bpzPodcast

Der bpzPodcast für die Praxis der Bauunternehmer – abrufbar bei iTunes, allen wichtigen Podcast-Portalen und als bebilderte Audiodateien bei YouTube.

Trendbericht – Smart Daylight

Zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren den Beweis erbracht, dass die menschliche Gesundheit weit über das vorher bekannte und vermutete Maß hinaus vom Licht beeinflusst wird. Daher werden heute Mittel und Wege gesucht, das Tageslicht zielgerichtet an den Arbeitsplätzen nutzbar zu machen. Derzeit arbeiten die Ingenieure bei BASF an einer Beleuchtungslösung für Innenräume, die so weit wie möglich natürliches Licht nutzt. Dabei transportiert ein innovatives Lenkungssystem das Tageslicht von der Fassade weit in das Gebäudeinnere.

Kommentar - Rosinenpickerei

Seit nunmehr acht Jahren boomt die Baubranche, sodass investitionsfreudige Städte und Gemeinden zunehmend auf das Problem stoßen, keine Baufirmen und Handwerksbetriebe für öffentliche Aufträge finden zu können. Die einst geschätzte Erlösquelle ist bei vielen Baubetrieben zur unliebsamen Aufgabe geworden. Aktuelle Auswertungen bestätigen diese Entwicklung: So konnten 25,9 % der öffentlichen Bauausschreibungen seit dem Jahr 2014 nicht vergeben werden und mussten dadurch zurückgezogen werden. Denn: viele Firmen können sich heute gewissermaßen aussuchen, wo sie ihr Geld verdienen, und derzeit sind die Gewinnmargen bei privatwirtschaftlichen Bauvorhaben einfach höher.

Vergessene Maschinen - Rekorde im Raupenbau

Wenn es um den Werdegang von Planierraupen geht, stehen meist amerikanische Fabrikate im Vordergrund. Schließlich stellte der Kalifornier Benjamin Holt schon 1904 seinen ersten Dampfschlepper auf endlos umlaufende Raupenketten, was weltweit den Startschuss für den Bau von Kettenfahrzeugen gab. Längst vergessen ist dagegen eine Raupe, die 1939 vom deutschen Hersteller Kaelble aus Backnang bei Stuttgart konstruiert wurde.

Vergessene Maschinen – Mit der Wand durch den Boden

Ein pfiffiges Verfahren sollte einst Fundament- und Gründungsarbeiten ebenso beschleunigen wie Kellerbauten. Gleich in 22 Ländern meldeten die Erfinder Ende der 80er Jahre Patente für ihr „Geocast In-Situ Wall System“ an, das sowohl eine neuartige Maschine als auch eine ebenso innovative Baumethode beinhaltete.
Ein Beitrag aus der bpz-Reihe "Vergessene Maschinen" von Heinz-Herbert Cohrs: "Mit der Wand durch den Boden".

Trendbericht – Mit Mikrowellen Granit brechen

„Alle Abbaumethoden haben eines gemeinsam: Man möchte das Gestein zuerst brechen, also Oberflächen erzeugen. Aber nur ein geringer Teil der Energie geht wirklich in diese Oberflächenschaffung. Der Großteil geht in Form von Wärme verloren. Mit Mikrowellen wollen wir den mechanischen Abbauprozess nicht vollständig ersetzen, aber wir können ihn erleichtern.“ (Professor Thomas Antretter)

Kommentar: Zeit für das Wesentliche

Wird penibel darauf geachtet, die Personal- und Maschinen-Auslastung bei Bauprojekten durch eine kluge Disposition zu erhöhen, dann ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Zeitmanagement für Unternehmer und Führungskräfte in der Bauindustrie ein logischer Schritt.
Hören Sie den Kommentar von bpz-Chefredakteur Paul Deder mit dem Titel: "Zeit für das Wesentliche".

Vergessene Maschinen - Planierbagger für universellen Einsatz

Wann haben Sie das letzte Mal einen Teleskopbagger im Einsatz gesehen? Wahrscheinlich wird’s lange her sein. Gängige Hydraulikbagger, besonders mit überlangen Long-Reach-Auslegern, haben die Arbeiten von Teleskopbaggern fast vollständig übernommen, ob beim Böschungsbau oder bei tieferen Ausschachtungen. Den Teleskopbaggern mit ihren geradlinig aus- und einfahrenden Auslegern sind vorwiegend nur noch der Tunnelbau oder auch Stahl- und Hüttenwerke vorbehalten. Ein Beitrag aus der bpz-Reihe "Vergessene Maschinen" von Heinz-Herbert Cohrs: "Planierbagger für universellen Einsatz".

Trendbericht - Betonformen ohne Schalung

Um Beton in die richtige Form zu bringen, werden Schalungen verwendet. Zahlreiche Hersteller führen eine breite Palette an Größen und Varianten in ihrem Sortiment, um jeder Anforderung gerecht zu werden. Ist jedoch einmal eine spezielle Formgebung erwünscht, dann kommt der Ausführende ohne entsprechende Sonderschalungen nicht aus. Ihr Einsatz ist aber im Vergleich zu Standardelementen aufwendig und teuer. Mit dem i-Contour hat das steirische Unternehmen Clever Contour eine neue Technologie auf den Markt gebracht, mit der es möglich wird, Unikate in Betonform ohne Schalung zu fertigen.

Kommentar - Gefährliche Abhängigkeit

Es gibt durchaus Gründe, dem Trend zu immer mehr Outsourcing zu widerstehen und soviel Wertschöpfung wie möglich im eigenen Hause zu behalten. Ambitionierte Unternehmer, die auf Wachstum setzen, können sogar den entgegengesetzten Weg einschlagen und durch Zusatzleistungen ihre eigene Wertschöpfung steigern. Gerade Bauunternehmen als Kern des Baugewerbes sind sehr gut dafür geeignet, ihr Leistungsportfolio auszuweiten. Hören Sie den Kommentar von bpz-Chefredakteur Paul Deder mit dem Titel: "Gefährliche Abhängigkeit".

Vergessene Maschinen – Schwergewichtiger Plattmacher

Was bringen heutzutage die schwersten Walzen auf die Waage? Ein Blick in die aktuellen Herstellerprogramme offenbart bei Tandemwalzen Gewichte bis rund 14 t, bei Walzenzügen bis zu 26 t und bei voll ballastierten Gummiradwalzen bis zu 28 t. Packen Sie zwei solcher Gummiradwalzen übereinander, und Sie erhalten in etwa das Gewicht des Albaret „Geopactor“ von 1974, der damals – und wahrscheinlich bis heute – schwersten Walze der Welt.

Trendbericht - Vorbeugen statt heilen

Der Bau von Brücken, Tunneln, Autobahnen oder Kanalisationssystemen ist langwierig und teuer. Die lange Nutzung solcher Bauwerke soll den Aufwand entschädigen, doch die Realität sieht ernüchternder aus: Die geplante Lebensdauer wird bei den meisten Infrastruktur-Objekten nicht erreicht. Der Bauexperte Andreas Gerdes vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist überzeugt, dass mehr Vorbeugung der Schlüssel sein kann, um die Infrastruktur auch ohne teure Instandsetzung dauerhaft fit halten zu können.

Kommentar - Dicke Luft

Wer hätte es vermutet, dass die VW-Abgasaffäre eine weitreichende Krise in der Automobilindustrie auslöst? Damals dachte man: Pech für VW und die Bestrebungen, einen Markt für den Selbstzünder zu begeistern, in dem der Anteil der Diesel-Pkws bei etwas über einem Prozent liegt. Doch der Trubel rund um die Abgasmanipulationen führte in den Monaten danach dazu, dass das Problem der überhöhten Stickoxidwerte immer mehr öffentliche Aufmerksamkeit erregte. Heute ist die Technologie, die seit 125 Jahren mit einem gegenüber anderen Verbrennungsantrieben besseren Wirkungsgrad und geringerem Verbrauch punktet, in Verruf geraten.