Jüdisches Museum MiQua (Köln)

Archäologisch Wertvolles gesichert

Betonbohrpfähle verleihen dem neuen Jüdischen Museum in Köln die nötige Stabilität ohne die Bodendenkmäler zu beschädigen

Projekt:
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

Bauherr:
Stadt Köln, vertreten durch das Dezernat für Kunst und Kultur

Architekt:
Wandel Lorch WHL GmbH, Architekten und Stadtplaner BDA, Saarbrücken

Statik:
Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart

Projektsteuerung:
Drees & Sommer AG, Stuttgart

Bauausführung:
Berger Grundbautechnik GmbH, Passau

Produkte im Einsatz:
- 3.842,5 m³ Bohrpfahlbeton C30/37 M F5 mit CEM III A 42,5
- Hilfsbeton für Betonbohrschablone C25/30 und C30/37 M F3 mit CEM III A 42,5, Werk Ennigerloh
- 2.500 m³ Betone verschiedenster Güten, bis zu 40/50 von der Heidelberger Beton GmbH

Baukosten:
ca. 77 Mio. Euro

Über der Archäologischen Zone in Köln entsteht das Jüdische Museum MiQua. Bereits in der Nachkriegszeit haben unter dem Historischen Rathaus der Stadt Grabungen stattgefunden. Seither gilt der Rathausplatz als einer der bedeutendsten archäologischen Fundstätten Deutschlands. Da sich die steinerne

Vergangenheit nur ansatzweise in Vitrinen ausstellen lässt, möchte man in Köln die wertvollen Fundstücke direkt an ihrem ursprünglichen Standort in einer begehbaren Zone präsentieren. Eine weitgespannte Konstruktion wird die freigelegten Bodendenkmäler schützen. Um die wertvollen Exponate nicht zu beschädigen, die unter dem Neubau liegen und später zugänglich gemacht werden, wurden hunderte von Betonbohrpfählen gesetzt.