Montag, 12. August 2019

Prognose 2020: Eigenheimsegment wächst weiter

Bis zum Ende des Jahres 2020 dürfte sich im klassischen Eigenheimsegment kaum etwas an der brummenden Baukonjunktur ändern – zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Neubau-Prognose von BauInfoConsult. Mit einem Fertigstellungsplus von über einem Prozent in 2020 bleibt der Ein- und Zweifamilienhausbau weiterhin konstant in der Spur. Allerdings wird der Geschosswohnungsbau in den kommenden zwei Jahren eine kleine Achterbahn vollführen: Zuerst steht in 2019 ein deutliches Fertigstellungsplus in den Büchern, worauf dann mit einem Absinken der Fertigstellungen in 2020 zu rechnen ist.

In der Neubauprognose des Düsseldorfer BauInfoConsult-Institutes deutet sich für das Ein- und Zweifamilienhausbausegment ein kontinuierliches Wachstum an. Mit insgesamt 94.740 fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäusern in 2019 sollten die Fertigstellungen in diesem Segment etwa 1,8 % über dem 2018er Niveau liegen. In 2020 sollte der Aufwärtstrend mit einem Fertigstellungsplus von 1,5 % in einer fast identischen Größenordnung anhalten.

Im Geschosswohnungsbau zeichnet sich im Prognosezeitraum jedoch eine andere Entwicklung ab. So sollten in 2019 insgesamt 14.800 Mehrfamilienbauten bezugsfertig gebaut werden – dies entspricht einem deutlichen Plus von 8,4 % gegenüber 2018. Allerdings steht im Folgejahr (2020) mit lediglich 14.070 fertiggestellten Bauwerken ein merkliches Minus von 5,4 % im Raum. Das relativ abrupte Absacken der Fertigstellungen in 2020 liegt jedoch zum größten Teil an einer prognostizierten Genehmigungsschwäche für 2019.

Regional betrachtet zeigt die Prognose, dass die Zahl der fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser im Norden Deutschlands in 2020 mit einem deutlichen Plus über 10 % kräftig ansteigen wird, während die Fertigstellungsziffern im Osten eher stagnieren. Dagegen zeichnen sich für die südliche Region im Geschosswohnungsbau zwei unstete Jahre ab: Zuerst ein deutlicher Fertigstellungsanstieg in 2019 und danach eine relativ klare Schrumpfung ab 2020. Auch im Westen der Republik deutet sich im Mehrfamilienhausbau die gleiche Entwicklung wie im Süden an – was sich in manchen Kreisen, wie etwa dem Rhein-Sieg-Kreis oder Steinfurt, sogar auf die lokale Gesamtprognose auswirkt.