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Innenputzarbeiten an Deutschlands erstem 3D-Druck-Wohnhaus

Von wellenförmig zu glatt

Sievert SE

Anschrift:
Mühleneschweg 6
49090 Osnabrück
Deutschland

Kontakt:

0541 601 00

0541 601 200

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Das von Mense-Korte Ingenieure + Architekten geplante Einfamilienhaus im münsterländischen Beckum ist das erste Wohnhaus in Deutschland, das in neuer 3D-Drucktechnik entstand. Ein zukunftsweisendes Projekt, weil beim Rohbau im Vergleich zur traditionellen Bauart der Personaleinsatz geringer ist und auch die Erstellung der Wände deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt. Nachdem das 160 m2 große, zweigeschossige Einfamilienhaus von Peri „gedruckt“ wurde, ging es an den Innenausbau.

Bei Innenputzarbeiten fiel die Wahl auf Stuckateurmeister Alexander Reining aus Ahlen in Westfalen, einen ausgewiesenen Spezialisten für sämtliche Innen- und Außenputzarbeiten. „Bei so einem Vorzeigeprojekt muss man sich voll auf seine Partner verlassen können und da war Herr Reining für uns klar die erste Wahl“, erklärt Architekt Waldemar Korte. Reinings Expertise ist es zu verdanken, dass die Innenwände im zweigeschossigen Wohnhaus mit einem Kalk-Leichtputz verputzt wurden, um die Vorgaben des Architekten zu erfüllen. „Vor allem in den Bädern war es uns wichtig, einen Kalkputz anzuwenden, der diffusionsoffen ist und daher auch feuchtigkeitsregulierend wirkt“, so Korte. Unter diesen Voraussetzungen entschied sich Reining für den KIP-it. fein von Akurit, der Premiummarke für Putz- und Dämmsysteme von Sievert. „Mit der Kalkinnenputzlinie von Akurit habe ich beste Erfahrungen gemacht und auch bei diesem Projekt hat der KIP-it. wieder geliefert“, so Reining. 

In kürzester Zeit ausgeführt

Beim 3D-Haus in Beckum wurde der Kalkputz so eingestellt, dass er innerhalb von zwei Stunden abbindet. „So konnten wir am gleichen Tag noch filzen und haben den Auftrag besonders effizient ausführen können“, erklärt Reining. Gespritzt hat er mit einer Ritmo von PFT. Besondere Herausforderung war dabei, zunächst die Wellenform des gedruckten Betonuntergrundes auszugleichen. Im zweiten Putzauftrag, der frisch in frisch erfolgte, wurde dann die Oberputzschicht finalisiert. Die Schichtdicke der Putzschicht beträgt 2 bis 3 cm. Wie von Akurit empfohlen, behandelte Reining den Betonuntergrund vor dem ersten Putzauftrag mit der Haftbrücke MH grau von Akurit vor.

Vom Ergebnis ist Reining begeistert: „Ich habe mich bewusst für die Fein-Variante des KIP-it. entschieden, denn mit der Körnung von 0 bis 0,8 mm lässt sich wirklich eine schöne, glatte Oberfläche gestalten. Egal, ob beim Spritzen oder später beim Filzen: Der KIP-it. fein lässt sich wunderbar verarbeiten und er garantiert eine tolle Optik. Und genau das erwarten ja die Bauherren von uns Fachunternehmen.“ Das Gleiche gilt für die Handwerker der nachfolgenden Gewerke, wie in diesem Fall den Fliesenleger. Der bekommt von Reining ideal vorbereitete, ungefilzte Flächen.

Pilotprojekt für alle Bauakteure

In Beckum stehen die KIP-it.-Flächen unter besonderer Beobachtung, denn in den Wohnräumen durchbrechen sie bewusst die dort vorherrschende 3D-Optik. „Bis zum 1. Dezember 2022 werden wir unser 3D-Haus als Musterhaus verwenden, um möglichst vielen Menschen diese völlig neue Art des Wohnungsbaus vorstellen zu können. Dazu zählt natürlich auch, dass man innen den Übergang von der wellenförmig gedruckten Wand zur herkömmlich verputzten Wand sieht. Da sehen Architekten und Planer, aber auch künftige Bauherren, wie es ausgeführt wurde und was überhaupt machbar ist“, erklärt Bauherr und Architekt Korte.

Für die Sievert SE ist das 3D-Haus in Beckum eine besondere Referenz. „Toll, dass wir mit der Kalkinnenputzlinie von unserer Premiummarke Akurit einen wichtigen Beitrag leisten können. Wir haben da natürlich vor allem die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner im Blick, für die ein gesundes Raumklima enorm wichtig sein wird“, erklärt Martin Sassning, Produktmanager für Putzsysteme bei Sievert. Planungsund Projektmanager Andres Gomez wird sich vor allem über das Lob von Stuckateur Alexander Reining freuen. Denn der Stuckateurmeister bescheinigt seinem Ansprechpartner eine „durch und durch erstklassige Betreuung. Es hat wirklich alles wie am Schnürchen geklappt.“

Das Haus aus dem Drucker

„Gedruckt“ hat das Haus der Schalungshersteller Peri, wobei das spezielle Material i.tech 3D von HeidelbergCement entwickelt wurde. Die Drucktechnologie stammt vom dänischen Hersteller Cobod, an dem Peri beteiligt ist. Beim Portaldrucker BOD2 bewegt sich der Druckkopf über drei Achsen auf einem fest installierten Metallrahmen. Der Drucker kann sich so in seinem Rahmen an jede Position innerhalb der Konstruktion bewegen und muss nur einmal kalibriert werden.

Die Konstruktion des Hauses besteht aus dreischaligen Wänden, die mit Isoliermasse verfüllt wurden. Während des Druckvorganges berücksichtigt der Drucker bereits die später zu verlegenden Leitungen und Anschlüsse. Bedient wird der Drucker von zwei Personen. Trotzdem überzeugt das Verfahren beim Baufortschritt: Für 1 m2 doppelschalige Wand benötigt der BOD2 rund 5 Minuten.

bpz meint: Am Computer entworfen und dann per Roboter dreidimensional „gedruckt“ – gehört der 3D-Betondrucktechnologie die Zukunft? Die Vorteile sprechen für sich. Fest steht: Auch wenn der Rohbau „aus der Tube“ kommt, ist bei allen anderen nachfolgenden Gewerken Handarbeit angesagt. Dass die ungewöhnlichen, welligen Wände für den traditionellen Ausbau kein Problem darstellen, wurde auf der Baustelle in Beckum deutlich gemacht.

Weitere Produkte des Herstellers Sievert SE :

Sievert: Bauwerksabdichtung hahne Prolastic 55Z
Prolastic 55Z eignet sich beispielsweise als Bauwerksabdichtung im Bereich von Fensteranschlüssen gemäß FPD-Richtlinie. (Bild: Sievert SE)
Schützt Bausubstanz vor Feuchteschäden
Um die Substanz des Gebäudes langfristig zu wahren und zu erhalten, ist ein Schutz vor Wassereinträgen in die Baukonstruktion erforderlich. Dafür hat Sievert SE die zwei-komponentige Hybridabdichtung Prolastic 55Z von hahne, der Bauchemie-Marke des Unternehmens, im Angebot. Sie eignet sich sowohl für die nachträgliche Sanierung als auch für die Anwendung bei Neubauten.
Sievert: Tubag-Mörtel EasyBettung reaktiv zur Plattenverlegung
EasyBettung reaktiv kann aus dem Sack auf die Tragschicht aufgebracht werden und wird kurz mit einem Wasser-Sprühnebel aktiviert. (Bild: Tubag)
Kein Anmischen mehr nötig
Sievert hat jetzt seine Innovation Tubag EasyBettung reaktiv präsentiert, den ersten drainfähigen Bettungsmörtel überhaupt, der direkt out of the box auf die Tragschicht aufgebracht werden kann und nicht angemischt werden muss. Möglich macht dies die neue EasyLay-Technologie (ELT) der Sievert-Marke Tubag, die auf einer neuen Mörtel- und Bindemittelrezeptur basiert. Der innovative Fertigmörtel von Tubag ist zum Patent angemeldet.

Weitere Produkte aus der Kategorie Beton / Betonsanierung:

Fischer: FIS V Plus Universalmörtel
Mit dem FIS V Plus und dem großen Spektrum an zugelassenen System-Komponenten können Planer und Handwerker mit einem einzigen Produkt nahezu alle gängigen Befestigungsvorhaben im Projektgeschäft bemessen und durchführen.(Bild: Fischer)
Über Generationen hinweg sicher
Mit dem FIS V Plus bringt Fischer den ersten universell anwendbaren Injektionsmörtel mit einer bewerteten (ETA) Lebensdauer von 100 Jahren in Beton auf den Markt. Neben der Langlebigkeit erhöht sich die Verbundfestigkeit in Beton bei der neuen Generation an Fischer Universalmörteln um bis zu 45 %. Zudem erweitert sich der Anwendungsbereich: Ob Stahlkonstruktionen, Konsolen, Fassaden, Rettungsleitern oder Kabeltrassen – mit dem FIS V Plus können Planer und Handwerker mit einem Produkt zahlreiche Befestigungsaufgaben bemessen und durchführen. Die Einsatzmöglichkeiten des Universalmörtels umfassen Befestigungen in Beton und allen gängigen Mauerwerksarten.
Peri: 3D-Betondruck
Schicht für Schicht hat der 3D-Drucker Cobod BOD2 die Wände bei der Aufstockung eines Wohnhaus in Lindau ausgedruckt. (Bild: Peri)
Weltweit erste Wohnhausaufstockung im 3D-Druck
Der Schalungs- und Gerüstsystemhersteller Peri hat in Lindau eine Wohnhausaufstockung mit Hilfe eines 3D-Druckers realisiert – nach Unternehmensangaben das weltweit erste derartige Projekt. Zunächst wurde das alte Dach abgebaut und eine neue Betondecke auf die bestehende Bausubstanz aufgesetzt, auf die dann das neue Stockwerk gedruckt werden konnte. Das neue Stockwerk hat eine Grundfläche von 120 m2 und eine Höhe von 3,70 m.
KLB: Leichtbeton-Schalungssteine
Wände aus KLB-Schalungssteinen zeichnen sich durch hohe Tragfähigkeit und sehr gutem Schallschutz aus. (Bild: KLB Klimaleichtblock)
„Lego-Mauerwerk“ für vielfältige Anwendungen
Die Leichtbeton-Schalungssteine von KLB Klimaleichtblock lassen sich ohne Mörtelfuge trocken versetzen und sind daher besonders einfach zu verarbeiten. KLB bezeichnet Wände aus diesem Baustoff daher auch als „Lego-Mauerwerk“. Von der Stützmauer bis zum Mehrfamilienhaus lassen sich damit vielfältige Bauprojekte realisieren. Nicht nur Heimwerkern ist es damit möglich unter Anleitung Eigenleistung zu erbringen. Auch Experten können von den geringeren Kosten für die Baustelleinrichtung – beispielweise in Bezug auf Transport und Montage – profitieren.
MC-Bauchemie: Vergussbeton Emcekrete 50 A
Instandsetzung einer Ablaufrinne in einer Tiefgarage mit Emcekrete 50 A. (Bild: MC-Bauchemie)
Für größere Schichtdicken bis 320 mm
MC-Bauchemie hat seine Emcekrete Produktlinie, die Vergussbetone und Vergussmörtel für den kraftschlüssigen Verguss im Betonbau umfasst, um ein neues Produkt erweitert: Mit Emcekrete 50 A steht Anwendern nun auch ein langsam erhärtender Vergussbeton zur Verfügung, der sowohl zum Verguss von größeren Volumen bis 320 mm Schichtdicke als auch als Instandsetzungsbeton gemäß RL-SIB eingesetzt werden kann.
Max Frank: Aufkantung aus Faserbeton
Schalung einer Betonplatte mit Aufkantungen aus Faserbeton (Bild: Max Frank)
Verlorene Schalung für Betonfertigteile
Die Aufkantung aus Faserbeton erzeugt als verlorene Schalung einen hochwertigen Abschluss bei der Vorfertigung von Betonbauteilen im Fertigteilwerk. Eingesetzt in Halbfertigteilen, vor allem in Wand-, Decken-, sowie Balkonelementen, bietet die Aufkantung von Max Frank hohe Qualität bei der Stabilität, Elastizität und Oberfläche der Elemente. Dank der optimierten Materialzusammensetzung überzeugen die Aufkantungen nicht nur mit Oberflächen in Sichtbetonqualität, sondern auch bei der Profilierung. Das perfekt angepasste Verzahnungsprofil auf der Filigran- bzw. zugewandten Ortbeton-Seite gewährleistet eine optimale Rückverankerung über die gesamte Profillänge.
H-Bau Technik: Ferbox Rückbiegeanschlüsse für Stahlbetonteile
Rückbiegeanschlüsse von H-Bau Technik gewährleisten eine einfache und kraftschlüssige Verbindung von Stahlbetonbauteilen, die in verschiedenen Bauphasen betoniert werden. (Bild: PohlCon)
Update für höhere Planungssicherheit
Der Hersteller H-Bau Technik, eine Pohlcon-Marke, hat wichtige Updates an den Rückbiegeanschlüssen "Ferbox" vorgenommen. Für Tragwerksplaner ergibt sich dadurch eine höhere Planungssicherheit durch reduzierte Produktvarianten. Die Verwahrkästen aus profiliertem Stahlblech haben nun eine Noppenstruktur und eignen sich für alle Fugenoberflächen – ob sehr glatt, glatt, rau oder verzahnt. Tragwerksplaner können ab sofort immer von einer verzahnten Fugenkategorie ausgehen. Die Planungssicherheit wird somit erhöht und eine Fehlauswahl aus dem Produktportfolio vermieden. Der Einbau ist im Vergleich zu herkömmlichen Konstruktionen schneller erledigt und daher günstiger, zudem gibt es weniger Verwechslungsgefahr auf der Baustelle. Schnell, einfach und sicher zu entfernen sind die ebenfalls aus verzinktem Stahl hergestellten Deckel. Sie gewährleisten außerdem eine hohe Arbeitssicherheit, beugen Verletzungen vor und erleichtern das Ausschalen.
Heinze Cobiax Deutschland: Hohlkörperdecken-System Cobiax CLS
Reduzierter Ressourceneinsatz bei Geschossdecken: Cobiax hat seine CLS-Produktlinie so konzipiert, dass neben Beton auch Bewehrungsstahl eingespart wird. Die Elemente lassen sich einfach aneinanderreihen und zu einer festen Struktur verbinden. (Bild: Cobiax)
Flexible und nachhaltige Lösung erhält DIBt-Zulassung
Das Hohlkörperdecken-System „Cobiax CLS“ hat jetzt die bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt, Berlin) erhalten. Die jüngste Produktentwicklung von Cobiax zeichnet sich vor allem durch ihre Flexibilität aus. So lässt sich mit Cobiax CLS eine Bandbreite von Geschossdeckenstärken zwischen 20 und 80 cm realisieren. Die Transport- und Montageeigenschaften der Hohlkörperelemente wurden ebenfalls vereinfacht. Zudem kann beim Einbau von Cobiax CLS erstmals auf teuren Bewehrungsstahl für die Montage und Fixierung der Hohlkörper verzichtet werden. Im Ergebnis sorgt das aus recyceltem Kunststoff bestehende System dafür, dass für die Errichtung von Geschossdecken deutlich weniger Beton benötigt wird. Das schafft nicht nur schlanke Stahlbetondecken mit großen Spannweiten und viel architektonischer Freiheit: Es verbessert auch die Ökobilanz eines Gebäudes erheblich.
MC-Bauchemie: Betonzusatzmittel MC-PowerFlow evo
Die neue Produktlinie MC-PowerFlow evo der MC-Bauchemie basiert auf der neuesten MC-Polymerisationstechnologie und soll der Betonindustrie auch bei den aktuellen und zukünftigen betontechnologischen Herausforderungen Sicherheit bei der Herstellung von robusten und rheologisch optimierten Betonen bieten. (Bild: MC-Bauchemie)
Betonfließmittel begegnet neuen Herausforderungen
MC-Bauchemie hat sein Produktportfolio im Bereich der Betonzusatzmittel um die neue Produktlinie MC-PowerFlow evo erweitert, einem Betonfließmittel, das den sich ändernden Herausforderungen der Betonproduktion begegnet. Mit dem Namen bringt MC-Bauchemie zum Ausdruck, dass es sich um einen Evolutionssprung im Sinne einer Weiterentwicklung der MC-Polymerisationstechnologie handelt. Die PCE-Produktionsanlage der MC-Bauchemie in Bottrop wurde so erweitert, dass neue Polymerisationswege eingeschlagen werden können, die zu besonders leistungsfähigen PCE-Rohstoffen führen.