Nüdling: Trecona-perfekt-Entwässerungsrinnensystem

Einfach und zeitsparend Geraden und Bögen erstellen

FRANZ CARL NÜDLING Basaltwerke GmbH + Co. KG

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36037 Fulda
Deutschland

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Bei der Anlage von Straßen und Plätzen ist die Entwässerung der Fläche sicherzustellen. Dies geschieht in der Regel über Rinnensysteme, die das Oberflächenwasser den Kanalisationsschächten zuführen. Besonders einfach und zeitsparend lassen sich Rinnen mit dem neuen Trecona perfekt-System von F.C. Nüdling Betonelemente GmbH + Co. KG erstellen. Auch wenn die Versickerung des Regenwassers an Ort und Stelle nach dem Wasserhaushaltsgesetz immer mehr an Bedeutung gewinnt, werden öffentliche Straßen zur sicheren Entwässerung an ein Kanalisationssystem angeschlossen. Die Wasserführung übernimmt eine Rinne, die meist im Bordsteinbereich angelegt wird. Sie sollte im Idealfall eine Muldenausprägung aufweisen, um auch größere Niederschlagsmengen aufnehmen zu können. Zudem muss die Befahrbarkeit gewährleistet sein. Mit dem Trecona perfekt-System lassen sich Rinnen optimal gestalten und in kurzer Zeit regelgerecht einbauen.

Das Trecona perfekt-System besteht aus leicht versetzbaren Betonsteinelementen, die sich zu einer kompletten Rinne mit hoher und dauerhafter Verbundwirkung zusammensetzen lassen. Der Rinnenstein ist in 30 cm und in 50 cm Breite sowie mit und ohne Stich erhältlich und passt zu den gängigen Ablaufschächten. Die Elemente sind bereits als Rinne vorgeformt. Sie bestehen aus dreiteiligen Betonsteinen, die versetzt zueinander angeordnet sind. Mit nur einem Rinnenelement können geradlinige Rinnenführungen sowie Rechts- oder Linksbögen hergestellt werden. Ein Passschnitt ist nur bei Bewegungsfugen notwendig. Die Steine sind dann im verlegten Zustand kraftschlüssig miteinander verbunden. Durch eine 3,5 cm tiefe Scheinfuge entsteht die Optik von drei Quadrat-Steinen im Läuferverband mit einem gleichmäßigen Fugenbild. Die Seiten der Steine sind senkrecht ausgebildet und eignen sich daher als Widerlager für anzupflasternde Flächen. Da das Verbundsystem des Pflasters eine 4 mm breite Zwangsfuge vorgibt, lässt sich bei der Verlegung immer ein gleichmäßiges Fugenbild erzielen. Außerdem können durch den DIN-gerechten Stich auch die Anschlüsse an genormte Guss-Einlaufelemente problemlos erstellt werden.

Die Verlegung

Die Rinnensteine sind auf einem Betonfundament gem. DIN 18318: 2012, Pkt. 3.9.2 von 20 cm Dicke höhen- und fluchtgerecht zu versetzen. Der Fugenabstand von mindestens 8 mm und höchstens 12 mm ist einzuhalten. Da die Steinkopflänge von der einen zur anderen Rinnenseite zunimmt, entsteht eine leichte Keilform. Soll die Rinne gerade verlegt werden, müssen die einzelnen Elemente jeweils abwechselnd um 180° gedreht eingebaut werden, so dass die schmale Seite abwechselnd rechts oder links liegt. Wird die Schmalseite links verlegt, entsteht ein Linksbogen. Entsprechend lässt sich ein Rechtsbogen durch die Schmalseite nach rechts ausbilden. Aufgrund der bereits vorgeformten Steine mit den gleichmäßigen Scheinfugen entstehen die bei der Erstellung von Bögen üblicherweise auftretenden Keilfugen nicht. Vor Verlegung der Rinnenelemente ist eine Schnur zu spannen, entlang deren Führung die Elemente verlegt werden. Sollen Bögen verlegt werden, müssen diese durch den vorgegebenen Verlauf des Pflasters nicht extra abgesteckt werden.

Folgende Radien lassen sich mit Trecona perfekt erreichen:

  • Bei der Breite von 30 cm entsteht ein Mindestradius von 2,00 m ohne ein aufweiten der Außenfugen.
  • Bei einer Breite von 50 cm entsteht ein Mindestradius von 4,00 m ohne ein aufweiten der Außenfugen.

Werden die Außenfugen aufgeweitet, lassen sich die vorgegebenen Mindestradien unterschreiten. Bei kleineren Radien müssen gesägte Einzelsteine bauseits hergestellt werden.

Bewegungsfugen erstellen

Nach DIN 18318:2012 Pkt. 3.9.2 werden bei Entwässerungsrinnen Bewegungsfugen im Abstand von höchstens 12 m und bei befahrenen Rinnen von 4 – 6 m mit mindestens 8 mm und höchstens 15 mm Breite gefordert. Zum Erstellen der Bewegungsfugen müssen zunächst zwei Normalsteine links oben und rechts unten geschnitten werden. Die Sägeabschnitte werden jeweils links und rechts angeschlossen, sodass sich ein gerader Steinverlauf ergibt. Hier werden dann die Bewegungsfugen erstellt. Diese müssen an gleicher Stelle auch durch die begleitenden Bordsteine verlaufen. Im Umfeld von Straßenabläufen (Entwässerungsschächte) sollten nicht nur unmittelbar zum Schachtdeckel hin Bewegungsfugen ausgeführt werden, sondern auch ca. 50 – 80 cm vor und hinter dem Ablauf. Die Bewegungsfuge ist über die gesamte Konstruktion auszuführen (siehe Arbeitspapier 618/2 der FGSV). Diese müssen daher auch durch das Fundament sowie die anschließenden Bordsteine fortgeführt werden. Im Fundament und zwischen den Pflastersteinen wird übereinander ein Dehnfugenband bzw. eine Dehnscheibe aus recyceltem Kautschuk mit einer Shorehärte von ca. 50° eingestellt. Die Verwendung von Styropor oder ähnlichen Stoffen ist nicht zu empfehlen, da die erforderliche Rückstellfähigkeit fehlt. Wird das Pflaster nicht direkt in den Fundamentbeton versetzt, sollte die Bewegungsfuge nur im Beton ausgebildet werden. Im Zuge der Pflasterung wird dann exakt darüber das Dehnfugenband ab Oberkante Fundamentbeton eingestellt.

Fugenschluss

Die Fugen sind mit gebundenem Fugenfüllstoff zu schließen. Vor einbringen des Fugenmaterials ist die Rinne vorzunässen. Durch den angeformten, patentierten Auslaufschutz entfällt das seitliche Schließen der Fugen. Bei der Rinnenbreite 30 cm beträgt der offene Fugenanteil 420 cm³/Stein bzw. der Fugenmaterialverbrauch 3,78 Liter/Meter (420cm³ x 9=3.780 cm³ = 3,78 Liter). Bei der Rinnenbreite 50 cm beträgt der offene Fugenanteil 670 cm³/Stein bzw. der Fugenmaterialmaterialverbrauch 4,02 Liter/Meter (670 cm³ x 6 = 4.020 cm³ = 4,02 Liter). Die Fugenmasse sollte eine Festigkeit von min. 25 N/mm² und max. 35 N/mm² haben.

Trecona perfekt von F.C. Nüdling Betonelemente ist ein System mit vielen Vorteilen. Durch das Ein-Stein-System können Rinnenführungen sowohl gerade als auch im Bogen hergestellt werden. Durch die Scheinfuge entsteht die Optik von drei Einzelsteinen mit einem gleichmäßigen Fugenbild. Der spezielle, dreiteilige Steinaufbau bedingt bei der Verlegung eine automatische Verzahnung der Steine untereinander und ermöglicht so eine hohe Lagestabilität. Durch den patentierten Auslaufschutz an den Außenseiten sind auch bei einem Aufweiten der Außenfugen die Verschlussrippen noch wirksam. Eingebrachtes Fugenmaterial kann nicht heraustreten. Ebenfalls entfällt ein aufwendiges schließen der Außenfugen. Durch die Steinhöhe von 15 cm können die Rinnen- und die Bordsteine auf dem gleichen Fundamentniveau versetzt werden.