Freitag, 23. November 2018

Deutschlands bester Maurer kommt aus Brandenburg

Bei der 67. Deutschen Meisterschaft der Bauberufe, die vom 10. bis 12. November in Erfurt stattfand, holte sich der 19-jährige Geselle Pierre Holze aus Berlin die Goldmedaille im Maurerhandwerk. Da er seine Ausbildung in Mühlenbeck absolviert hat, trat er für das Land Brandenburg an. Qualifiziert für die Teilnahme hatte er sich durch einen Sieg beim Landeswettbewerb. Die besten Nachwuchskräfte wurden auch dieses Jahr wieder von der Deutschen Poroton gefördert, die die Maurer intensiv durch Sponsoringmaßnahmen unterstützt.

Der Wettbewerb wird jedes Jahr vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) durchgeführt. Aufgabe war es, zwei Wände und eine kreisrunde Rollschicht zu erstellen. Mit Klinkern verschiedener Farbe mussten auf unterschiedlichen Mauerwerksebenen drei Motive abgebildet werden. Pierre Holze meisterte die drei Module mit Bravour. Mit exaktem Arbeiten und Präzision bei der Ausführung  setzte er sich gegen die anderen Landesmeister durch. Auch eine junge Maurerin aus Hamburg trat dieses Jahr mit an.

Pierre Holzes ehemaliger Ausbilder und jetziger Trainer Kevin Schulz vom Lehr- und Öko-Bauhof Niederbarnim in Oranienburg ist begeistert: „Am zweiten Tag zeichnete sich dann schon ab, dass er weit oben mit dabei ist. Eigentlich ist er nur mit dem Ziel an den Start gegangen, eine bessere Platzierung als ich damals zu erreichen – 2010 war ich Siebenter bei den Deutschen Meisterschaften.“ Pierre Holze selbst konnte anfangs gar nicht recht glauben, dass er den ersten Platz belegt hatte – damit gerechnet hatte er nicht. Über den Sieg freut er sich daher umso mehr: „Ich bin sehr stolz, das ist ein schönes Gefühl.“

Clemens Kuhlemann, Geschäftsführer der Deutschen Poroton, beglückwünscht den jungen Maurer zur Medaille und resümiert: „Es hat sich ein weiteres Mal gezeigt, dass den Handwerksberufen in Deutschland ein hoher Stellenwert zukommt. Gern unterstützen wir daher den Wettbewerb.“