgrößte Messe Bauma nähert sich mit großen Schritten ihrem Eröffnungstermin. Monate und Jahre akribischer Vorbereitung der Firmenlenker, Vertriebsleiter, Produktmanager und Ingenieure kuliminiert an den Ständen der Hallen und an den Freiflächen. Jetzt nur noch die Maschinen richtig positionieren, auf Hochglanz bringen, die Firmenkrawatten zurechtrücken, ein verkaufsförderndes Lächeln aufsetzen und darauf hoffen, dass möglichst viele der erwarteten 550.000 Messebesucher in Staunen versetzt werden können.

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Das schwarze Gold verliert den Glanz

Ölpreis

Beim Erdöl läuft es seit langem nicht mehr wie geschmiert. Sein Preis ist seit dem Sommer im freien Fall und verharrt inzwischen auf historischem Tiefstand. Mit umgerechnet 22 Cent pro Liter ist das einstige schwarze Gold günstiger als eine Flasche Wasser beim Discounter. Wie konnte es dazu kommen, dass der Preis des wohl wichtigsten Rohstoffs der Industrienationen derart an Boden verliert, wo es doch immer hieß, seine Vorkommen seien begrenzt und sein Zeitalter neige sich dem Ende zu? Und wem nutzt der Preisverfall?

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Ein guter Plan spart Kraft

Immer häufiger floppen Bauprojekte, wenn der Staat die Regie übernimmt. Und das färbt leider auf die ganze Branche ab. Zeitplanung und Kosten laufen maßlos aus dem Ruder, Milliarden Euro müssen nachgeschossen werden – meistens aus Steuermitteln. Doch wieso enden viele Großbaustellen im Desaster?

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Nicht ganz sauber

Abgasskandal

Steht nach dem Abgasskandal von Volkswagen der Diesel auf der Kippe? Nicht wirklich und vor allem nicht bei uns.Die Deutschen lieben den Diesel. Rund 48 Prozent der im vergangenen Jahr hierzulande neu zugelassenen Pkw waren Dieselfahrzeuge. Auch in der Baumaschinenindustrie führt am Dieselmotor noch kein Weg vorbei. In den letzten Jahren galt es aber, Bagger & Co. sauberer zu machen...

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In der Ruhe liegt die Kraft

In der Ruhe liegt die Kraft

Kennen Sie ihn, diesen Moment absoluter Stille? Wenn man plötzlich nichts mehr um sich herum wahrnimmt außer dem eigenen Herzschlag, dem Blubbern des Verdauungstrakts und dem Pfeifkonzert der Raucherlunge? Etliche Menschen werden eine solche Erfahrung seit Jahrzehnten nicht mehr gemacht haben. Man muss schon weit reisen, um dem Gehör endlich Ruhe zu verschaffen...

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Volle (Fremd-)Kontrolle

Volle (Fremd-)Kontrolle

Spätestens seit den Enthüllungen der NSA-Affäre wissen wir: Die Überwachung jedes Einzelnen von uns gehört zu den perversen Nebenwirkungen der digitalen Gegenwart. Den gestörten Voyeurismus-Drang der Geheimdienste für einen Augenblick ausgeblendet, stellen wir fest, dass die Überwachung heute maßgeblich von der privaten Wirtschaft geprägt und von der breiten Masse der Verbraucher gewollt oder zumindest gedultet wird...

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Drohender Verkehrsinfarkt

Drohender Verkehrsinfarkt

Es ist schon erstaunlich, wieviel Zeit der durchorganisierte Deutsche sinnlos in Staus vergeudet, ohne dass ein auf Wirtschaftlichkeit getrimmtes Land profunde Gegenmaßnahmen einleitet. Dadurch ist nicht nur Pünktlichkeit als unser nationales Kulturgut in Gefahr. Auch die Effizienz, für die wir weltweit geschätzt werden, muss dabei einen schweren Leberhaken einstecken. Verkehrsstaus verursachen pro Jahr 7,5 Mrd. Euro zusätzliche Kosten – das hat eine Studie vom Centre for Economics and Business Research ergeben...

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Das Energie-Dilemma

Das Enegie-Dilemma

Der Energiehunger der Menschheit führt zu einer dramatischen Verknappung weltweiter Schlüsselressourcen. Grund dafür ist nicht nur der steigende Bevölkerungswachstum, sondern auch der hohe Verbrauch von Energie in Industrieländern. Da eine radikale Abrüstung des Lebensstils nicht konfliktfrei zu lösen sein wird, brauchen wir Konzepte, um die klaffende Lücke in der Energieversorgung auf lange Sicht schließen zu können...

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Alles nur geklaut

Alles nur geklaut

Man sah sie schon von Weitem kommen. Mit der Totenkopffahne am Mast gaben sie wenig Raum für Fehlinterpretationen – die Absichten waren unmissverständlich, der Ausgang des Angriffs vorherzusehen. Piraten erlebten im 17. Jahrhundert während der Kolonisierung Amerikas durch Spanien und Portugal ihre Blütezeit und strahlen auch heute noch eine gewisse Faszination aus...

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Das Spiel mit dem Risiko

Das Spiel mit dem Risiko

Hinaus in die Nacht, in einem Satz über den Absperrzaun, an den Wachleuten vorbei und dann völlig ungesichert hoch hinauf auf das Gebäude, Windrad oder die Antenne – je höher, desto besser. Ein Selfie am Abgrund krönt den Abschluss der lebensgefährlichen Aktion, bei der Extremkletterer, auch „Roofer“ genannt, nicht nur Kopf und Kragen, sondern ihr Leben riskieren...

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Weg mit dem Dreck

Kommentar Müllmann

Müll gibt es schon so lange wie es die Menschheit gibt. Es zu produzieren, ist eine rein menschliche Eigenheit. Anders als im Tier- und Pflanzenreich, wo ein perfekter geschlossener Kreislauf herrscht, haben wir auch im Zeitalter der Übertechnisierung und Digitalgedöns keine mustergültige Lösung für die Abfallbeseitigung finden können...

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Der Psychokrieg am Arbeitsplatz

Kollegen und Vorgesetzten ist er ein Dorn im Auge. Der betagte Angestellte Günther, der seit einem gefühlten halben Jahrhundert das letzte Büro im Gang bevölkert und seiner Arbeit zwar routiniert, doch alles andere als motiviert nachgeht, wirkt mit seinem großkarierten Sakko und der Herrenhandtasche wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten...

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