Messe-Dossier

bauma 2019

bauma 2019 (angezeigt bis Montag, 20. Mai 2019 12:00:00)

Vom 8. bis zum 14. April 2019 öffnet die bauma in München zum 32. Mal ihre Tore. Eine Veranstaltung der Superlative, denn die zu erwartende Besucherzahl könnte locker eine Großstadt füllen – rund 600.000 Gäste aus über 200 Ländern werden in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Auf einem riesigen 605.000 m² großen Areal werden 3.400 Aussteller Neues und Bewährtes aus der Welt der Baumaschinen, Baugeräte, Baustelleneinrichtung und Nutzfahrzeuge präsentieren. In unserer Special informieren wir schon jetzt über Messeneuheiten und bewährte Produkte der Aussteller, die in München dem Fachpublikum gezeigt werden.

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Die bauma Hauptausgabe - jetzt schon online lesen!

bpz-Gewinnspiel

Ausgewählte Lösungen bewerten und STIHL-Produkte gewinnen!

bpz-Gewinnspiel (angezeigt bis Sonntag, 31. März 2019 23:59:00)
bpz-Gewinnspiel (angezeigt bis Sonntag, 31. März 2019 23:59:00)

Der Markt bietet zahlreiche Maschinen, Geräte, Baustoffe oder Lösungen für den Bau und ständig kommen weitere neue Produkte hinzu. Doch welche davon bieten Bauunternehmen tatsächlich einen hohen Praxisnutzen? Das wissen Sie als Hauptakteure aus der Praxis sicherlich am Besten. Im Rahmen des bpzPraxisAward haben wir in der bpz im Laufe des letzten Jahres neue Lösungen und Konzepte für die Branche vorgestellt und wollen nun wissen, welche Produkte aus der Sicht Ihres Unternehmens einen Mehrwert bieten könnten – ob aus wirtschaftlicher, arbeitstechnischer oder ergonomischer Sicht.

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zu den Award-Teilnehmern

MaGaZiN

Bundesregierung diskutiert Maßnahmen gegen Fachkräftemangel

Die Fachkräfte in der Baubranche sind heute gefragter denn je. Die Anzahl der Erwerbstätigen im Bauhauptgewerbe stieg auch im letzten Jahr kräftig an - auf insgesamt rund 832.000 Beschäftigte. Dennoch leidet auch die Bauwirtschaft unter einem Fachkräftemangel. Nach Berechnungen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (www.kofa.de) waren im Juni 2018 fast 70.000 offene Stellen für qualifizierte Fachkräfte in Bauberufen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet.

Zu diesen Themen tauschten sich die Vertreter der Bundesregierung bei einem Spitzentreffen am 13. März 2019 aus. Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer: „Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum ist die soziale Frage unserer Zeit. Deshalb will die Bundesregierung alles daran setzen, dass in dieser Legislaturperiode 1,5 Mio. neue Wohnungen entstehen. Dazu brauchen wir ausreichende Kapazitäten in der Bauwirtschaft und den planenden Berufen. Politik und Bauwirtschaft müssen dazu im ständigen Austausch bleiben.“

Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil: „Unser Anspruch muss sein, jeder Bürgerin und jedem Bürger bezahlbaren Wohnraum zu garantieren. Damit dies gelingt, müssen wir ausreichend Wohnraum schaffen. Umso mehr kommt es darauf an, alle Fachkräftepotenziale auszuschöpfen. Ohne Fachkräfte wird schließlich kein Haus gebaut. Unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Bundesregierung eine branchenübergreifende Fachkräftestrategie erarbeitet, im Dialog mit den Sozialpartnern, Ländern und der BA. Denn das Zukunftsthema Fachkräftesicherung ist entscheidend für Deutschlands Wachstum und Wohlstand und dafür, dass jeder Mensch ein erschwingliches Zuhause hat.“

Auf Einladung des BMI nahmen an dem Spitzengespräch neben dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auch Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden der Bauwirtschaft, der IG BAU sowie der Bundesarchitektenkammer und der Bundesingenieurkammer teil.

Die Gesprächspartner waren sich darüber einig, dass die Bauwirtschaft und die planenden Berufe beim Thema Fachkräfte gut aufgestellt sind. Um die große Nachfrage meistern zu können, haben die Unternehmen in den letzten Jahren erheblich in Personal investiert. Für 2019 geht die Bauwirtschaft von einer Ausweitung der Erwerbstätigen im Bauhauptgewerbe um weitere 2 Prozent auf rund 850.000 Beschäftigte aus. Dieser Beschäftigungsaufbau erfolgte im Wesentlichen durch den Zuzug ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - eine wichtige Säule der Fachkräftesicherung, die weiter gestärkt werden muss. Die Zahl der neuen Auszubildenden stieg im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent. Getragen wird diese positive Entwicklung auch durch den Investitionshochlauf für die Infrastruktur und das Maßnahmenpaket der Bundesregierung, das Investitionen im Wohnungsbau durch verbesserte Rahmenbedingungen fördert.

Dennoch macht der Arbeitskräftemangel auch vor der Bauwirtschaft keinen Halt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung eine branchenübergreifende Fachkräftestrategie beschlossen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Zusätzlich zur besseren Nutzung der inländischen Potenziale und des europäischen Bewerbermarkts brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte aus Drittstaaten. Deshalb haben wir ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz auf den Weg gebracht, von dem auch die Bauwirtschaft profitieren wird und das zwei Ziele verfolgt: die weitere Reduzierung der illegalen Migration sowie die Deckung des Arbeitskräftebedarfs der Wirtschaft.“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Es ist aber auch klar, dass rechtliche Änderungen alleine nicht ausreichen. Die Bundesregierung erarbeitet derzeit eine umfassende Strategie zur gezielten Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland. Dazu gehört nicht nur der Umbau von ‚Make-it-in-Germany‘ als Dachportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland, sondern auch eine gezielte Unterstützung insbesondere von KMU bei der Rekrutierung von ausländischen Fachkräften. Das hilft auch dem Handwerk und der Baubranche.“

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Baustelle des Monats: Das Historische Archiv der Stadt Köln

Wohltemperierter „Tresor“

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Modifizierte Doppelwände stellen beim neuen Kölner Archiv ideale Raumklimabedingungen sicher

Am 3. März 2009 stürzte der Gebäudekomplex des Kölner Stadtarchivs ein, wodurch 30 Regalkilometer Archivmaterialien schwer beschädigt wurden. Nach der Bergung der Bestände ist ihr Wiederaufbau nicht die einzige gigantische Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Auch der Neubau eines geeigneten Ersatzgebäudes ist eine große Aufgabe. Am Eifelwall errichtet die Stadt Köln seit 2017 Europas modernstes kommunales Archiv, in dem das Historische Archiv der Stadt Köln und das Rheinische Bildarchiv ihren neuen Platz finden. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, erhält das Gebäude – nach Baufertigstellung unsichtbare – technische Finessen.

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Fliegl: Stone Master-Sattelkipper

Curved Chassis für mehr Nachhaltigkeit und Stabilität

Geringes Leergewicht bedeutet mehr Nutzlast. Mehr beförderte Ladung pro Fahrt sorgt für effizienten Kraftstoffverbrauch. Mit den „Greenline“-Kippern von Fliegl werden Kosten minimiert und der Umweltschutz maximiert. (Bild: Fliegl Fahrzeugbau)

Mit seinem Sattelkipper Stone Master will Fliegl auf der bauma 2019 zeigen, wie die hohen Anforderungen an Fahrzeuge für das Baugewerbe formschön und nachhaltig in einem Kippauflieger realisiert werden können. Die konisch geformte Mulde des Stone Master aus Original Hardox HB 450 ist mit der schrägen Stirnwand optimal auf das „Curved“-Chassis abgestimmt. Diese Kombination ermöglicht eine hohe Stabilität und bedeutet gleichzeitig eine hervorragende Gewichtsbilanz. Darüber hinaus ist durch die konische Bauform ein geringerer Kippwinkel erforderlich, um eine optimale Entleerung des Ladeguts zu gewährleisten.

Die wannenförmige Mulde ist nur 1.450 mm hoch. Somit wird ein niedriger Schwerpunkt gewährleistet, die geringe Ladehöhe erleichtert die seitliche Beladung und die Oberkante der Mulde überragt nicht die Zugmaschine, was den Verbrauch deutlich minimiert. Das Fahrzeug wiegt trotz der umfangreichen Ausstattung und einem Volumen von rund 25 m³ nur ca. 5.500 kg und zählt damit zu den Leichtgewichten in diesem Segment.

Der Stone Master verfügt über viele innovative technische Details. So hat Fliegl als erster Hersteller das patentierte „Curved“-Chassis in die Serienfertigung übernommen. Mit allen bekannten Vorteilen, die der Stahlbau im Chassis bietet, ist das „Curved“-Chassis fast gewichtsgleich im Vergleich zu einem teuren und anfälligen Alu-Chassis. Durch die geringe Halshöhe von nur 180 mm verringert sich die Gesamthöhe des Aufbaus – der Ladungsschwerpunkt ist damit tiefer und sorgt so für mehr Fahrsicherheit und Kippstabilität.

Der Stone Master ist in erster Linie für den Baustellenbetrieb, im Abbruch und für die Beförderung von Geröll, Schotter und z.B. schweren Fluss-Steinen ausgelegt. Kurze Strecken, hochfrequente Kippzyklen bei extremer Beanspruchung werden vom „Curved“-Chassis gleichermaßen locker weggesteckt wie von der robusten Mulde aus Original Hardox HB 450.

Doch auch auf der Langstecke bringt der DHKS 390 seinem Nutzer Vorteile. Die Verbindung der „Curved“-Chassis-Form und der konisch geformten Mulde sowie der nach außen gewölbten Membran-Rückwand sorgen für einen hervorragenden cw-Wert und verringern so die Kraftstoffkosten. Hinzu kommt, dass die geringe Muldenhöhe von nur 1.450 mm nicht über die Kabine der Zugmaschine herausragt und so zusätzlicher Luftwiderstand verringert wird. Unternehmenseigene Messungen haben allein dadurch eine Verringerung des Verbrauchs von 8 % ergeben.

Eine weitere Innovation ist der automatisch klappbare Unterfahrschutz, der durch eine robuste Pneumatik automatisch beim Kippvorgang angehoben wird. Zusätzlich kann der Fertiger-taugliche Unterfahrschutz auch noch manuell angehoben werden. Die um 21° Grad geneigte Stirnwand erleichtert die Entladung auch von bindigen Gütern und sorgt für eine bessere Gewichtsverteilung. Die automatisch geschaltete Liftachse, zusätzlich aus der Zugmaschine schaltbar, kann auch als Anfahrhilfe eingesetzt werden. Durch das Liften erhöht sich der Satteldruck und die Zugmaschine findet auch bei schlüpfrigem Boden genug Grip.

Neben der robusten Technik ist auch der Faktor Umwelt und Nachhaltigkeit wichtig: die „Curved“-Chassis werden komplett in Triptis gefertigt – somit entfallen Transportwege. Fliegl legt bereits in der Konstruktion Wert auf Nachhaltigkeit. Viele weitere Punkte sprechen für das „Curved“-Chassis. Neben der hohen Stabilität ist das Aufsatteln deutlich einfacher, da der kritische Bereich besser einsehbar ist. Eine Achslasterkennung im Auflieger, gesteuert über das EBS, informiert den Fahrer im Fahrerhaus zuverlässig über das Ladungsgewicht. Bei dem im Aufbau verwendeten Stahl wird ausschließlich Original Hardox HB 450 eingesetzt. Dies bedeutet eine hervorragende Abriebfestigkeit auch bei abrasiven Ladungen und steht gleichzeitig für ein geringes Gewicht. Bei dem ausgestellten Sattelkipper sind die Wände und der Boden durchgehend 4 mm stark, im besonders beanspruchten letzten Drittel ist der Boden 5 mm dick. Außerdem wird im Bereich des Obergurtes das Hardox mit 4 mm Stahl unterfüttert. Dies ergibt einen wirksamen Schutz vor Beschädigungen beim Ladevorgang.

Die für Fliegl-Trailer typische Membran-Rückwand ist als Pendelklappe ausgeführt und wird mit zwei außen liegenden Haken verriegelt. Falls erforderlich, sorgen zwei zusätzliche Klemmschrauben mit Knebelverschlüssen für eine perfekte Abdichtung der Heckklappe. Auch bei den Sattelkippern werden die Achsen per Laser eingemessen. Dies vermindert den Verschleiß und minimiert die Kraftstoffkosten.

Der auf der bauma gezeigte Sattelkipper ist mit vielen Optionen ausgerüstet, die im täglichen Einsatz einen hohen Nutzwert haben und dem Fahrer das Arbeiten erleichtern. Dazu zählen eine Voll-LED-Beleuchtung und zusätzliche Rückfahrscheinwerfer in LED. Der automatische Achslift mit Anfahrhilfe ist gleichermaßen hilfreich wie die automatische Absenkung beim Kippvorgang. Das elektrische Schiebeverdeck kann am Auflieger und mit einer Fernbedienung betätigt werden. Schaufel- und Besenhalter sind griffgünstig montiert, gleichermaßen wie seitlich montierte Aufstiegsleiter.

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Trend

Altreifen: Von der Straße in den Asphalt

Reifen für den Asphalt

Alle Jahre wieder müssen die alten, abgefahrenen Pneus durch neue ersetzt werden, um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe einzuhalten. Das lässt einen riesigen Gummiberg anwachsen: Pro Jahr fallen allein in Deutschland etwa 570.000 t Altreifen an, europaweit sind es über 3,5 Mio. t. Doch eine stoffliche Verwertung gibt den Reifen eine zweite Chance. Ein gutes Beispiel dafür ist die Verwendung des Reifengummis als Zusatz für den Straßenasphalt. Zu Granulat geschreddert kann das Gummi zur Modifizierung von Bitumen eingesetzt werden.

Die Autobesitzer kennen das Problem: alle Jahre wieder müssen die alten, abgefahrenen Pneus durch neue ersetzt werden, um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe einzuhalten. Das lässt einen riesigen Gummiberg anwachsen: Pro Jahr fallen allein in Deutschland etwa 570.000 t Altreifen an, europaweit sind es über 3,5 Mio. t. Weil die Altreifen nicht verrotten, sind sie eine Gefahr für die Umwelt und dürfen daher seit 2006 nicht mehr deponiert werden. Doch was tun mit dem schwarzen Rund?

Weil die Wiederaufbereitung zu runderneuerten Reifen auf immer weniger Nachfrage stößt, ist die Verbrennung der alten Schlappen in Mode gekommen. Die energetische Verwertung ist nicht uninteressant, denn der hohe Wärmewert macht die Pneus zu einem Alternativbrennstoff für Industrien mit energieintensiven Prozessen. Die Altreifen enthalten bis zu 50 % mehr Energie als Kohle und sind zudem billig zu haben. Trotzdem ist der in den Altreifen enthaltene Rohstoff viel zu schade zum simplen Abfackeln.

Auch die stoffliche Verwertung gibt den Reifen eine zweite Chance. Ein gutes Beispiel dafür ist die Verwendung des Reifengummis als Zusatz für den Straßenasphalt. Zu Granulat geschreddert kann das Gummi zur Modifizierung von Bitumen eingesetzt werden. In den USA nutzt man gummihaltige Asphaltmischungen bereits seit vielen Jahrzehnten – mit Erfolg. Langzeitstudien haben dort eine deutliche Verbesserung der Langlebigkeit bewiesen. Ein Ansatz, bei dem die öffentliche Hand hellhörig werden sollte – fordert sie doch unentwegt hohe Qualität und Robustheit der Straßen. Könnten durch Bitumen-Gummigemisch Risse und Spurrinnen vermieden werden, dann ginge es um die Einsparung von Instandhaltungskosten. Dem Ziel des kostengünstigen Straßenbaus würde die Republik einen Schritt näher kommen.

Doch die „gummierten“ Straßenbeläge können noch mehr: So lassen sich dadurch auch Abrollgeräusche um bis zu 5 dB reduzieren. Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass bereits ein Rückgang des Lärms um 3 dB wie eine Halbierung des Verkehrsaufkommens empfunden wird. Einer der Anbieter, der diese Technologie im Straßenbau vorantreibt, ist Evonik. Mit dem Prozessadditiv VESTENAMER ermöglicht das Spezialchemieunternehmen, Gummimehl aus Altreifen zu einem gummihaltigen Asphalt zu verarbeiten. Der wiedergewonnene Werkstoff wird Straßenbaubitumen oder Straßenbauasphalten beigemischt, um die Dauerhaftigkeit von Straßenbelägen zu verlängern. Auch die Ökobilanz der Technologie stimmt: Laut einer Studie des Prüfinstituts ifeu aus Heidelberg werden bei der Wiederverwertung pro Tonne eingesetztem Gummimehl rund 2,7 t  Kohlendioxid eingespart, die sonst bei der Verbrennung entstehen würden.

Im Rahmen einer Versuchsstrecke in Paderborn wurde in 2012 auf der Detmolder Straße der Straßenbelag erneuert. Die Erstellung der neuen Mischgutrezeptur erfolgte unter Verwendung von Gummimehl und VESTENAMER. Je 100 m Fahrbahn wurden so 80 Altreifen zu einer elastomermodifizierten Straßendecke verarbeitet. Im Frühjahr 2013 wurden gummimodifizierte Bitumen und Asphaltarten durch die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen in das deutsche Regelwerk für Straßenbau aufgenommen.

Autor: Paul Deder

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Kamat: Höchstdruckpumpe KAMJET

Leistungsstark auch im unwegsamen Gelände

Der neue KAMJET lässt sich vielseitig für Hochdruckreinigungs-Aufgaben auch an schlecht zugänglichen Einsatzorten nutzen. (Bild: Kamat)

Kamat präsentiert auf der bauma 2019 eine neue Version des KAMJET. Die mobile Höchstdruckpumpe stellt auch in unwegsamem Gelände, z.B. auf Baustellen oder in Bereichen ohne Stromversorgung, Pumpendrücke bis 3.500 bar oder Volumenströme bis 138 l/min bereit. Sie ist leistungsstark und kompakt. Kernkomponente des Aggregats ist eine Höchstdruckplungerpumpe vom Typ K 10016 A-3G aus dem Kamat-Programm mit stufenlos regulierbarem Arbeitsdruck. Sie erzeugt im Standard einen maximalen Druck von 2.800 bar bei einem Volumenstrom von 27 l/min. Alternativ sind auch geringere Drücke mit höherem Volumenstrom möglich, zum Beispiel 138 l/min bei 510 bar. Ausgerüstet mit einem Wechselsatz für den höchsten Druckbereich ergeben sich 3.500bar bei 15l/min.

Die Pumpe ist auf einem Doppelachs-Fahrgestell mit Zugdeichsel montiert. Angetrieben wird sie von einem Volvo Penta-Dieselmotor mit 5,1 l Hubraum und 160 kW Leistung, dessen Leistungscharakteristik auf den Betrieb von Höchstdruckpumpen abgestimmt ist. Beim Start der Pumpe kommt eine elektrische Vorfüllpumpe mit Wassertank zum Einsatz. Alle Komponenten des KAMJET sind in einem stabilen Rahmen untergebracht, der den Krantransport über vier Ösen erlaubt. Die Steuerung erfolgt über eine vollautomatische Steuereinheit, die das Auswählen u.a. von Druckbereichen und Drehzahlen erlaubt. Für das Ein- und Ausschalten der Pumpe kann der Bediener auch die mitgelieferte Fernbedienung nutzen.

Mit diesem Eigenschaftsprofil eignet sich der neue KAMJET für anspruchsvolle Anwendungsfälle der Reinigung mit Höchstdruck wie etwa Betonsanierung, Untergrundvorbereitung und Entlackung. Eine breite Auswahl an HD-Wasserwerkzeugen (Düsenköpfe, Lanzen, Flächen- und Wandreiniger, u.a.) erlaubt die optimale Anpassung der Anlage an die individuelle Aufgabenstellung. Die neueste Version ist sogar nochmals flexibler einsetzbar, weil die Komponenten auf verringertem Bauraum untergebracht sind. So schafft z.B. die im Vergleich zum Vorgänger-KAMJET geringere Bauhöhe die Voraussetzung für die Durchfahrt von niedrigen Unterführungen und das Einfahren in Tiefgaragen.

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quick-mix: Wärmedämm-Verbundsystem System Natura

Ökologische Holzfaserdämmung für Massivhäuser

Das neue Wärmedämm-Verbundsystem Natura Wall mit Holzfaser-Dämmung ist eine ökologische Alternative zu Hartschaum-Dämmplatten. (Bild: quick-mix)

Mit dem neuen System Natura hat die quick-mix Gruppe (Osnabrück) erstmals ein Wärmedämm-Verbundsystem mit Holzfaserdämmung für Massivhäuser im Programm. Die Neuheit verfügt über eine niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,039 Wm/K und ein besonders handliches Format der Dämmplatten von 400 x 800 mm. Neben der klassischen Variante gibt es das System auch als System Natura HYDROCON. Hier werden die Holzfaserplatten des Systempartners Steico in das biozidfreie Fassadensystem HYDROCON von quick-mix integriert, das Fassaden vor Algen- und Pilzbefall schützt.

Quick-mix komplettiert mit System Natura sein WDV-Sortiment und bietet dort neben Dämmplatten aus Mineralwolle, EPS und Polyurethan-Hartschaum nun erstmals auch Holzfaserdämmung an. Darüber hinaus erweitert quick-mix damit auch ihr Programm an ökologischen Baustoffen. Das neue System eignet sich sehr gut für die Dämmung von massiven Baukörpern aus Ziegeln oder auch Kalksandstein. Das System ist nicht nur im Neubau, sondern vor allem auch in der Sanierung interessant. Es ist eine ökologische Alternative zu konventionellen Dämmplatten aus Hartschaum.

Zentraler Bestandteil von System Natura ist die Holzfaser-Dämmplatten vom Typ Protect L dry von Steico, die in Dämmstoffdicken von 100 bis 200 mm erhältlich sind. Um den Fachhandwerkern wie Stuckateuren oder Malern die Handhabung auf der Baustelle zu erleichtern, bietet quick-mix die im Trockenverfahren hergestellten Dämmplatten nicht im herkömmlichen Raster von 400 x 1.200 mm an, sondern im handlicheren Format von 400 x 800 mm. Die Dämmplatten können im System Natura mit den klassischen mineralischen Edelputzen der Marken quick-mix und Schwenk Putztechnik belegt werden wie zum Beispiel Schwenk Variostar, dem Scheibenputz oder auch dem Münchner Rauputz.

Die Holzfaser-Dämmplatten sind nicht nur besonders stabil, sie unterstützen zudem auf natürliche Weise den Schutz vor Algen und Moosen. Die vergleichsweise hohe Rohdichte sorgt für eine höhere Wärmespeicherfähigkeit. Die Holzfaserplatten nehmen also die Tageswärme auf und kühlen nachts nur langsam aus. Auf dieses Weise wird die Kondensation von Luftfeuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche deutlich reduziert, denn die Oberfläche bleibt im Vergleich zu konventionellen WDV-Systemen deutlich trockener. Insofern wirkt System Natura bereits im klassischen Systemaufbau effektiv dem Algen- und Pilzbefall entgegen.

Zusätzlich verstärkt wird dieser hemmende Effekt beim System Natura HYDROCON. Hier werden die Dämmplatten mit dem HYDROCON-Putz- und Farbsystem von quick-mix kombiniert. Dieses besteht ebenfalls aus rein mineralischen Edelputzen und der IR-aktiven Silikat-Fassadenfarbe HC 425. HYDROCON gilt als besonders effektives Schutzschild für hochwärmegedämmte Fassaden, das System schützt biozidfrei vor Algen- und Pilzbefall. Im Gegensatz zu Fassadensystemen, in denen Biozide eingesetzt werden, wirkt HYDROCON nicht toxisch-chemisch, sondern rein physikalisch. Es setzt dabei auf die Kombination aus kontrolliertem Feuchtemanagement im Putzsystem (HydroControl-Effekt) und einer schnelleren Rücktrocknung an der Fassadenoberfläche, die durch eine Steigerung der Oberflächentemperatur um bis zu zehn Grad Celsius bei Sonneneinstrahlung erzielt wird (HydroDry-Effekt). Sowohl das HYDROCON-System als auch die Protect L dry Dämmplatte verfügen über das Baubiologie-Prüfsiegel des Instituts für Baubiologie Rosenheim.

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Vergessene Maschinen

Vorreiter der Vielseitigkeit

Vorreiter der Vielseitigkeit

Der englische Skiploader, ein abgewandelter Kleindumper, rollte dem heutigen Trend zu handlichen und wendigen Multifunktionsmaschinen um ein paar Jahrzehnte voraus.

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Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.