Messe-Dossier

bauma 2019

bauma 2019 (angezeigt bis Montag, 20. Mai 2019 12:00:00)

Vom 8. bis zum 14. April 2019 öffnet die bauma in München zum 32. Mal ihre Tore. Eine Veranstaltung der Superlative, denn die zu erwartende Besucherzahl könnte locker eine Großstadt füllen – rund 600.000 Gäste aus über 200 Ländern werden in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Auf einem riesigen 605.000 m² großen Areal werden 3.400 Aussteller Neues und Bewährtes aus der Welt der Baumaschinen, Baugeräte, Baustelleneinrichtung und Nutzfahrzeuge präsentieren. In unserer Special informieren wir schon jetzt über Messeneuheiten und bewährte Produkte der Aussteller, die in München dem Fachpublikum gezeigt werden.

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MaGaZiN

Rekordumsatz bei der Firmengruppe Liebherr

Rekordumsatz Liebherr
Die Firmengruppe Liebherr übertraf im Jahr 2018 mit einem Umsatz von 10.551 Mio. € erstmalig in ihrer Geschichte die Marke von 10 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr erzielte das Unternehmen insgesamt eine Steigerung um 739 Mio. € oder 7,5 %. Sowohl der Bereich Baumaschinen und Mining als auch die anderen Produktbereiche verzeichneten insgesamt höhere Umsätze.

Bei den Baumaschinen und Mining-Geräten stieg der Umsatz um 10,8 % auf 6.833 Mio. €. Dazu zählen insbesondere die Sparten Erdbewegung, Fahrzeugkrane und Mining. In den anderen Produktbereichen, zu denen die Sparten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Hausgeräte sowie Komponenten und Hotels zählen, konnte der Umsatz insgesamt um 2,0 % auf 3.718 Mio. € gesteigert werden.

Der Rekordumsatz im Jahr 2018 lässt sich auf eine sehr erfreuliche Entwicklung von Konjunktur und Nachfrage in mehreren Absatzregionen zurückführen. Innerhalb der Europäischen Union, der für Liebherr bedeutendsten Region, konnte der Absatz erneut gesteigert werden. Dies lässt sich unter anderem auf das erneute Wachstum in Deutschland, dem für Liebherr größten Markt, sowie auf die positive Entwicklung in Frankreich und Großbritannien zurückführen. In den Nicht-EU-Ländern sank der Absatz im Vergleich zum Vorjahr auf EUR-Basis, bedingt in erster Linie durch die Währungskursentwicklung in Russland. Sehr positiv entwickelten sich zudem die Geschäfte in Nordamerika, Mittel- und Südamerika sowie in Asien und Ozeanien. Treiber dieser Entwicklung waren insbesondere die Märkte USA, Australien und China.

Gewinn auf Vorjahresniveau

Die Firmengruppe Liebherr erzielte 2018 ein Jahresergebnis von 321 Mio. € und liegt damit leicht über Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Das Finanzergebnis sank, vor allem aufgrund von negativen Währungseinflüssen.

Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die Mitarbeiterzahl deutlich erhöht. Zum Jahresende beschäftigte die Firmengruppe Liebherr weltweit insgesamt 46.169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 2.300 mehr als im Vorjahr.

Kräftige Investitionen

Als Hochtechnologieunternehmen verfolgt die Firmengruppe das Ziel, den technologischen Fortschritt in den für Liebherr relevanten Branchen maßgeblich mitzugestalten. Im vergangenen Jahr investierte Liebherr deshalb 586 Mio. € in Forschung und Entwicklung. Ein Großteil davon floss in die Entwicklung neuer Produkte. Zahlreiche Forschungsprojekte mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten wurden initiiert und fortgesetzt. Ein Themenschwerpunkt dieser Forschungsprojekte ist die Baustelle der Zukunft. So ging Liebherr eine Entwicklungspartnerschaft mit der RWTH Aachen im Rahmen des Center Construction Robotics ein und beteiligt sich auch in dem vom VDMA initiierten Gemeinschaftsprojekt „Bauen 4.0“.

Wesentliche Themen über die große Bandbreite an Produkten und Leistungen hinweg sind seit mehreren Jahren die Steigerung der Energieeffizienz, der Leichtbau sowie die Automatisierung und Vernetzung von Produkten. Ein bedeutendes Projekt ist die Erforschung von additiven Fertigungsverfahren in der Luftfahrt. Ein Meilenstein dieses Projekts war im vergangenen Jahr die Auslieferung des ersten Serienbauteils aus der 3D-Druckproduktion. Mit der Entwicklung von Ladekabel-Kühleinheiten für Ladestationen und der Forschung an einem elektrischen Turbokompressor für brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge fördert die Firmengruppe zudem das Thema E-Mobilität.

Investitionen in Höhe von 829 Mio. € flossen in die Produktionsstätten und das weltweite Vertriebs- und Servicenetz. Damit steigerte die Firmengruppe ihre Investitionstätigkeiten im Vergleich zum Vorjahr um 51 Mio. €. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 513 Mio. € gegenüber. So wurde am Standort Kirchdorf an der Iller (Deutschland) ein neues Entwicklungs- und Vorführzentrum eingeweiht. Darin werden neue Bau- und Materialumschlagmaschinen entwickelt, getestet und geprüft. Zudem wurde mit dem Bau eines neuen Logistikzentrums begonnen. Die Firmengruppe investierte zudem in Bad Schussenried (Deutschland) als neuen Produktionsstandort für Betonpumpen. In Bulle (Schweiz) und Colmar (Frankreich) wurden neue Fertigungslinien für Großmotoren eingerichtet. Und in Toulouse (Frankreich) wird ein neues Aerospace-Trainingscenter für Mitarbeiter und Kunden geplant.

Gute Aussichten auch für 2019

Laut aktuellen Prognosen wird sich das Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr zwar weiter verringern. Jedoch lassen sich keine Anzeichen einer drohenden Rezession feststellen. So kann sich die Nachfrage in den meisten Regionen und Branchen auch im Jahr 2019 durchaus sehr positiv entwickeln. Die Firmengruppe Liebherr rechnet daher im Jahr 2019 mit einer weiteren Steigerung ihres Umsatzes. Darauf deuten auch die bereits zu Beginn des Jahres sehr gut gefüllten Auftragsbücher hin.

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Baustelle des Monats: Bürokomplex MY.O

Unangepasster Riegel

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Eigenständige Architektur eines neuen Münchner Bürokomplexes erforderte Sonderkonstruktionen und ein spezielles Schalkonzept

Entlang der Münchner Bahnachse schließen sich langsam die Baulücken. So wurde vor kurzem für den Bürokomplex MY.O im Bereich der Laimer Unterführung Richtfest gefeiert. Das Gesamtensemble besteht aus einem markanten Kopfbau, an den sich drei weitere Gebäudeteile anschließen sowie ein etwas zurückgesetztes Solitärgebäude. Um dem mächtigen Komplex das sperrige Aussehen zu nehmen, haben die Gebäudeplaner mit unterschiedlichen Geschosshöhen und Grundrissen gearbeitet. Raffinierte Sonderschallösungen von Hünnebeck machten es möglich, den Rohbau des Bauwerks mit der außergewöhnlichen Fassade zeit- und kostensparend abzuschließen.

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Fliegl: Stone Master-Sattelkipper

Curved Chassis für mehr Nachhaltigkeit und Stabilität

Geringes Leergewicht bedeutet mehr Nutzlast. Mehr beförderte Ladung pro Fahrt sorgt für effizienten Kraftstoffverbrauch. Mit den „Greenline“-Kippern von Fliegl werden Kosten minimiert und der Umweltschutz maximiert. (Bild: Fliegl Fahrzeugbau)

Mit seinem Sattelkipper Stone Master will Fliegl auf der bauma 2019 zeigen, wie die hohen Anforderungen an Fahrzeuge für das Baugewerbe formschön und nachhaltig in einem Kippauflieger realisiert werden können. Die konisch geformte Mulde des Stone Master aus Original Hardox HB 450 ist mit der schrägen Stirnwand optimal auf das „Curved“-Chassis abgestimmt. Diese Kombination ermöglicht eine hohe Stabilität und bedeutet gleichzeitig eine hervorragende Gewichtsbilanz. Darüber hinaus ist durch die konische Bauform ein geringerer Kippwinkel erforderlich, um eine optimale Entleerung des Ladeguts zu gewährleisten.

Die wannenförmige Mulde ist nur 1.450 mm hoch. Somit wird ein niedriger Schwerpunkt gewährleistet, die geringe Ladehöhe erleichtert die seitliche Beladung und die Oberkante der Mulde überragt nicht die Zugmaschine, was den Verbrauch deutlich minimiert. Das Fahrzeug wiegt trotz der umfangreichen Ausstattung und einem Volumen von rund 25 m³ nur ca. 5.500 kg und zählt damit zu den Leichtgewichten in diesem Segment.

Der Stone Master verfügt über viele innovative technische Details. So hat Fliegl als erster Hersteller das patentierte „Curved“-Chassis in die Serienfertigung übernommen. Mit allen bekannten Vorteilen, die der Stahlbau im Chassis bietet, ist das „Curved“-Chassis fast gewichtsgleich im Vergleich zu einem teuren und anfälligen Alu-Chassis. Durch die geringe Halshöhe von nur 180 mm verringert sich die Gesamthöhe des Aufbaus – der Ladungsschwerpunkt ist damit tiefer und sorgt so für mehr Fahrsicherheit und Kippstabilität.

Der Stone Master ist in erster Linie für den Baustellenbetrieb, im Abbruch und für die Beförderung von Geröll, Schotter und z.B. schweren Fluss-Steinen ausgelegt. Kurze Strecken, hochfrequente Kippzyklen bei extremer Beanspruchung werden vom „Curved“-Chassis gleichermaßen locker weggesteckt wie von der robusten Mulde aus Original Hardox HB 450.

Doch auch auf der Langstecke bringt der DHKS 390 seinem Nutzer Vorteile. Die Verbindung der „Curved“-Chassis-Form und der konisch geformten Mulde sowie der nach außen gewölbten Membran-Rückwand sorgen für einen hervorragenden cw-Wert und verringern so die Kraftstoffkosten. Hinzu kommt, dass die geringe Muldenhöhe von nur 1.450 mm nicht über die Kabine der Zugmaschine herausragt und so zusätzlicher Luftwiderstand verringert wird. Unternehmenseigene Messungen haben allein dadurch eine Verringerung des Verbrauchs von 8 % ergeben.

Eine weitere Innovation ist der automatisch klappbare Unterfahrschutz, der durch eine robuste Pneumatik automatisch beim Kippvorgang angehoben wird. Zusätzlich kann der Fertiger-taugliche Unterfahrschutz auch noch manuell angehoben werden. Die um 21° Grad geneigte Stirnwand erleichtert die Entladung auch von bindigen Gütern und sorgt für eine bessere Gewichtsverteilung. Die automatisch geschaltete Liftachse, zusätzlich aus der Zugmaschine schaltbar, kann auch als Anfahrhilfe eingesetzt werden. Durch das Liften erhöht sich der Satteldruck und die Zugmaschine findet auch bei schlüpfrigem Boden genug Grip.

Neben der robusten Technik ist auch der Faktor Umwelt und Nachhaltigkeit wichtig: die „Curved“-Chassis werden komplett in Triptis gefertigt – somit entfallen Transportwege. Fliegl legt bereits in der Konstruktion Wert auf Nachhaltigkeit. Viele weitere Punkte sprechen für das „Curved“-Chassis. Neben der hohen Stabilität ist das Aufsatteln deutlich einfacher, da der kritische Bereich besser einsehbar ist. Eine Achslasterkennung im Auflieger, gesteuert über das EBS, informiert den Fahrer im Fahrerhaus zuverlässig über das Ladungsgewicht. Bei dem im Aufbau verwendeten Stahl wird ausschließlich Original Hardox HB 450 eingesetzt. Dies bedeutet eine hervorragende Abriebfestigkeit auch bei abrasiven Ladungen und steht gleichzeitig für ein geringes Gewicht. Bei dem ausgestellten Sattelkipper sind die Wände und der Boden durchgehend 4 mm stark, im besonders beanspruchten letzten Drittel ist der Boden 5 mm dick. Außerdem wird im Bereich des Obergurtes das Hardox mit 4 mm Stahl unterfüttert. Dies ergibt einen wirksamen Schutz vor Beschädigungen beim Ladevorgang.

Die für Fliegl-Trailer typische Membran-Rückwand ist als Pendelklappe ausgeführt und wird mit zwei außen liegenden Haken verriegelt. Falls erforderlich, sorgen zwei zusätzliche Klemmschrauben mit Knebelverschlüssen für eine perfekte Abdichtung der Heckklappe. Auch bei den Sattelkippern werden die Achsen per Laser eingemessen. Dies vermindert den Verschleiß und minimiert die Kraftstoffkosten.

Der auf der bauma gezeigte Sattelkipper ist mit vielen Optionen ausgerüstet, die im täglichen Einsatz einen hohen Nutzwert haben und dem Fahrer das Arbeiten erleichtern. Dazu zählen eine Voll-LED-Beleuchtung und zusätzliche Rückfahrscheinwerfer in LED. Der automatische Achslift mit Anfahrhilfe ist gleichermaßen hilfreich wie die automatische Absenkung beim Kippvorgang. Das elektrische Schiebeverdeck kann am Auflieger und mit einer Fernbedienung betätigt werden. Schaufel- und Besenhalter sind griffgünstig montiert, gleichermaßen wie seitlich montierte Aufstiegsleiter.

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Trend

Exoskelett: Superkräfte zum Anziehen

Exoskelett

Hollywood hat es schon früh vorgemacht: In zahlreichen Filmen verliehen sogenannte Exoskelette den Leinwandhelden übermenschliche Kräfte. Den nur 1,7 m großen Tom Cruise machte der Stützroboter im Film „Edge of Tomorrow“ zum mobilen Supersoldaten, während Matt Damon im „Elysium“ dank Roboteranzug vom harmlosen Produktionsarbeiter zum schlagkräftigen Einzelkämpfer mutierte. Doch auch wenn in der Traumfabrik maßlose Übertreibung zum Geschäftsmodell gehört – die Idee von Stützrobotern hat es inzwischen tatsächlich in die reale Welt geschafft. Für die Arbeit auf Baustellen existieren bereits bezahlbare und hilfreiche Lösungen.

Hollywood hat es schon früh vorgemacht: In zahlreichen Filmen verliehen sogenannte Exoskelette den Leinwandhelden übermenschliche Kräfte. Den nur 1,70 m großen Tom Cruise machte der Stützroboter im Film „Edge of Tomorrow“ zum mobilen Supersoldaten, während Matt Damon im „Elysium“ dank Roboteranzug vom harmlosen Produktionsarbeiter zum schlagkräftigen Einzelkämpfer mutierte. Doch auch wenn in der Traumfabrik maßlose Übertreibung zum Geschäftsmodell gehört – die Idee von Stützrobotern  hat es inzwischen tatsächlich in die reale Welt geschafft. Das Potenzial dieser Technologie wurde von der Wissenschaft erkannt, sodass weltweit an der praktischen Umsetzung dieser Idee gearbeitet wird. 

Beim Exoskelett handelt es sich um ein mechanisches Gerüst bestehend aus Metallstreben, Gelenken und Achsen, welches den menschlichen Körperbau nachahmt und von einem Menschen wie ein Anzug angezogen werden kann. Gesteuert werden können die aktiven Exoskelette durch Hebel und Knöpfe oder computergestützt durch die Körperbewegungen des Trägers. Doch wozu das ganze? Ziel der Technik ist es, für mehr individuelle Mobilität zu sorgen und die Fähigkeiten der Menschen über das normale Maß hinaus zu erhöhen. 

Trotz einer schweren Verletzung wieder gehen können, ohne fremde Hilfe mit schweren Teilen hantieren oder einfach nur komfortabel und auf Dauer Über-Kopf-Arbeiten erledigen – die Vorteile der Exoskelette haben zahlreiche Branchen bereits überzeugt. In der Medizin verhelfen Stützroboter Patienten mit Rückenmarksverletzung oder Schlaganfall wieder zu mehr Bewegungsfreiheit. Gearbeitet wird auch an Anwendungen im Bereich der Pflege, wo die Krankenschwestern beim Umgang mit Bettlägerigen heute auf große Herausforderungen stoßen. In der Industrie sind insbesondere große Maschinenbauer an ausgereiften Lösungen interessiert, ihre Mitarbeiter körperlich zu entlasten, daher experimentieren zahlreiche Autohersteller an der Verschmelzung von Mensch und Maschine. Auch im Handwerk ist dieser Trend längst angekommen: Der Mangel an Fachkräften und eine alternde Belegschaft erfordern Bauarbeiter, die über ihre Leistungsgrenzen hinaus arbeiten können.

Für die Arbeit auf Baustellen existieren bereits bezahlbare und hilfreiche Lösungen. So wie das Exoskelett Paexo von Ottobock. „Es handelt sich um ein passives Exoskelett, das keine Energiezufuhr benötigt. Deshalb ist es mit 1,9 kg Gewicht besonders leicht“, erklärt Dr. Sönke Rössing, Leiter des Geschäftsbereichs Ottobock Industrials. Der Mitarbeiter trägt Paexo – ähnlich wie einen Rucksack – eng am Körper. Das Gewicht der erhobenen Arme wird über die Armschalen mithilfe einer mechanischen Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. Das schont die Muskeln und Gelenke im Schulterbereich spürbar, und Tätigkeiten über Kopf lassen sich komfortabler ausführen. Nutzer können mit dem Exoskelett gehen, sitzen und auch Gegenstände aufheben. Es lässt sich in unter 20 Sekunden an- und ablegen und bequem mehr als acht Stunden tragen.

Die erste Bewährungsprobe hat das Produkt bereits bestanden: Das Unternehmen Thor hat Paexo Ende 2018 auf seinen Baustellen in verschiedenen Gewerken getestet und zeigte sich überzeugt. Nun ist die Lösung marktreif und wurde erstmals auf der BAU in München vorgestellt.

Autor: Paul Deder

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Kamat: Höchstdruckpumpe KAMJET

Leistungsstark auch im unwegsamen Gelände

Der neue KAMJET lässt sich vielseitig für Hochdruckreinigungs-Aufgaben auch an schlecht zugänglichen Einsatzorten nutzen. (Bild: Kamat)

Kamat präsentiert auf der bauma 2019 eine neue Version des KAMJET. Die mobile Höchstdruckpumpe stellt auch in unwegsamem Gelände, z.B. auf Baustellen oder in Bereichen ohne Stromversorgung, Pumpendrücke bis 3.500 bar oder Volumenströme bis 138 l/min bereit. Sie ist leistungsstark und kompakt. Kernkomponente des Aggregats ist eine Höchstdruckplungerpumpe vom Typ K 10016 A-3G aus dem Kamat-Programm mit stufenlos regulierbarem Arbeitsdruck. Sie erzeugt im Standard einen maximalen Druck von 2.800 bar bei einem Volumenstrom von 27 l/min. Alternativ sind auch geringere Drücke mit höherem Volumenstrom möglich, zum Beispiel 138 l/min bei 510 bar. Ausgerüstet mit einem Wechselsatz für den höchsten Druckbereich ergeben sich 3.500bar bei 15l/min.

Die Pumpe ist auf einem Doppelachs-Fahrgestell mit Zugdeichsel montiert. Angetrieben wird sie von einem Volvo Penta-Dieselmotor mit 5,1 l Hubraum und 160 kW Leistung, dessen Leistungscharakteristik auf den Betrieb von Höchstdruckpumpen abgestimmt ist. Beim Start der Pumpe kommt eine elektrische Vorfüllpumpe mit Wassertank zum Einsatz. Alle Komponenten des KAMJET sind in einem stabilen Rahmen untergebracht, der den Krantransport über vier Ösen erlaubt. Die Steuerung erfolgt über eine vollautomatische Steuereinheit, die das Auswählen u.a. von Druckbereichen und Drehzahlen erlaubt. Für das Ein- und Ausschalten der Pumpe kann der Bediener auch die mitgelieferte Fernbedienung nutzen.

Mit diesem Eigenschaftsprofil eignet sich der neue KAMJET für anspruchsvolle Anwendungsfälle der Reinigung mit Höchstdruck wie etwa Betonsanierung, Untergrundvorbereitung und Entlackung. Eine breite Auswahl an HD-Wasserwerkzeugen (Düsenköpfe, Lanzen, Flächen- und Wandreiniger, u.a.) erlaubt die optimale Anpassung der Anlage an die individuelle Aufgabenstellung. Die neueste Version ist sogar nochmals flexibler einsetzbar, weil die Komponenten auf verringertem Bauraum untergebracht sind. So schafft z.B. die im Vergleich zum Vorgänger-KAMJET geringere Bauhöhe die Voraussetzung für die Durchfahrt von niedrigen Unterführungen und das Einfahren in Tiefgaragen.

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Sto: Dämmstoff StoTherm Resol

Effizienter Wärmeschutz bei schlankem Wandaufbau

Systemaufbau StoTherm Resol. (Bild: Sto SE & Co. KGaA)

Steht für die Wand nur wenig Platz bereit, muss der Dämmstoff besonders effizient sein, um ein normgerechtes Dämmniveau zu erreichen. Mit rund 0,021 W/mK erfüllt Phenolharz diese Vorgabe optimal. Als Teil des WDVS StoTherm Resol steht es in einem vielseitig gestaltbaren, zugelassenen System zur Verfügung, dass sich in Neubau und Sanierung bewährt.Geringer Dachüberstand oder Bebauung nahe der Grundstücksgrenze auf der einen Seite, Wohnflächenmaximierung auf der anderen: Gründe für einen möglichst schlanken Wandaufbau gibt es sowohl in der Sanierung als auch im Neubau. Um auch unter diesen Rahmenbedingungen ausreichenden Wärmeschutz sicherzustellen, ist ein besonders effizienter Dämmstoff zu wählen – wie Phenolharz: Mit einer Wärmeleitstufe von 021 dämmt es bis zu 40 % besser als EPS und nahezu doppelt so gut wie Standard-Mineralwolle – und kann im Umkehrschluss bei vergleichbarer Dämmleistung oft nur halb so dick ausgelegt werden. Das spart schnell 10 cm Wanddicke. Vorteilhaft ist die dünne Dämmung auch in den Laibungen, da so der lichte Abstand größer bleibt und somit der Lichteinfall nicht behindert wird.

Der Dämmstoff ist schwer entflammbar und schmilzt nicht, daher kann er ohne Brandriegel bis zur Hochhausgrenze eingesetzt werden. Die Platten gibt es in Dicken von 20 bis 200 mm. Bei StoTherm Resol ist Phenolharz Teil der Systemlösung. Das WDV-System kann auf nahezu allen mineralischen Wandbildnern eingesetzt werden und Unebenheiten bis zu 20 mm ausgleichen. Als Schlussbeschichtung eignen sich silikatische, organische und Siliconharzputze sowie Putze mit Lotus-Effect Technology. Außerdem können Flachverblender oder vorgefertigte Putzelemente (Sto-Ecoshapes) verwendet werden. Der schmale Wandquerschnitt und der daraus resultierende Flächengewinn macht die Fassadendämmung hoch wirtschaftlich - besonders in innerstädtischen Lagen.

Auf tragfähigen, klebegeeigneten Untergründen wird StoTherm Resol vollflächig oder mit der Punkt-Rand-Methode verklebt und verdübelt. Als Kleber kommen Sto-Turbofix oder mineralische Klebemörtel in Frage; zum Beispiel StoLevell Novo. Dieser Leichtmörtel dient hier auch als Unterputz. Wird er gemäß den Ausführungsbestimmungen der Zulassung (Z-33.43-1182) verwendet, können sogar Dehnungsfugen in den Außenwandflächen überbrückt werden (z.B. Fugen in den Außenwandflächen von Plattenbauten bei Verwendung von Dreischichtplatten, maximaler Fugenabstand 6,20 m).

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Vergessene Maschinen

Baggern mit der Seilbahn

Baggern mit der Seilbahn

Für große Massenbewegungen waren Kabelbagger theoretisch effiziente Fördermaschinen, die ohne schwenkbaren Oberwagen und einen sich auf und ab bewegenden Ausleger wenig Energie verbrauchten.

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Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.