Dienstag, 18. Juli 2017

Schlagmann Poroton nimmt neue Perlitverfülllinie in Betrieb

Im Rahmen des jährlichen Sommerfestes weihte Schlagmann Poroton die mittlerweile vierte Perlitverfülllinie für hochwärmedämmende Poroton-Ziegel am Firmensitz in Zeilarn (Bayern) ein. Für die neue Anlage, die aufgrund der hohen Nachfrage an perlitgefüllten Poroton-Ziegeln notwendig geworden war, wurden rund 4,5 Millionen Euro investiert. Die wärmedämmenden Hochleistungsziegel werden für den Bau energieeffizienter Gebäude eingesetzt. Europa-Abgeordneter Manfred Weber, der zusammen mit Geschäftsführer Johannes Edmüller und weiteren politischen Ehrengästen den offiziellen ersten Knopfdruck tätigte, zeigte sich beeindruckt von dem vollautomatischen, nahezu ausschließlich durch Roboterstationen betriebenen Produktionsabschnitt.

2001, vor genau 16 Jahren ging die erste der vier Anlagen zur Verfüllung von Poroton-Ziegeln mit dem Dämmstoff Perlit in Betrieb – damals ein Meilenstein, nicht nur für das Unternehmen, sondern für die gesamte Branche.  Die damals weltweit erste Verfüllanlage für Ziegel war der Startschuss für alle nachfolgenden Mauersteine mit integrierter Dämmung, die in den Jahren darauf noch folgten. Heutzutage sind gefüllte Mauerziegel im energieeffizienten Wohnungsbau Standard. Der neue Poroton-S9, für dessen filigrane Lochgeometrie die Linie 4 flexibler in Steinhöhe und Lochbild konzipiert wurde, meistert neben hoher Wärmedämmung sogar hohe statische Belastungen im mehrgeschossigen Objektbau. 240 Paletten, das sind Ziegel für drei Einfamilienhäuser, laufen pro Tag durch die energieoptimierte Anlage, die im Vergleich zur 2006 errichteten Linie 3 nur die Hälfte an Energie im Bereich der Trocknung von perlitgefüllten Ziegeln benötigt.

Insgesamt konnte Schlagmann in den letzten Jahren durch Modernisierung und den Bau neuer Anlagen sowohl den Energieverbrauch senken als auch den “carbon footprint“ (produktbezogene CO2 -Emissionen) deutlich reduzieren. Zeilarn gilt nicht umsonst als Europas größter und umweltfreundlichster Mauerziegelstandort, aber ein Ausruhen auf dem derzeit hohen Standard ist laut Firmenphilosophie nicht denkbar. Das anspruchsvolle Ziel, das man im Auge hat, ist kosten- wie arbeitsintensiv: die klimaneutrale Produktion. Derzeit feile man noch an den Plänen, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, verriet Edmüller in einem gemeinsamen Gespräch mit Manfred Weber. Zwei Schritte auf dem Weg zu Primärenergiereduzierung und Ressourceneffizienz sei man schon gegangen: Zum Einen das bereits erfolgreich abgeschlossene Forschungsvorhaben im Netzwerk des BMUB, das Effizienzhaus Plus in Burghausen, dessen Ergebnisse bereits zu Nachfolgeprojekten wie z.B. einer ganzen Effizienzhaus Plus-Siedlung im Raum Augsburg geführt haben. Und zum Anderen das in der Branche einmalige Forschungszentrum Ziegel (FZZ) in Zeilarn, in dem schon seit 2014 Tag für Tag an hocheffizienten Produkten und Produktionsanlagen gearbeitet wird. 

Nach Grußworten und Glückwünschen von Landrat Michael Fahmüller und Landtagsabgeordneter Reserl Sem, die sich beide in erster Linie für das große soziale Engagement der Unternehmerfamilie Schlagmann-Edmüller und ihrer Stiftung bedankten, ging das traditionelle Sommerfest des Unternehmens in die gesellige Runde. Eine Tombola der Schlagmann-Edmüller-Stiftung erbrachte 3.000 Euro an Spendengeldern, deren Reinerlös unbürokratisch an Hilfsbedürftige verteilt wird.