Heinze Cobiax Deutschland: Hohlkörperdecken-System Cobiax CLS

Flexible und nachhaltige Lösung erhält DIBt-Zulassung

Heinze Cobiax Deutschland

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Das Hohlkörperdecken-System „Cobiax CLS“ hat jetzt die bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt, Berlin) erhalten. Die jüngste Produktentwicklung von Cobiax zeichnet sich vor allem durch ihre Flexibilität aus. So lässt sich mit Cobiax CLS eine Bandbreite von Geschossdeckenstärken zwischen 20 und 80 cm realisieren. Die Transport- und Montageeigenschaften der Hohlkörperelemente wurden ebenfalls vereinfacht. Zudem kann beim Einbau von Cobiax CLS erstmals auf teuren Bewehrungsstahl für die Montage und Fixierung der Hohlkörper verzichtet werden. Im Ergebnis sorgt das aus recyceltem Kunststoff bestehende System dafür, dass für die Errichtung von Geschossdecken deutlich weniger Beton benötigt wird. Das schafft nicht nur schlanke Stahlbetondecken mit großen Spannweiten und viel architektonischer Freiheit: Es verbessert auch die Ökobilanz eines Gebäudes erheblich.

Durch die bauaufsichtliche Zulassung von Cobiax CLS vereinfacht sich sein Einsatz auf deutschen Baustellen spürbar. Dadurch hebt es sich laut Heinz Cobiax auch gegenüber Wettbewerbsprodukten hervor. Vor zwei Jahren hatte der Hersteller Cobiax, der seit 2016 zur Heinze Gruppe (Herford) gehört, seine CLS-Linie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei steht das Akronym für „Concrete Lightweight Structures“: Wie schon seine Vorgänger findet der patentierte Strukturgeber seinen Einsatzbereich also in Stahlbetondecken. Hier sorgen die eingebrachten Hohlkörper dafür, dass bis zu 35 Prozent Beton pro Geschossdecke eingespart werden können. Entsprechend ausgeführte Decken sind demnach um ein Vielfaches leichter, ohne jedoch an Tragfähigkeit einzubüßen. Das Ergebnis sind größere Deckenspannweiten, einhergehend mit einem Plus an architektonischer Freiheit. Darüber hinaus werden wertvolle Ressourcen geschont, denn gerade Beton hat noch immer einen hohen Anteil an den weltweit schwindenden Bausand-Beständen. Auch der CO2-Ausstoß – etwa für Zementproduktion oder Anlieferung – lässt sich durch den Einsatz der Hohlkörper aus recyceltem Kunststoff deutlich reduzieren. Allerdings liegen darin noch nicht die Unterschiede der CLS-Linie zu den bereits etablierten, erfolgreichen Cobiax-Modellen.

Bisher waren die Hohlkörpermodule in zwei Ausführungen erhältlich: als „Cobiax EL“ (Eco Line) und „Cobiax SL“ (Slim Line). Mit Cobiax CLS hat das Unternehmen sein Produktportfolio um eine dritte – CLS-Variante - erweitert, die vor allem auf Flexibilität setzt. Insgesamt stehen die einzelnen Elementhälften in sieben unterschiedlichen Höhen zur Verfügung. So lassen sich nach dem Baukastenprinzip ganze 19 verschiedene Hohlkörper-Varianten von elf bis 59 cm Unterstützungshöhe realisieren. Die immer einheitliche Grundfläche von 60 mal 60 cm sorgt jedoch dafür, dass die späteren Strukturgeber für Lagerung und Transport problemlos ineinander gestapelt werden können. Wie schon teilweise bei der bewährten Cobiax SL-Produktlinie, erfolgt die Montage der neuen CLS-Elemente ausschließlich erst auf der Baustelle, wodurch die Transporte auf ein Minimum reduziert werden können. Dazu werden einfach zwei Hälften händisch miteinander verbunden, was zusätzliches Equipment überflüssig macht.

Weiterer Pluspunkt gegenüber den Vorgängermodellen: Dank ihrer durchdachten Form benötigen die CLS-Elemente keine separaten Stahlkomponenten zur Fixierung. Stattdessen lassen sie sich einfach aneinanderreihen und bilden auf diese Weise eine feste, geschlossene Struktur. So kann – neben Beton – auch wertvoller Bewehrungsstahl eingespart werden.

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