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Führungswechsel beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Dr.-Ing. Matthias Jaco
Der Hauptausschuss Technik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie hat Dr.-Ing. Matthias Jacob einstimmig zu seinem Vorsitzenden gewählt. Jacob ist damit zugleich neuer Vizepräsident Technik des Bau-Spitzenverbandes. Er löst Dipl.-Ing. Klaus Pöllath ab, der in den Ruhestand getreten ist.

Jacob, Vorsitzender der Implenia Hochbau GmbH mit Sitz in Raunheim, ist als Mitglied im Ausschuss Digitalisierung im Verband aktiv. Zudem ist Jacob stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der „planen-bauen 4.0 GmbH“. Außerdem ist er Mitglied im Präsidium des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA).

Als thematischen Schwerpunkt nennt Jacob die Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Wertschöpfungskette Bau – insbesondere die Einführung von Building Information Modeling (BIM) – und in diesem Zusammenhang die Entwicklung von Lean-Management-Prozessen in der Bauwirtschaft. Darüber hinaus setzt er sich für die Steigerung der Bauwerksqualität in Planung, Umsetzung und Betrieb sowie für einen interdisziplinären Austausch zur Qualitätsoptimierung in Projekten ein.

Nach Studium, Promotion und universitärer Tätigkeit an der TU Dortmund ist er seit 1987 in der Bauwirtschaft aktiv. Er war unter anderem in verschiedenen Managementfunktionen tätig, von 2007 bis 2010 als Vorsitzender der Geschäftsführung der Bilfinger Hochbau GmbH und von 2011 bis 2017 als technischer Geschäftsführer der Wolff & Müller Holding GmbH & Co KG. 

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Baustelle des Monats: Die Trinitatiskirche

Sonderverfugung sperrt Feuchtigkeit aus

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Geneigte Klinkerflächen der Trinitatiskirche mit Spezialmörtel gegen Wassereintritt abgedichtet

Die Trinitatiskirche in Hainichen besitzt eine außergewöhnliche Ziegelfassade: Viele verklinkerte Bereiche an den Außenwänden bilden deutliche Schrägen aus. Um die höhere Beanspruchung durch langsamer ablaufendes Wasser oder liegenbleibenden Schnee abzufangen, wurden diese schrägen Flächen mit glasierten Ziegeln ausgeführt. Allerdings erwies sich die Glasur als Schwachstelle, die zu einem allmählich schwindenden Verbund zwischen dem Fugenmörtel und den Ziegeln führte. Nach über 115 Jahren Standzeit erforderte der Zustand von Mauerwerk und Fugen dringend eine umfassende Sanierung.

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VW: Transporter I.D. Buzz Cargo

e-Bulli geht 2022 in Serie

Bisher nur als Studie verfügbar, ab 2022 in Serie: der VW I.D. Buzz Cargo. (Bild: Volkswagen)

Der I.D. Buzz Cargo feierte im September 2018 auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover seine Weltpremiere. Es handelt sich um die Studie eines vollelektrischen "Bulli". Die Studie ist ein besonders umweltfreundliches und avantgardistisches Modell unter den Nutzfahrzeugen, welches über einen leistungsstarken Elektromotor verfügt, der die Hinterachse antreibt. Nun hat VW entschieden, dass der I.D. Buzz Cargo 2022 in Serie gehen soll.

Der vollelektrische Bulli ist das erste VW-Nutzfahrzeug auf Basis der neuen I.D. Familie und des Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB). Er verfügt über ein progressiv-neues Design, ein außergewöhnlich gutes Raumangebot, den automatisierten Fahrmodus ("I.D. Pilot"), ein digitalisiertes Cargo-System und große Reichweiten. Mit dem MEB sind - abhängig von der Batteriegröße und dem jeweiligen Modell - Reichweiten von ca. 330 bis über 550 km (nach WLTP) realisierbar.

Der I.D. Buzz Cargo wird fast 5 m lang, 1,97 m breit und 1,96 m hoch sein. Wenn er in Serie geht, werden die Batterien im Fahrzeugboden untergebracht. Da der Elektroantrieb so wenig Platz braucht, stehen Vorder- und Hinterachse weit auseinander und erlauben einen großen Radstand: Dadurch kann das Auto außen kurz wie ein kompakter Van sein, aber innen so viel Raum wie ein Transporter bieten.

Auch neu: Das Internet der Dinge kommt an Bord. So wurde zum Beispiel für Servicemonteure oder Wartungstechniker ein neues, elektrifiziertes Regalsystem entwickelt, das mit dem Auftrags- und Bestellsystem des Anwenders vernetzt ist. Alle Artikel im Regal lassen sich tracken. Wer einen Artikel benötigt, kann ihn sich automatisch liefern lassen.

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Trend

Tiny Houses – Wohnen im Kleinformat

Tiny Houses

Die Finanzkrise 2007/2008 hat in den USA nicht nur Billionenwerte vernichtet – sie hat auch bei Teilen der Bevölkerung zu einem Umdenkungsprozess geführt. Denn seit dem großen Knall werden die Wohnungen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten immer kleiner. So verkleinerte sich die durchschnittliche Wohnfläche eines Einfamilienhauses bereits zwei Jahre nach dem absoluten Spitzenwert von 2007 um 5 % auf 226 m². Die Phase des Gesundschrumpfens wurde eingeläutet. Weil „Bigger is better“ immer weniger Anhänger fand, entstand in der Zeit nach der Krise mit dem sogenannten Tiny House Movement eine gesellschaftliche Bewegung, die das Leben in kleinen Häusern propagiert.

Die Finanzkrise 2007/2008 hat in den USA nicht nur Billionenwerte vernichtet – sie hat auch bei Teilen der Bevölkerung zu einem Umdenkungsprozess geführt. Denn seit dem großen Knall werden die Wohnungen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten immer kleiner. So verkleinerte sich die durchschnittliche Wohnfläche eines Einfamilienhauses bereits zwei Jahre nach dem absoluten Spitzenwert von 2007 um 5 % auf 226 m². Die Phase des Gesundschrumpfens wurde eingeläutet. Weil „Bigger is better“ immer weniger Anhänger fand, entstand in der Zeit nach der Krise mit dem sogenannten Tiny House Movement eine gesellschaftliche Bewegung, die das Leben in kleinen Häusern propagiert. Die reduzierten, in der Regel  mobilen Eigenheime sind 30 bis 50 m² groß und ihre Bau- und Folgekosten daher wesentlich geringer als bei großen Einfamilienhäusern.

In den letzten Jahren ist der Trend zu den Wohnwürfeln auch in Deutschland zu spüren. Das Leben auf kleinem Fuß wird durch die aktuelle Situation in den deutschen Städten begünstigt: Die Preise für Wohnraum steigen rasant, sodass alternative Wohnmodelle immer interessanter werden. Hinzu kommt, dass die Zahl der Single-Haushalte in Deutschland bei knapp 40 % liegt – und Alleinstehende sind die ideale Zielgruppe für das Leben auf wenigen Quadratmetern. Auch die früheren Statussymbole wie ein großes Haus oder Auto verlieren an Bedeutung. Eine Reduzierung aufs Wesentliche verbunden mit dem Wandel zu einer ökologischen Lebensweise beflügeln den positiven Entwicklungstrend der Tiny Houses noch zusätzlich.

Zu typischen Vertretern der Minihaus-Bewegung gehören aber nicht nur Studenten und Singles auf Öko-Trip, die ihr Domizil als Hauptwohnsitz nutzen wollen. Eine interessante Gruppe bilden Personen, die einen zusätzlichen Raum wie ein Büro oder Studio auf dem eigenen Grundstück benötigen oder auf der Suche nach einer Ferienhaus-Lösung sind.

Die Grenze des neuen Trends markiert die komplizierte Rechtslage in Deutschland. So sind Tiny Houses aus baurechtlicher Sicht weder Wohnwagen noch Fahrzeuganhänger, sondern explizit Gebäude – egal ob sie Räder dran haben oder nicht. Daher ist für alle, die das Minihaus ganzjährig bewohnen wollen, ein erschlossenes Baugrundstück zwingend. Ein autarkes Leben am Waldrand oder Fluss ist bei uns sowieso nicht möglich. Auch ein Aufstellen der Tiny Houses auf einem Campingplatz ist keine Selbstverständlichkeit, weil zahlreiche Landesverordnungen über den Betrieb von Campingplätzen Fahrzeughöhen über 3,5 m ausschließen.

Eine Alternative sind Tiny House Siedlungen – ganze Dörfer von winzigen Häuschen, in denen es sich ökologisch wertvoll und dennoch komfortabel wohnen lässt. Eine solcher Siedlungen entsteht derzeit  auf dem Bauhaus-Campus Berlin. Neun Mini-Häuser – zwischen sechs und zehn Quadratmeter klein – lösen bereits das Wohnraumproblem ihrer Bewohner in der Hauptstadt. Mit dem „Tiny Village“ entsteht im bayerischen Fichtelgebirge aktuell Deutschlands erstes Tiny-House-Dorf. Viele weitere Projekte dieser Art befinden sich noch in der Planung.

Auch wenn das deutsche Recht der großen Freiheit enge Grenzen setzt – die Anzeichen mehren sich, dass die Minihäuser mehr als nur ein mediales Phänomen sind. „Weniger ist mehr“ ist im Kommen!

Autor: Paul Deder

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Layher: Aluminiumträger FlexBeam

Hohe Tragfähigkeit und niedrige Bauhöhe

Bei der Sanierung einer Autobahnbrücke an der A1 zwischen Bern und Zürich kam der Aluminium-Träger FlexBeam erfolgreich als Kappengerüst zum Einsatz. (Bild: Layher)

Ein Großteil der deutschen Brücken muss saniert oder neu gebaut werden. Um einen Verkehrskollaps zu vermeiden, will der Bundesverkehrswegeplan 2030 in den nächsten 10 bis 15 Jahren rund 270 Mrd € in den Erhalt der Bestandsnetze sowie Aus- und Neubauprojekten investieren. Entsprechend hoch ist derzeit der Bedarf an sicheren Arbeitsplattformen, zum Beispiel Hängegerüsten als Zugang zu Brückenkappen und zur Brückenuntersicht. Anwendungen, bei denen bislang zeitaufwendige, speziell angefertigte Sonderkonstruktionen aus Holz oder Gitterträgern mit dem Nachteil der geringeren Durchgangshöhe zum Einsatz kamen. Mit dem neuen, hochtragfähigen Aluminiumträger FlexBeam hat Layher für seine Kunden jetzt eine deutlich wirtschaftlichere und zugleich nutzerfreundlichere Systemlösung für stehende und hängende Flächengerüste entwickelt.

Das in verschiedenen Längen erhältliche Ergänzungsbauteil besitzt im Vergleich zum vielfach eingesetzten Stahlgitterträger 450 eine um ca. 40 % höhere Biegetragfähigkeit, was größere Stütz- und Abhängeraster erlaubt. Layher Systemböden lassen sich dank der U-förmigen Profiloberseite direkt einhängen und mittels einer einfach zu montierenden Abhubsicherung fixieren. In Verbindung mit den schraubenlosen Verbindungstechniken ist so eine deutlich schnellere Montage gewährleistet. Infoblätter mit Statik-Angaben erleichtern die Planung.

Vielseitig im Einsatz

FlexBeam ist leistungsfähig und gleichzeitig flexibel im Einsatz: Trotz höherer Tragfähigkeit ist der Aluminiumträger mit einer Bauhöhe von nur 280 mm rund 40 % niedriger als Stahlgitterträger 450. Die dadurch größere Durchgangs- bzw. Durchfahrtshöhe bei Hängegerüsten bietet erweiterte Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel im Straßenverkehr oder in Industrieanlagen. Für Hängegerüste gibt es dabei passende Zusatzbauteile wie einen Aufhängeschuh oder einen Trägeranschluss zum Andübeln am Bauwerk. Auch die Kombination mit Allround-Serienteilen ist problemlos möglich. Für den Weiterbau im Layher Systemmaß – zum Beispiel für den Seitenschutz – steht ein passender Stielanschluss zur Verfügung. Als Systembauteil ist der FlexBeam im Gegensatz zu Sonderkonstruktionen aus Holz zudem wiederholt und flexibel einsetzbar – eine effiziente Lösung.

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MC-Bauchemie: MC-Color Flex

Vollwertiger Betonschutz

MC-Color von MC Bauchemie

Anfang 2016 hat MC-Bauchemie mit MC-Color ein komplett neues, modulares Oberflächenbeschichtungsprogramm auf den Markt gebracht, das technische Leistungsmerkmale beim Schutz, der farblichen Gestaltung, dem Graffitischutz und der Rissüberbrückung von Betonoberflächen mit optimalen Verarbeitungseigenschaften verbindet. MC-Color wartet nun mit neuen Prüfnachweisen auf, die die
technischen Eigenschaften eindrucksvoll bestätigen.

Die Produktlinie MC-Color Flex vereint pigmentierte, sehr flexible, riss überbrückende Beschichtungen für einen Betonschutz freibewitterter Außenflächen. Ein unabhängiges Prüfinstitut hat nun die rissüberbrückenden Eigenschaften von MC-Color Flex vision, der Highend-Variante der Produktlinie MC-Color Flex, gemäß DIN EN 1062-7:2004-08 geprüft und mit der Rissüberbrückungsklasse B4.1 (bestimmt bei -20 °C) zertifiziert. Das ist einzigartig für pigmentierte Beschichtungen in diesem Bereich.

MC-Color Flex vision weist darüber hinaus eine geringe Schmutzannahme, einen integrierten Vergrünungsschutz sowie eine gute Kälteflexibilität vor. Es sorgt für einen absolut zuverlässigen Schutz und ein optimales Erscheinungsbild von freibewitterten Betonflächen. Die gebrauchsfertige Reinacrylat-Dispersion ist zudem wasserdampfdiffusionsoffen und karbonatisierungsbremsend, frost- und frosttausalzbeständig sowie farbstabil, da UV- und witterungsbeständig.

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Vergessene Maschinen

45 Tonnen im freien Fall

45 Tonnen im freien Fall

Nur für eine Aufgabe konstruierte und mit mehreren Tiefladern aufwendig zu transportierende, extrem spezialisierte Maschinen erbringen zwar Höchstleistungen, lassen sich aber kaum international vermarkten.

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Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.