Donnerstag, 2. Juli 2015

Feuer bei den Holzwerken Ladenburger

Am Dienstag, den 16.06.2015, brach bei den Holzwerken Ladenburger am Standort Geithain (Sachsen) während der Spätschicht ein Feuer in einer der Absauganlagen aus, das nach einer Explosion auf eine der Produktionshallen übergriff und sich rasch ausbreitete. Insgesamt 13 Feuerwehren mit 172 Kameraden konnten den Brand nach wenigen Stunden komplett unter Kontrolle bringen. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Während der Spätschicht bemerkten mehrere Mitarbeiter einen Brand in der Absauganlage und versuchten daraufhin, das Gebläse abzuschalten. Es kam jedoch zu einer Explosion, die das Feuer in eine der Produktionshallen drückte, wo es sich sehr schnell ausbreitete. Eine Brandbekämpfung mit den betriebseigenen Löscheinrichtungen war dadurch nicht mehr möglich. Trotz des schnellen Einsatzes der sofort alarmierten Feuerwehr konnte auch ein Übergreifen der Flammen auf weitere angrenzende Hallen nicht verhindert werden. In einer davon befand sich ein Brikettlager; in der Produktionshalle selbst waren mehrere Hobellinien untergebracht. Die Brandursache konnte an einer Hobelmaschine ausfindig gemacht werden. Die polizeilichen Ermittlungen sind eingestellt; alle Anlagen wurden freigegeben.

Alle Kundenaufträge werden weiterhin bearbeitet

Die Schadenssumme ist bisher nicht bekannt, wird sich jedoch auf mehrere Millionen Euro belaufen. Die Produktion wird laut der Geschäftsführung auf jeden Fall wieder aufgebaut. Ziel ist es, trotz der Widrigkeiten alle Kundenaufträge auszuführen. Die Schwesterwerke in Bopfingen und Aufhausen (Baden-Württemberg) werden dazu die Kapazitäten entsprechend erhöhen und somit zu einer Normalisierung des Verkaufes beitragen. In Geithain selbst ist man sich sicher, dass die Fertigung zügig wieder anlaufen kann. Nicht betroffen vom Brand sind weitere Produktionshallen mit neu installierten Hobelanlagen und der neuen Brikettierung sowie die industrielle Oberflächenbehandlung. Auch deshalb ist die Geschäftsführung zuversichtlich, dass keine betriebsbedingten Kündigungen notwendig sind und alle Mitarbeiter weiter beschäftigt werden können.