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Spezial-Anbaufräse sorgt für Rekordtempo beim Öffnen der Kabelgräben für den Breitbandausbau

Mit Vollgas zur Datenautobahn

Kemroc Spezialmaschinen GmbH

Anschrift:
Jeremiasstr. 4
36433 Leimbach
Deutschland

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+49 3695 850 2550

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Die Firma Bautechnik Schödl aus Grimma beteiligt sich daran, den Breitbandausbau im sächsischen Schneeberg voranzutreiben. Insgesamt 26 km Leerrohre werden in einem ersten Bauabschnitt verlegt, um die Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen. Mit einem Schneidrad SMW 80 von Kemroc am firmeneigenen 16-t-Mobilbagger kommt das Bauunternehmen beim Öffnen der Kabelkanäle auf hohe Geschwindigkeit.

Bereits seit April 2021 arbeitet man in der sächsischen Bergstadt am Projekt Breitbandausbau. Seit mehr als drei Jahren setzte sich die Kommune für eine öffentliche Förderung des flächendeckenden Glasfaserausbaus in den unterversorgten Bereichen des Gemeindegebietes ein. Nach dem „Go“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erhielt das IT-Unternehmen Web + Phone GmbH aus Grimma den Zuschlag, den Breitbandausbau in Schneeberg technisch umzusetzen.

Unterschiedliche Materialien zu „knacken“

Im Auftrag des auf Cloud-Service, IT-Dienstleistungen und Breitbandausbau spezialisierten Unternehmens Web + Phone arbeitet das Tiefbauunternehmen Bautechnik Schödl GmbH aus Grimma daran, im Stadtgebiet von Schneeberg die rund 5 cm dicken Kunststoff-Leerrohre für die Glasfaserkabel zu verlegen. Dabei bewegt sich der Einsatztrupp von Bautechnik Schödl teils durch offenes Gelände, teils durch die Asphaltbeläge der Straßen sowie durch Beton und Fels. Die Tiefbauprofis erstellen auch auf den einzelnen Grundstücken die Hausanschlüsse bis in die Keller und besorgen die fachgerechte Abdichtung der Gebäudehülle. Anschließend bestücken Spezialisten von Web + Phone diese Leerrohre, indem sie Glasfaserkabel per Druckluft hindurchschießen, installieren die Router in den Häusern und los geht’s mit dem schnellen Internet.

Rund 100 Haushalte werden im Zuge des öffentlich geförderten Breitbandprojekts in Schneeberg an das Glasfasernetz angeschlossen, mehrere Hundert weitere Hausanschlüsse erstellt Web + Phone aus eigenen Mitteln. Die Einsatzkräfte rund um Enrico Schödl, Bauleiter und Juniorchef von Bautechnik Schödl, verwenden beim Öffnen der Kabelgräben für die Leerrohre ein Kemroc-Schneidrad am firmeneigenen 16-t-Mobilbagger. Vor dem eigentlichen Baubeginn hatte sein Vater Steffen Schödl sich Gedanken zur bestmöglichen Vorgehensweise gemacht und den Hersteller Kemroc um einen Probeeinsatz eines Schneidrades gebeten. Nach guten Testergebnissen brachte der Serviceleiter Marco Schön von Kemroc ein Schneidrad des Typs SMW 80 zum Einsatzort, installierte es am Mobilbagger und stellte dessen Hydraulik auf die Leistungswerte des Spezialschneidrades ein.

Die Spezialschneidräder der Serie SMW von Kemroc wurden für das Öffnen von Schlitzen und schmalen Gräben in weichen und mittelharten Gesteinen entwickelt. In drei Größen für Bagger von 10 bis 40 t Einsatzgewicht verfügbar, können die Maschinen schmale Schlitze und Gräben – insbesondere Kabelgräben – bis 1.000 mm Frästiefe herstellen. Im konkreten Einsatz wird das Schneidrad zunächst beim Anschneiden vorsichtig ins Gestein gedrückt, bis die Gleitkufe fest auf dem Boden steht. Danach wird das Anbauwerkzeug mit dem Baggerarm in Richtung Bagger gezogen oder der Bagger rückwärts gefahren. Das entstehende Fräsgut wird aus dem Auswurfgehäuse ausgetragen und neben dem Graben abgelegt.

Auf diese Weise arbeitet sich seit April 2021 ein Sechs-Mann-Trupp von Bautechnik Schödl zügig voran. Der Baggerfahrer und ein Begleitmann öffnen die Kabelkanäle und sorgen für Sicherheit auf der Baustelle, zwei Einsatzkräfte verlegen das Leerrohr und zwei weitere Tiefbauprofis besorgen am Schluss das Absanden, Verfüllen und Verdichten. „Im Vergleich mit einem ebenfalls am Schneeberger Glasfaserprojekt beteiligten Unternehmen, das einen Traktor mit Heckanbaufräse verwendet, zeigt sich unsere Bagger-Fräsen-Kombination wesentlich beweglicher“, sagt Schödl. „Wir können unsere Anbaufräse an ihrem endlos drehenden, beliebig justierbaren Rotator in jedem gewünschten Winkel am Boden ansetzen, ohne dass der Bagger versetzt werden muss.“

Mit bis zu 100 m/h unterwegs

Je nach Art und Beschaffenheit des Untergrundes erzielen die Tiefbauprofis beachtliche Fräsleistungen. Sie reichen von 30 m/h in Asphaltbelägen von üblicher Stärke über 80 m/h in Frostschutzschichten bis zu 100 m/h in offenem Mutterboden. Schödl betrachtet auch den wirtschaftlichen Aspekt der Massenbewegung. So entsteht etwa beim Öffnen des rund 13 bis 15 cm breiten Grabens im Asphalt ein fein gemahlenes, homogenes Fräsgut, das nach dem Absanden des eingelegten Leerrohrs zum Verfüllen des geöffneten Grabens verwendet werden kann. Entsprechend geringer fallen die Kosten für Abtransport und Verfüllmaterial aus.

Insgesamt 26 km Glasfasertrasse zuzüglich der Hausanschlüsse werden beim öffentlich geförderten Netzausbau von Schneeberg verlegt. Allein im Zeitraum von April bis September 2021 haben die Spezialisten von Bautechnik Schödl bereits rund 10 km Glasfaser-Leerrohr verlegt. Martin Flechsig, Geschäftsführer bei Web + Phone: „Beim Glasfaserausbau kommt je nach den örtlichen Bedingungen ein Geräte- und Verfahrensmix aus Spülbohren, Grabenfräsen, Erdraketen und Felsbohranlagen zum Einsatz. Hier im Erzgebirge und insbesondere auf längeren Strecken im unversiegelten Boden mit hohem Felsanteil können Grabenfräsen wie die von Kemroc ihre spezifischen Vorteile ausspielen.“

bpz meint: Schnelles Internet ist die Lebensader der Digitalisierung, zudem sind Hochleistungsnetze wesentliches Fundament für wirtschaftliches Wachstum. Daher investieren Kabel-und Telekommunikationsunternehmen, vom Staat gefördert, kräftig in den Breitbandausbau. Für die ausführenden Betriebe, die sich lukrative Aufträge in diesem Bereich sichern wollen, gilt es, technisch vorbereitet zu sein. Bei diesem Projekt hat sich ein Schneidrad als Bagger-Anbaugerät als eine effiziente Lösung für die Öffnung der Kabelkanäle erwiesen.

Weitere Produkte des Herstellers Kemroc Spezialmaschinen GmbH:

Kemroc: SCHÖKEM-Verfahren für den Spezialtiefbau
Den Boden durchmischen und durch Zugabe einer Bindemittel-Suspension stabilisieren – beim neuartigen SCHÖKEM-Verfahren entstehen Erdbetonkörper ganz ohne Bodenaustausch. (Bild: Kemroc)
Erdbeton schnell und ohne Bodenaushub
Grabenfräsen von Kemroc sind die Grundlage für das neuartige, gemeinsam mit Schönberger Bau entwickelte SCHÖKEM-Verfahren zur Herstellung von Erdbeton. Dabei dringt eine am Standard-Hydraulikbagger montierte Stabilisierungsmaschine in den Boden und durchmischt ihn durch Injektoren mit einer Bindemittel-Suspension – ganz ohne Bodenaushub und Verfüllung. Dadurch entsteht nach wenigen Tagen Abbindezeit ein standsicherer, wasserdichter Erdbetonkörper. Bei Eignungsprüfungen und in ersten Feldeinsätzen wurden durch das Geotechnische Ingenieurbüro Dipl.-Ing. A. Pampel GmbH (GCE) aus Leipzig die Homogenität, Festigkeit und Dichtigkeit der Erdbetonkörper nachgewiesen. Sie erreichen – je nach Bodenart und Bindemittelanteil – rund 3 bis 4 MPa Druckfestigkeit.

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Weltweit erstes akkubetriebenes Modell
Das LB 16 unplugged ist weltweit das erste Großdrehbohrgerät, das mit Akku betrieben wird. In der elektrohydraulischen Ausführung präsentiert Liebherr das Spezialtiefbaugerät mit alternativem Antriebskonzept. Damit strebt Liebherr die bestmögliche Kombination von Kundennutzen, Umweltverträglichkeit und Effizienz an und erschließt durch den emissionsfreien Betrieb neue Einsatzmöglichkeiten. Das LB 16 unplugged kann durch den Akku auch kabellos eingesetzt werden, also: unplugged. Dabei hat es keine Einschränkungen in Leistung und Anwendung gegenüber der konventionellen Ausführung. Genau wie beim herkömmlichen Gerät mit Dieselmotor können damit maximal Bohrdurchmesser von 1.500 mm und Bohrtiefen bis 34,5 m umgesetzt werden. Sein Einsatzgewicht beträgt 55 t.
Liebherr: Bohrgerät LB 45
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10 % mehr Leistung bei höherer Flexibilität
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Der Seilbagger BAUER MC 96 ist jetzt auch mit einer elektrisch angetriebenen Fräseinheit für den Einsatz im städtischen Umfeld verfügbar. (Bild: Bauer AG)
Jetzt auch mit Elektroantrieb
Im städtischen Umfeld bestehen bereits strikte Regulierungen in Bezug auf Abgas- und Lärmemissionen sowie erschütterungsfreies Arbeiten, die durch die ausführenden Firmen zu beachten sind. Im größeren Rahmen wird der ökologische Fußabdruck der Baustellen zu einem wichtigen, auch unmittelbar betriebswirtschaftlich relevanten Faktor. Vor diesem Hintergrund hat der Baumaschinenhersteller Bauer jetzt erstmals eine elektrisch angetriebene Fräseinheit auf Basis eines Seilbaggers BAUER MC 96 vorgestellt. Der 500 kW starke Elektroantrieb hat im Vergleich zum Dieselantrieb viele Vorteile, die insbesondere in relativ stationären Spezialtiefbauverfahren, wie dem Fräsen, gut umzusetzen sind. Gerade hier sorgt der Elektroantrieb für besonders interessante Einspareffekte bei hoher Effizienz und niedrigen Emissionen.