Peri: Gerüstbaukasten PERI UP

Eine Lösung für Standard- und Sondergerüstbau

PERI GmbH

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Standard- und Sondergerüstbau: Zwischen diesen beiden Polen muss sich heute das „Handwerkszeug“ im anspruchsvollen Gerüstbau bewegen, bewähren und rechnen können. Bisher war dieser Anspruch vom Einsatz zweier unterschiedlicher Systemgerüste abhängig. Einfache bis leicht anspruchsvolle Baukörper zählen hauptsächlich zur Aufgabe von Rahmengerüsten; komplexe und außergewöhnliche Geometrien sind dagegen die Domäne der Modulgerüste. Diese herkömmliche Grenzziehung wird mit dem PERI UP Gerüstbaukasten überwunden. Mit diesem Gerüstsystem sind die unterschiedlichen Vorzüge von Rahmen- und Modulgerüst zu einem modularen Systembaukasten vereint worden.

Im Pflichtenheft für die Entwicklung dieses Baukastensystems stand ein konstruktives Ziel besonders weit vorne – die größtmögliche Reduktion der Bauteilmenge ohne Einbußen bei der Anwendungsvielfalt. Im Ergebnis zählt der PERI UP Gerüstbaukasten tatsächlich weniger als 500 Bauteile. Um diese Kompaktheit zu erreichen, war ein völlig anderes Rahmen- und Anschlusskonzept nötig. Das vertikale Rahmenbauteil ist nicht mehr allseitig geschlossen, sondern an seinen Enden aufgelöst und besteht aus zwei unterschiedlichen langen Vertikalstielen, die mit einem Horizontalriegel festverbunden sind. Dieses offene, asymmetrische Bauteil – Easy-Rahmen EVF 67 genannt – ist zudem in seiner Funktion um zwei PERI Rosett-Knoten erweitert worden. Da jetzt alle PERI UP Vertikalbauteile (der Easy-Rahmen wie die Flex-Vertikalstiele) nicht nur das gleiche Anschlusselement, sondern auch ein identisches Höhenraster haben, sind sie untereinander kompatibel. Das betrifft sowohl den horizontalen Flächenaufbau des Gerüstes als auch seinen vertikalen Höhenaufbau. Selbst hier kann das Rahmenbauteil im Wechsel mit den Vertikalstielen und den zugehörigen Horizontalriegeln verbaut werden. Ein weiterer Schlüssel für diese geringe Bauteilmenge des PERI UP Gerüstsystems liegt in der Funktionsvielfalt der Basisbauteile und Anschlusselemente. So ergeben sich aus der Kombination von Vertikalstiel und Horizontalriegeln im Knotenbereich bis zu zwölf Anschlussmöglichkeiten. Selbst in der Sicherheitstechnik erreicht das PERI UP Gerüstsystem eine Bauteilreduktion. So ermöglicht zum Beispiel die Bauform des Easy-Rahmen die vorlaufende Geländermontage und die selbsttätige Verriegelungsmechanik Locking Deck sichert die Beläge unmittelbar nach dem Einheben. Beides wird erreicht, ohne das zusätzliche Bauteile auf- und später wieder abgebaut werden müssen.

Kleine Basisgrößen sind flexibler

Während sich heute bei Gerüstsystemen die kleinste Belagslänge meist zwischen 68 und 74 cm bewegt, geht auch hier der PERI UP Gerüstbaukasten einen eigenständigen Weg. Mit dem Basismodul 25 cm orientiert sich das PERI Maßsystem an der Logik der DIN 4172 „Maßordnung im Hochbau“ bzw. an der neueren DIN 18000 „Modulordnung im Bauwesen“. So beträgt das kleinste Flächenmaß der PERI UP Beläge in der Breite 25 cm und in der Länge 50 cm. Durch diese Kompaktheit wird im horizontalen Aufbau eine Formgenauigkeit bei komplexen Grundrissen oder freistehenden Bauteilen erreicht, die selbst den Vergleich mit einem Rohr-Kupplungsgerüst nicht zu scheuen braucht. So kann zum Beispiel die Kleinstfläche von einem Quadratmeter mit der Belaggröße 25 x 50 cm durch den vierfachen Wechsel der Verlegerichtung vollständig geschlossen werden. Durch diese Aufbauflexibilität der Beläge wird das Einrüsten von stark verwinkelten, vor- und rückspringenden oder gekrümmten Bauteilen in der Planung und Ausführung stark vereinfacht.

Offener Zugang zum Ingenieurbau

Selbst im Bereich der Schwerlastkonstruktionen eröffnet PERI UP dem Gerüstbauer durch den VARIOKIT Ingenieurbaukasten weitreichende Optionen. Dieses ebenfalls modular angelegte Baukastensystem basiert auf einer bald 50-jährigen Expertise von PERI in der Entwicklung von Schalungssystemen und Traggerüsten im internationalen Hochhaus- und Ingenieurbau. Beide PERI Systeme verfolgen in ihren Bauteilmengen das gleiche Ziel: Wenige Standardbauteile, die in allen Arten eines Bauprojekts einen hohen Anteil an der Gesamtkonstruktion haben. Da der VARIOKIT Ingenieurbaukasten ein Verstellraster von 12,5 cm hat und das PERI UP Gerüstsystem ein Aufbauraster von 25 und 50 cm, können sie im kombinierten Aufbau nahezu uneingeschränkt an jede Bauwerksgeometrie oder geforderte Lastableitung angepasst werden.

Die Gleichteilquote zählt

Die Wirtschaftlichkeit eines Baukastensystems hängt vom Anteil der Basisbauteile pro Ausführungsart ab. In diesem Zusammenhang kann der PERI UP Gerüstbaukasten seine technischen Stärken besonders gut ausspielen. Bei ihm bleibt der Anteil der Basisbauteile über alle Einsatz- und Anwendungsarten hinweg konstant hoch. Weshalb bei PERI UP sich auch die Arbeitsabläufe zwischen Standard- und Sonderanwendungen kaum unterscheiden. Innerhalb der bisher dargestellten Aufbau- und Anpassungsmöglichkeiten von PERI UP kann jedes Gerüstbauunternehmen für sich selbst gut überprüfen, wie ein Gerüstbaukasten mit weniger als 500 Bauteilen im Vergleich zu seinem heutigen Gerüstbestand zu bewerten ist. Denn die Gleichteilquote eines Gerüstsystems – also die Verwendung gleicher Bauteile für unterschiedliche Anwendungen – wirkt sich auf alle Phasen im Gerüstbau aus: als Investitionsgröße und Bauteilauslastung, in der Planung- und Arbeitsvorbereitung, in der Lager-, Transport- und Baustellenlogistik oder in den Montageabläufen.