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Kiesel erweitert Geschäftsführung

Kiesel Geschäftsführung
Das Kiesel-Management bekommt tatkräftige Unterstüztung: Seit dem 1. Juli 2019 verantwortet Harald Thum als Geschäftsführer der Kiesel GmbH den Bereich After Sales und lenkt zusammen mit den beiden bisherigen Geschäftsführern Toni Kiesel und Maik Spindle in der Zukunft die Geschicke des Unternehmens. „Wir freuen uns, dass mit Harald Thum ein Brancheninsider den Weg zurück zu uns findet, der bereits von 2011 bis 2014 als kaufmännischer Geschäftsführer unserer Regionalgesellschaften Kiesel Süd und Kiesel Südost hervorragende Arbeit geleistet hat,” freut sich Toni Kiesel.

In seiner neuen Funktion zeichnet Harald Thum verantwortlich für das gesamte After-Sales-Geschäft der Kiesel Gruppe. Mit Thums Ernennung erhält der Bereich After Sales, speziell der Service und die Ersatzteilversorgung, in dem mehr als 60% der gesamten Kiesel Belegschaft tätig sind, innerhalb der Organisation deutlich mehr Gewicht. „Im Bereich Kundendienst und Teileversorgung verfügen wir über ein flächendeckendes Netz in Deutschland und setzen mit unserem Teile-Zentrallager in Stockstadt am Rhein eine Benchmark für die Branche. Vergleichsweise jung ist noch der Bereich eCommerce, der seit der bauma 2019 als eigenständiger Bereich im Unternehmen etabliert wird,” führt Thum weiter aus. „Hier sind wir inzwischen mit unserem Webshop exzellent aufgestellt und arbeiten fokussiert daran, das Leistungspaket bekannt zu machen und die Wachstumspotentiale auszuschöpfen.” 

Ein weiterer Kernbereich wird die Etablierung des Customizing Centers, der “Fabrik” innerhalb der Kiesel Gruppe sein. Diese befindet sich am Standort Coreum in Stockstadt am Rhein und hat die Aufgabe, bislang dezentral durchgeführte Aus- und Aufrüstungsarbeiten an fabrikneuen Maschinen weiter so zu strukturieren und zu bündeln, dass diese An- und Umbauten schnell und kosteneffizient im Sinne der Kunden umgesetzt werden können. “Die Fabrik nach der Fabrik lautet hier das Stichwort,” so Harald Thum.

“In den letzten Jahren hat sich extrem viel getan in der Kiesel Gruppe. Aber da auch während dieser Zeit der Kontakt nie ganz abgebrochen ist, bin ich in der komfortablen Situation neben vielen neuen Kollegen auch zahlreiche alte Weggefährten zu treffen. Ich freue mich, dieses Netzwerk zu nutzen, damit unsere Kunden den Kiesel After Sales Bereich als positives Erlebnis wahrnehmen. Kundenzufriedenheit ist unser oberstes Ziel.“

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Baustelle des Monats: Benediktinerabtei

Solide Basis für ein Stück Geschichte

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Bei einer Kirchensanierung wurde Schaumglasschotter als ökologische Dämmung gegen das Erdreich eingebaut

Vor 800 Jahren verwendeten Baumeister vor allem Materialien, die vor Ort verfügbar waren. In Seckau in der Steiermark war dies der Sandstein. Entsprechend wurde die Stiftskirche aus Seckauer Sandstein erbaut. Zu den Eigenheiten von Sandstein zählt allerdings auch, dass er Feuchtigkeit aufsaugt, insbesondere vom Erdreich aufsteigende. Dies war mit der Grund für eine umfassende Innenrenovierung der Basilika. Jetzt schützt Glapor Schaumglasschotter, der den Kirchenboden gegen das Erdreich dämmt und trocken hält, die altehrwürdigen Mauern eines der ältesten und kostbarsten Klöster Österreichs.

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Wilhelm Schäfer: Takeuchi-Kompaktbagger TB 370

Angebotslücke im Sieben-Tonnen-Segment gefüllt

Für die Sicherheit und Übersicht über das Arbeitsfeld steht dem Fahrer des Takeuchi-Kompaktbaggers TB 370 ein Monitorsystem mit 270°-Rundumsicht zur Verfügung. (Bild: Wilhelm Schäfer GmbH)

Takeuchi hat einen neuen Kompaktbagger vorgestellt, das Modell TB 370. Der Sieben-Tonnen-Bagger ist mit einem 42,4/57,6 kW/PS starken, umweltfreundlichen Motor mit Dieselpartikelfilter ausgerüstet.  Er kann mit Mono- oder Verstellausleger ausgestattet werden. Die maximale Grabtiefe des Baggers beträgt 4,11 m, die Überladehöhe 4,95 m und die maximale Reichweite 6,905 m, jeweils mit Verstellausleger. Die feinfühlige Hydraulik verfügt über vier Zusatzkreisläufe. Und wie bei Takeuchi üblich, ist der TB 370 mit Drehmotor, Schnellwechsler und Taklock, dem Hydraulikkupplungssystem, gut ausgerüstet.

Besonders für den Baggerfahrer sind viele Verbesserungen konstruiert und Neuheiten eingebaut worden. Für die Einstellungen verfügt er über einen 8-Zoll-Farb-Touchscreen und die Bedienung machen Jog-Dial-Elemente einfach. Die Benutzerführung ist intuitiv gestaltet. Für die Sicherheit und Übersicht über das Arbeitsfeld steht dem Fahrer ein Monitorsystem mit 270°-Rundumsicht zur Verfügung. Mit einer Winkelsteuervorrichtung kann der Fahrer von der Kabine aus die Ladeschaufel zwischen 125° und 195° und somit die Brechkraft verstellen, muss dazu seinen Arbeitsplatz also nicht verlassen. Die Kabine selbst ist hochfahr- und kippbar, komfortabel und zweckdienlich zugleich. Der TB 370 füllt die Lücke, die Takeuchi im Sieben-Tonnen-Segment hatte, nun vollständig aus.

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Kommentar

Scheitern vorprogrammiert?

Murphys law

Die Welt ist voller Gesetze. Die einen beschreiben die Regelmäßigkeit von Vorgängen in der Natur, die nächsten regeln als Rechtsnormen das menschliche Verhalten, die anderen wiederum geben religiösen Menschen die Lebensordnung vor. Doch keines der Prinzipien dürfte auf so viel Zustimmung stoßen, wie das Gesetz des Scheiterns vom US-amerikanischen Luftfahrtingenieur Edward A. Murphy. Die bekannteste Kurzform seiner Eingebung lautet: „Was schief gehen kann, wird auch schief gehen.“

Die Welt ist voller Gesetze. Die einen beschreiben die Regelmäßigkeit von Vorgängen in der Natur, die nächsten regeln als Rechtsnormen das menschliche Verhalten, die anderen wiederum geben religiösen Menschen die Lebensordnung vor. Doch keines der Prinzipien dürfte auf so viel Zustimmung stoßen, wie das Gesetz des Scheiterns vom US-amerikanischen Luftfahrtingenieur Edward A. Murphy. Die bekannteste Kurzform seiner Eingebung lautet: „Was schief gehen kann, wird auch schief gehen.“ 

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg nahm Murphy an einem Forschungsprojekt der US-amerikanischen Luftwaffe teil, bei dem die Reaktion des menschlichen Körpers auf hohe Beschleunigung untersucht werden sollte. Dazu setzte man die Testperson in ein Fahrzeug mit Raketenantrieb und brachte ein gutes Dutzend Sensoren an seinem Körper an. Aus genau zwei Möglichkeiten, die Sensoren anzuschließen, wählte Murphys Assistent die falsche, sodass sämtliche Messwerte am Ende unbrauchbar waren.  „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet, dann wird es jemand genauso machen.“ Murphys Ausspruch nach dem teuren und letzten Endes gescheiterten Experiment beschreibt eine Gesetzmäßigkeit, die jeder von uns kennt und die es schon immer gegeben haben muss: Der Säbelzahntiger kam immer dann ums Eck, wenn der rettende Baum meilenweit entfernt war. Dass er dabei auch noch stets Kohldampf hatte, versteht sich von selbst. Heute stehen wir im Stau grundsätzlich in der falschen Spur – und das ändert sich auch nicht, wenn wir sie wechseln. Das Tor fällt immer dann, wenn man sich ein Bier holt, und das, was wir suchen, ist in der Regel dort, wo wir erst zum Schluss nachschauen.

Die Menschheit wird also permanent mit Murphys skeptischer Lebensweisheit konfrontiert. Immer wieder stellen wir uns die Frage, warum ausgerechnet wir  vom Pech verfolgt werden. Wie sonst wäre die Tatsache zu erklären, dass die Technik immer kurz nach dem Ablauf der Garantiezeit versagt und einem die Nase immer dann juckt, wenn beide Hände belegt sind. Kein Zweifel – Murphy hatte recht, doch sein Gesetz beschreibt nicht die Realität, sondern nur unsere Wahrnehmung der Realität. Notorisch neigen wir dazu, negative Ereignisse im Alltag überzubewerten, während Positives als Selbstverständlichkeit hingenommen wird und schnell ins Vergessen rutscht. Murphys Gesetz ist trivial und dennoch wichtig, um stets daran erinnert zu werden, was jenseits von persönlichen Missgeschicken aus dem Ruder laufen kann. Nur wenn man weiss, dass Systeme versagen können, kann man Lösungen „idiotensicher“ gestalten. Das Gesetzt zwingt uns dazu, gestellte Aufgaben nicht zu unterschätzen, mögliche Gefahren zu berücksichtigen und stets daran zu denken, dass auch die für unmöglich gehaltenen Szenarien eintreten können. So geht man bei der Planung der Gebäudestatik lieber auf Nummer sicher und denkt bei der Entwicklung von Baumaschinensteuerungen auch an Fahrer mit zwei linken Händen.

Damit ihnen Murphys Gesetzt keinen Strich durch die Rechnung macht, müssen Unternehmer Vorbereitungen treffen, um auch auf ungeplante Ereignisse adäquat reagieren zu können. Kommt ein Prozess auf der Baustelle zum Erliegen, weil Baumaschinen streiken, Bauteile fehlen oder Schlüsselpersonen ausfallen, dann können sämtliche damit verbundenen Abläufe ins Stocken geraten. Neben dem Knowhow der Projektverantwortlichen schaffen spezifische prozessübergreifende Softwarelösungen Abhilfe. Dadurch wird es möglich, die zur Verfügung stehenden Ressourcen optimal einzusetzen. Zudem hilft ein umfassendes Controlling mit integriertem Chancen- und Risikomanagement, mögliche Gefahren im Verlauf eines Projekts frühzeitig zu erkennen. So ausgestattet steigen die Chancen, dass das Butterbrot beim nächsten Missgeschick ausnahmsweise nicht auf der beschmierten Seite landet.

Autor: Paul Deder

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Rototilt: Schwenkrotatoren R4, R5, R6 und R8

Höhere Lebensdauer und ruhigerer Lauf

Die neuen Rototilt-Schwenkrotatoren-Modelle R4, R5, R6 und R8 verfügen ab sofort über einen neuen Stirnseitensensor, der mithilfe der vorhandenen RPS-Funktion die Positionierung weiter verbessert. (Bild: Rototilt)

Rototilt bringt mit den Modellen R4, R5, R6 und R8 gleich vier weiterentwickelte Schwenkrotatoren auf den Markt. Dank innovativer Technik werden eine gesteigerte Lebensdauer und ein ruhigerer Lauf erreicht. Ein neuer Rotationssensor gewährleistet zudem eine noch präzisere Positionierung. Das Schneckengetriebe der neuen Ausführungen von R5, R6 und R8 bietet eine optimierte Geometrie und geringere Fertigungstoleranzen für Räder und Schrauben, wodurch der Lauf ruhiger wird und weniger Reibung entsteht. Dank einer neuen Schnecke mit integrierten Schmierkanälen wird die Lebensdauer der Schwenkrotatoren zusätzlich verlängert. Die Modelle sind darüber hinaus mit einer neuen Hochdruckdichtung ausgestattet.

Die Modelle R4, R5, R6 und R8 verfügen ab sofort über einen neuen Stirnseitensensor, der mithilfe der vorhandenen RPS-Funktion die Positionierung weiter verbessert. Er ersetzt den Sensor im Hydraulikmotor und liest Absolutwerte mit erhöhter Präzision ab. Eine weitere wichtige Neuerung ist die Software für das hochmoderne Steuersystem ICS (Innovative Control System) mit einer Reihe intelligenter Funktionen. Dank mitgeliefertem Display verfügt der Fahrer über einfache Einstellmöglichkeiten und einen besseren Überblick über das Schwenkrotatorsystem.

Sichere Verriegelung 

Das zum Patent angemeldete Schnellwechsler-Sicherheitssystem SecureLock ist auch für diese Modelle optional erhältlich. Seine konstante Überwachungsfunktion sorgt für eine absolut sichere Verriegelung des Anbaugeräts. Mit den überarbeiteten Modellen und einer umfassenden Auswahl an Anbaugeräten stellt Rototilt wieder einmal sein Engagement für einen verbesserten Alltag der Baggerfahrer unter Beweis. Die Rototilt-Entwickler wissen, dass durch die Verwandlung des Baggers in einen vollwertigen Geräteträger nicht nur die Effizienz, sondern auch die Sicherheit erhöht wird. 

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Gutjahr: Universalband AquaDrain UB

Drei Spezialklebebänder in einem

Das Universalaband AquaDrain UB deckt gleich drei Funktionen ab: Stoßabdeckung, Fugenabdeckstreifen und Bewegungsfugenband. (Bild: Gutjahr Systemtechnik GmbH)

Eins für alles: Das Universalband AquaDrain UB von Gutjahr ersetzt die Spezialklebebänder AquaDrain SK, Watec FS und Watec BW. Das selbstklebende Band ist dadurch Stoßabdeckung, Fugenabdeckstreifen und Bewegungsfugenband in einem. Das macht die Arbeit für den Verleger noch einfacher und übersichtlicher.

Das Besondere: Das Band ist in der Mitte perforiert. „Dadurch kann es entweder in der Originalbreite von 60 mm eingesetzt werden oder jeweils die Hälfte. In voller Breite dient AquaDrain UB als Stoßabdeckung und als Verbindung zwischen den Stufendrainagen, bei halber Breite als Fugenabdeckstreifen und Bewegungsfugenband. Zudem gibt es in die Rollen in den anwendungsfreundlichen Längen von 10 m und 25 m.

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Vergessene Maschinen

Das Eckige ersetzt das Runde

Das Eckige ersetzt das Runde

Die eckige Walze kombiniert die Vorzüge der dynamischen Freifallverdichtung mit der bewährten Vibrationsverdichtung von Walzenzügen – und kommt dazu ohne eigenen Motor und aufwendige Technik aus.

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Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.