Sonntag, 6. März 2016

Großbaustelle bei Probst

Direkt neben dem Stammhaus von Probst in Erdmannhausen entsteht bis Anfang 2017 eine 4.500 Quadratmeter große Hallenfläche. Damit verdoppelt sich für das Unternehmen die Nutzfläche auf dem Gelände. Ende Februar wurde zum Spatenstich geladen. Bürgermeisterin Birgit Hannemann, Geschäftsführer Martin Probst, Uli Kälber vom Generalunternehmer Firma Rommel SF und Frank Berner vom planenden Büro kab Architekten übernahmen gemeinsam den Spatenstich.

Die in großen Schritten fortschreitende Internationalisierung des Unternehmens –  schon jetzt beträgt der Exportanteil über 50% - machen den zusätzlichen Platz dringend notwendig, um die gesamten Firmenabläufe noch effektiver und mitarbeiterfreundlicher zu gestalten. Das Investitionsvolumen für den Bau und die Ausrüstung der Halle beträgt rund 5,7 Millionen Euro. Im Neubau entsteht eine zentrale Logistikdrehscheibe mit großzügigem Versandbereich und mehreren Lkw-Docking-Stationen. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit Lkws direkt in der Halle mit einem 15 Tonnen Kran von oben oder auch quer zu beladen. In der zehn Meter hohen Halle mit einer 1.500 m² großen Lagerfläche für Paletten entsteht neben den Büros und Sozialräumen auch ein großzügiger Endmontagebereich. Zudem kommen moderne Lagerlifte mit einer Gewichtskapazität von 60 t zum Einsatz, in denen Komponenten und Kleinteile platzsparend und staubfrei systemgestützt gelagert werden. Die bestehende Montageabteilung für Verlegemaschinen im bereits vorhandenen Untergeschoss wird entsprechend angebunden und integriert.

Für Probst ist dies ein großer Schritt, denn „ohne Neubau können wir ein weiteres Umsatzwachstum nicht bewältigen“, so Prokurist Thomas Probst. Der Bau ermöglicht eine deutliche Effizienzsteigerung aller Logistikabläufe. Das verantwortliche Architekturbüro kab plante gemeinsam mit den betroffenen Abteilungen und der Geschäftsleitung von Probst. Dabei wurde neben der Effizienz auch viel Wert auf die Umweltfreundlichkeit gelegt. Durch die für eine Halle eher untypische hohe Anzahl an lichtdurchfluteten Flächen, kann die Sonne zusätzlich mitheizen und das Dachwasser wird in ein von Probst saniertes Biotop weitergeleitet. Außerdem wurde die Halle in einen kalt, warm und temperierten Bereich eingeteilt, um unnötige Heizkosten zu vermeiden.