Kaltfräse BM 2000/75 und Walzenzüge der 12-Tonnen-Klasse

Mit Hightech gegen schlechte Straßen

BOMAG GmbH

Anschrift:
Hellerwald
56154 Boppard
Deutschland

Experten betonen immer wieder: Die Straßen in Deutschland sind in einem schlechten Zustand. Über viele Jahre  hinweg ist die Infrastruktur zugunsten anderer politischer Projekte vernachlässigt worden. Nun nimmt die Regierung wieder etwas mehr Geld in die Hand. Hohes Verkehrsaufkommen trifft dann auf Baustellen, kilometerlange Staus sind die Folge. Um all diese negativen Auswirkungen zu vermeiden, sollte schon beim Einbau des Asphalts auf eine hohe Qualität der Ausführung geachtet werden. Nur so lässt sich die Lebensdauer unserer Verkehrswege verbessern. Wie das technisch gelöst werden kann, demonstrierte Mitte September der Hersteller Bomag im Rahmen seiner Veranstaltung „Innovation Days 2015“.

Während der sechstägigen Kundenveranstaltung präsentierte Bomag sein komplettes Produktportfolio – vom 55-kg-Stampfer bis zum 56-t-Verdichter. „Wir wollen unsere Leistungsfähigkeit nicht am stehenden Objekt, sondern im realistischen Einsatz demonstrieren“, argumentierte Jörg Unger, Präsident der Bomag GmbH für die Veranstaltung. Neben den Live-Demos gab es Vorträge und Workshops, welche die dringenden Themen im Erd- und Straßenbau tangierten. In seinem praxisnahen Vortrag referierte beispielsweise Dipl.-Ing. Dieter Straußberger, Leiter Geschäftsfeld Verkehrswegebau TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH, zum Thema „Erdverdichtung: Die Basis für jedes Bauwerk“.

Prozesskette im Blick behalten

Prof. Dr. Alfred Ulrich von der Technischen Hochschule Köln griff ein anderes wichtiges Thema auf und sprach über den prozesssicheren, automatisierten Straßenbau. In seinem Vortrag wies er auf die nicht selten anzutreffenden Unzulänglichkeiten beim Asphalteinbau hin, welche sich negativ auf die Einbauqualität auswirken. Angefangen vom Beladen des Lkw mit fertigem Mischgut über den Transport und die Übergabe des Materials an den Fertiger bis hin zum Einbau und zur Verdichtung vom Asphalt – in der kompletten Prozesskette sind Gefahrenstellen vorhanden, welche die Qualität des Straßenbelags verschlechtern und dadruch auch dessen Lebensdauer reduzieren. Der Einbau vom entmischten oder erkalteten Asphalt sind prominente Beispiele dafür. Prof. Dr. Ulrich appellierte daher an die Maschinenhersteller, Funktionen und Arbeitshilfen zu entwickeln, die den Prozess insgesamt verbessern und dadurch zur hohen Qualität des Endprodukts beitragen.
Dass Bomag diese Aufgabe ernst nimmt, bestätigt das Unternehmen mit seinen Innovationen rund um den Straßenbau. So sorgt z. B. das intelligente Verdichtungssystem „ASPHALT MANAGER“ für eine optimale Anzahl von Überfahrten beim Verdichten mit einer Walze. Überverdichtung und Sprungbetrieb werden verhindert, die Effizienz und Qualität der Arbeit erhöht. Zu den neuesten Innovationen aus dem Hause Bomag gehört auch das BCM 05 (Bomag Compaction Management), das eine flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle ermöglicht. Visualisiert werden der Fortschritt der Verdichtung, das Erreichen von Zielwerten und das Auftreten von Schwachstellen in der Fläche. Durch den Einsatz des Systems wird der Maschineneinsatz optimiert und das Ausführungsrisiko minimiert.

Neues für den Maschinenpark

Auf dem Bomag-Gelände wurden typische Anwendungsbereiche der Maschinen demonstriert. So fräste die große Kaltfräse BM 2000/75 bis 35 cm den Asphalt ab, der anschließend mit einem Straßenfertiger wieder eben eingebaut und mit Tandem- und Gummiradwalzen verdichtet wurde. Mit 750 PS Leistung und Fräsbreiten von 2.000 mm bzw. 2.200 mm sind Großbaustellen auf Autobahnen und Flughäfen das typische Einsatzgebiet für die BM 2000/75. Durch verschiedene Fräslinienabstände – Powerdrum, Standard- und Feinfräsrotor – lässt sich die Maschine aber auch für viele weitere Anwendungen flexibel einsetzen.

Ganz neu im Erdbauportfolio von Bomag sind die Walzenzüge der 12-Tonnen-Klasse. Die Modelle BW 213, 219 und 226 verfügen über das Verdichtungssystem Variocontrol (BVC), welches automatisch für die optimale Energieübertragung sorgt und Überverdichtung vermeidet. Ein besonderes Highlight der hochsteigfähigen DH-Varianten ist die Ausstattung mit einem Doppelpumpensystem, bei dem zwei Pumpen zwei Motoren versorgen. Dadurch sind die Maschinen im Betrieb robuster in steilen Hängen unterwegs. Die Steigfähigkeit von über 60 % steht vorwärts wie rückwärts zur Verfügung.

Auf dem Weg zum Rekordjahr

Im Rahmen der Pressekonferenz sprach der Geschäftsführer Jörg Unger auch über die Entwicklung des Unternehmens. Im aktuellen Geschäftsjahr wird der Bopparder Straßenbauspezialist seinen Umsatz auf eine neue Rekordmarke von ca. 680 Mio. Euro schrauben. Und das obwohl die Märkte wie Russland, China, Afrika und Lateinamerika im Umsatz deutlich unter dem Vorjahr blieben. Für den nötigen Ausgleich des global agierenden Unternehmens sorgte nicht zuletzt die stabile Marktlage in Deutschland. Hier verzeichnete Bomag eine Umsatzsteigerung von 10 % gegenüber dem Vorjahr. „Unsere deutschen Kunden sind technologieorientiert“, begründet der Bomag-Geschäftsführer die stabile Auftragslage im Inland. „Und wir legen bei unseren Neuentwicklungen großen Wert auf Innovationen, die den Baualltag erleichtern.“

Weitere Produkte des Herstellers BOMAG GmbH:

Bomag: Asphaltfertiger BF 200
Der neue BF 200 von Bomag wurde speziell für die Bedürfnisse der Straßenfertigung im Innenstadtbereich entwickelt. Die Einbaubreite beginnt bereits bei 1,10 m und lässt sich in mehreren Schritten bis auf 3,40 m verbreitern.(Bild: Bomag)
Kompaktmodell mit nur 110 cm Breite
Der Bomag BF 200 besitzt eine minimale Einbaubreite von nur 110 cm. Als kleinster aller kompakten City-Fertiger erobert er ganz neue Anwendungsfelder im urbanen Straßenbau: So ermöglicht er beispielsweise den Einbau zwischen S-Bahngleisen. Dank dem einzigartigen Zwei-Plattform-Konzept kann er außerdem in höhensensiblen Bereichen wie Fußgängerunterführungen optimal eingesetzt werden.
Bomag: Stoneguard-Pflasterplatte
Die Stoneguard-Pflasterplatte - hier das Modell BPR 35/60 - wurde speziell für das Einrütteln von Pflastersteinen entwickelt und senkt die Bruchrate auf nahezu 0 %. (Bild: Bomag)
Bruchrate auf nahezu 0 % gesenkt
Bomag hat auf der GaLaBau 2018 die Stoneguard-Pflasterplatte präsentiert, die speziell für das Einrütteln von Pflastersteinen entwickelt wurde. Beim Einsatz von herkömmlichen Maschinen liegt die Bruchrate der zu verdichtenden Steine bei bis zu 30 %. Mit Hilfe eines verschleißfesten Kunststoffelements unter der Grundplatte ist es Bomag gelungen, diese Bruchrate, speziell bei scharfkantigen und großformatigen Steinen, auf nahezu 0 % zu senken. Überdies umschließt das Kunststoffteil die Maschine seitlich um einige Zentimeter. Anwender können so direkt an Randsteine, Fassaden oder im Pflaster integrierte Bauelemente heranfahren, ohne etwas zu beschädigen.
Bomag: Recycler/Stabilisierer RS 650
Der neue RS 650 überzeugt durch Leistung, Effizienz und Sicherheit. (Bild: Bomag)
10 % mehr Leistung als das Vorgängermodell
Im Zuge der Erweiterung und Neustrukturierung der Produktpalette hat sich bei der Bomag die Bezeichnung „RS“ für die Recycler/Stabilisierer etabliert. Das neueste Mitglied der Familie ist der RS 650, der insbesondere für das Stabilisieren und Recyceln im Rahmen mittlerer und großer Baumaßnahmen geeignet ist. Dabei stehen der Maschine 10 % mehr Leistung als der Vorgängerversion zur Verfügung. Außerdem trägt das neue, innovative Doppel-SCR-System zur Umweltfreundlichkeit des RS 650 bei. Die beiden hintereinander geschalteten Systeme sorgen dafür, dass die neuesten Tier-4-final Abgasnormen erfüllt werden. Einem Einsatz in Europa und Nordamerika steht somit nichts im Wege.

Weitere Produkte aus der Kategorie Straßenbau / -sanierung:

Stehr: Minigrader SUG 20
Das Gewicht des anbaubaren Plattenverdichters SBV 80 HC 2 mit 2 x 80 kN Wuchtkraft verleiht dem Grader SUG 20 die nötige Traktion. (Bild: Stehr Baumaschinen)
Sicher und wendig auf engem Gelände
Die Stehr Baumaschinen GmbH hat den Minigrader SUG 20 im Angebot. Dieser ist und 1,40 m breit mit einem Radstand 2,80 m und einer Höhe von 2 m. Mit Allradantrieb und Allradlenkung ist der Minigrader in jedem Gelände sicher unterwegs und vor allem auf engen innerstädtischen Baustellen sehr wendig. Das Herzstück der Maschine ist das patentierte Knickschar. Es lässt sich hydraulisch von 1,40 auf 2,20 m verbreitern. Daran sind absenkbare Aufreißzähne aus handelsüblichen Rundschaftmeißeln angebracht, um festeren Boden zu lockern.
Wirtgen: Streumaster der MC- und MT-Baureihen
Auf einem Trägerfahrzeug montierte Bindemittelstreuer wie der Streumaster SW 318 MC eignen sich für das präzise Ausstreuen der Bindemittel bei großflächigen Anwendungen sowohl im Off- als auch On-Road-Einsatz. (Bild: Wirtgen Group)
Neue Bindemittelstreuer mit High-Speed-Befüllung
Mit den neuen Modellen der MC- und TC-Streumaster-Baureihen will Wirtgen neue Maßstäbe in puncto Befüllung, Streugenauigkeit und Bedienerfreundlichkeit setzen. Besonders die beidseitige Highspeed Befülleinrichtung, die selbstreinigenden Dosierschleusen und das neue Bedienpanel sollen für ein leistungsstarkes Streuergebnis mit höchster Präzision der als Anhänger oder für den Aufbau auf ein Trägerfahrzeug konzipierten Bindemittelstreuer sorgen.
Tyrolit: Bump Grinder PC4504CE und Groover PC1505
Der PC4504CE erfüllt alle Anforderungen für den europäischen Markt (Bild: Tyrolit)
Optimale Fahrbahnbearbeitung
Tyrolit entwickelt und produziert in Zusammenarbeit mit der US-Tochterfirma Diamond Products Systeme für die Bearbeitung von großen Beton- und Asphaltflächen: Das Sortiment umfasst Grinding- und Grooving-Maschinen sowie Werkzeuge, die optimal auf die entsprechenden Anwendungen und Leistungsklassen abgestimmt sind. Ziel beim Grinding ist es, eine definierte Rauigkeit der Oberfläche zu erzeugen, um die erforderliche Griffigkeit gewährleisten zu können und gleichzeitig die Fahrbahngeräusche zu minimieren. Seit Herbst 2019 bietet Tyrolit einen CE-zertifizierten Grinder: Der PC4504CE Bump Grinder ist eine selbstfahrende Maschine für die Oberflächenbearbeitung von Asphalt und Beton, die sehr gut für Straßen geeignet ist.
Wirtgen: PKD-Fräswerkzeuge
Je nach Anwendung bieten Wirtgen PKD Fräswerkzeuge eine deutlich längere Lebensdauer, höhere Maschinenproduktivität und -verfügbarkeit, ein konstantes Fräsbild sowie verbesserte Arbeitsbedingungen aufgrund eines geringeren Wartungsaufwands. (Bild: Wirtgen)
Für Feinanwendungen bei der Deckschichtsanierung
Wirtgen hat Fräswerkzeuge mit einer Spitze aus polykristallinem Diamant (PKD) im Programm, die für eine deutliche Steigerung der Produktivität sorgen. PKD-Fräswerkzeuge sind aufgrund ihrer heutigen Werkzeuggeometrie und Werkzeugmaterialien vor allem für die Deckschichtsanierung geeignet und kommen dabei insbesondere in Feinfräsanwendungen zum Einsatz. Beim Feinfräsen von Fahrbahnen werden Fräswalzen mit einem Linienabstand von 6 oder 8 mm (LA6 oder LA8) genutzt. Eine Standardfräswalze für herkömmliche Fräsarbeiten hat im Vergleich dazu einen Linienabstand von 15 mm (LA15).
GMS: Diamantfräswalzen
Besonders hohe Qualität der Textur nach dem Fräsen mit der PKD-Mikrofeinfräswalze von GMS (Bild: GMS Günter Meyer - Gesellschaft für Fahrbahnsanierungen mbH)
Besonders hohe Oberflächenqualität
Beim Stichwort "Diamant" denken nur die wenigsten Menschen an die Fahrbahnsanierung. Aber tatsächlich ist der superharte Werkstoff mittlerweile in einigen wenigen, speziell ausgerüsteten Kaltfräsen zu finden. Die Rede ist von Maschinen mit PKD-Feinfräswalzen. Sie erzeugen Flächen mit äußerst homogener Textur. Der Fräsdienstleister GMS Fahrbahnsanierungen verfügt als einziger Anbieter in Deutschland über derartige Spezialfräswalzen. Gebündelt mit viel entsprechendem Know-how erzeugt GMS damit Fräsflächen höchster Qualität.
Mecalac: Einrollenwalze MBR71
Bei der komplett überarbeiteten Einrollenwalze MBR71 wurde der Riemenantrieb durch ein hydrostatisches System ersetzt, wodurch die Maschine flexibler und einfacher zu bedienen ist. (Bild: Mecalac Maschinenbau)
Mehr Bedienkomfort, Sicherheit und Leistung
Im Jahr 2017 erwarb Mecalac das Terex-Werk im englischen Coventry, einer Produktionsstätte für Baggerlader, Baustellenkipper und Verdichtungsgeräte. Eines der damit hinzugewonnenen Produkte ist die Einrollenwalze MBR71, die Mecalac nun mit zahlreichen technischen Neuerungen zur Verbesserung von Bedienkomfort, Sicherheit und Leistung ausgestattet hat. Beim neuen MBR71 wurde der Riemenantrieb durch ein hydrostatisches System ersetzt. Dadurch ist die Maschine flexibler und einfacher zu bedienen. So konnte auch die Breite der Einrollenwalze reduziert werden, um so nah wie möglich an einer Mauer entlang zu arbeiten.
Weisig: Selbstfahrende Anspritzmaschine Weiro TM
Die Anspritzmaschine Weiro TM ist bereits mit Antriebsmotoren gemäß Emissionsverordnung EU 2016/1628 Stufe V ausgestattet. (Bild:Weisig Maschinenbau GmbH)
Neu mit Stufe-V-Motor und Dosierautomatik
Die Weisig Maschinenbau GmbH hat ihre selbstfahrenden Anspritzmaschinen der Baureihe Weiro TM komplett überarbeitet. So haben die Maschinen ein neues ergonomisches Design und eine neue Motorisierung erhalten. Die neuen Maschinen sind mit Antriebsmotoren gemäß Emissionsverordnung EU 2016/1628 Stufe V ausgestattet. Dies beinhaltet unter anderem einen Dieselpartikelfilter, deshalb können die neuen Maschinen auch auf Baustellen innerhalb von kommunalen Bereichen eingesetzt werden, die einer besonderen Luftqualitätsverordnung unterliegen.
Volvo: Radfertiger P6870D ABG
Das Volvo-Antriebssystem unterstützt den präzisen und sanften Einbau durch eine hohe Traktionskraft. (Bild: Volvo Construction Equipment)
Präziser Einbau auch in schwierigem Gelände
Volvo Construction Equipment hat an der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Vielseitigkeit seiner Radfertiger gearbeitet. Der P6870D ABG ist ein gutes Beispiel hierfür. Dieser Fertiger liefert bei einer Vielzahl von Einbauanwendungen – ganz gleich, ob in kleinen Wohnsiedlungen oder bei großen Autobahnprojekten – gute Ergebnisse. Fertiger von Volvo verfügen über eine sehr gute Traktion für einen stabilen, sicheren Betrieb und einen präzisen Einbau unter allen Bedingungen. Der P6870D ABG bildet da keine Ausnahme. Mit einer Drei-Punkt-Lagerung zur Stabilisierung des Oberaufbaus sorgt ein statisch bestimmtes Fahrwerk mit selbstnivellierenden Eigenschaften des Fertigers für maximale Traktion und einen reibungslosen Einbau – auch in schwierigem Gelände. Das Volvo-Antriebssystem unterstützt den präzisen und sanften Einbau durch eine hohe Traktionskraft.
Bomag: Asphaltfertiger BF 200
Der neue BF 200 von Bomag wurde speziell für die Bedürfnisse der Straßenfertigung im Innenstadtbereich entwickelt. Die Einbaubreite beginnt bereits bei 1,10 m und lässt sich in mehreren Schritten bis auf 3,40 m verbreitern.(Bild: Bomag)
Kompaktmodell mit nur 110 cm Breite
Der Bomag BF 200 besitzt eine minimale Einbaubreite von nur 110 cm. Als kleinster aller kompakten City-Fertiger erobert er ganz neue Anwendungsfelder im urbanen Straßenbau: So ermöglicht er beispielsweise den Einbau zwischen S-Bahngleisen. Dank dem einzigartigen Zwei-Plattform-Konzept kann er außerdem in höhensensiblen Bereichen wie Fußgängerunterführungen optimal eingesetzt werden.