JCB DualTech VT

Neue Getriebeform für Teleskoplader

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Maschinen von JCB findet man heutzutage auf der ganzen Welt. Kein Wunder, denn schließlich gehört JCB zu den drei weltweit führenden Baumaschinenherstellern. Das Unternehmen beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter auf 4 Kontinenten und vertreibt seine Produkte über 2000 Händlerniederlassungen in 150 Ländern. In den 70 Jahren seines Bestehens hat das Unternehmen stets intensiv in Forschung und Entwicklung investiert, daher steht JCB in punkto Innovation auch jetzt an vorderster Front.

Heute verfügt JCB über einige der modernsten Entwicklungs- und Fertigungsstandorte rund um den Globus, produziert über 300 unterschiedliche Maschinenmodelle und ist bekannt für seinen konkurrenzlosen Kundendienst. JCB – ein Familienunternehmen von wirklichem Weltrang.

JCB hat ein Getriebe mit sogenannter Dual-Technologie entwickelt, das die besten Eigenschalten des Schaltgetriebes mit denen des hydrostatischen Antriebs vereinen soll. Das „Dual Tech VT“ kommt zunächst in den drei Teleskopladermodellen 531-70, 535-95 und 541-70 Industrial Dual Tech VT mit Tragfähigkeiten von 3,1, 3,5 und 4,1 t zum Einsatz. Die wichtigsten Merkmale des neuen Getriebes sind ein vollständig hydrostatischer Antrieb für die stufenlose Geschwindigkeitsregelung bis 19 km/h und ein elektronisch moduliertes Schaltgetriebe mit drei Gängen, das ab einer Geschwindigkeit von 19 km/h automatisch umschaltet. Ein sog. „Flexi-Modus“ ermöglicht separates Regeln von Drehzahl und Geschwindigkeit. Bei Geschwindigkeiten über 19 km/h kann der Fahrer zwischen einem permanenten Vierrad- und einem automatischen Zweiradantrieb wählen. Laut JCB sollen die zwei Betriebsarten die Antriebsstrangleistung, das Leistungsverhalten, die Effizienz und die Betriebskosten optimieren.

Das neue Getriebe nutzt das Leistungs- und Wirtschaftlichkeitspotenzial des Dieselmotors Ecomax T4 der Eurostufe IV mittels des hydrostatischen Antriebs und des Lastschaltgetriebes, die erstmals in einem Gehäuse zusammengefasst sind. Die beiden Module sind perfekt aufeinander abgestimmt. Sie ermöglichen ein einfaches Fahrverhalten, das individuell und differenziert auf die verschiedensten Aufgaben abgestimmt werden kann.

Die Bauteile und die präzise Steuerkalibrierung des Getriebes Dual Tech VT wurde hausintern von JCB-Ingenieuren konzipiert. Das Getriebe wird von JCB Transmissions in Wrexham, Nordwales, auf einer neuen Fertigungsstraße produziert. Dort werden auch die meisten in JCB-Maschinen eingesetzten Lastschaltgetriebe, Synchrongetriebe, Verteilergetriebe und Achsen entwickelt, konstruiert und hergestellt.

Im hydrostatischen Antriebsmodul des Dual Tech VT sorgt eine elektronisch gesteuerte Pumpen- und Motorkombination für schnelles Ansprechverhalten, fein abgestimmte Geschwindigkeitsregelung und stufenlos regelbare Arbeitsgeschwindigkeiten bis 19 km/h. Die hydrostatischen Antriebe anderer Teleskoplader müssen die Kraftübertragung von Null bis Höchstgeschwindigkeit undifferenziert bewältigen. Im Gegensatz dazu ist das Ansprechverhalten und die Steuerbarkeit des hydrostatischen Moduls im Dual Tech VT gerade für geringe Geschwindigkeiten optimiert worden. Im Ergebnis, so der Hersteller, sei dieses Aggregat daher sowohl leise und glatt schaltend als auch gut ansprechend und leistungseffizient.

Im Fahrmodus beeinflusst die Betätigung des Gaspedals sowohl die Leistung des hydrostatischen Antriebs als auch die Motordrehzahl. Die Steuerelektronik balanciert beide nach den Vorgaben des Bedieners aus. Das Bremspedal ermöglicht präzises Inching – ab der leichten Erstbetätigung wird der hydrostatische Antrieb fortschreitend entkoppelt. Der Bediener kann sich mit voller Kontrolle dem Ladegut nähern, ohne dabei die Bremsen verschleißen zu müssen.

Der sog. „Flexi-Modus“ wird durch Drücken und Halten des Knopfes zum Herunterschalten aktiviert. Erstmals lassen sich bei einem Teleskoplader die Motordrehzahl und die Fahrgeschwindigkeit unabhängig voneinander regeln.

Über das elektronische Handgas wird die voreingestellte Motordrehzahl gewählt oder in Schritten von 100 U/min angepasst. Mit einem Drehschalter kann bei hydrostatischem Antrieb die Geschwindigkeit zwischen fast 0 und 19 km/h vorgegeben werden. Im Flexi-Modus lässt sich beim Umschlagen von Schüttgut oder anderen Ladearbeiten die Motordrehzahl optimal auf die Hydraulikleistung des Auslegers abstimmen. Der Bediener muss nur noch über das Gaspedal die Fahrgeschwindigkeit regeln und kann sich ansonsten voll und ganz auf die Lenkarbeit und auf den Ausleger konzentrieren.

Über den Drehschalter zur Geschwindigkeitsregelung lässt sich die Höchstgeschwindigkeit des hydrostatischen Antriebs begrenzen und so das Fahrverhalten bei kleinem Ladespiel und wenig Raum zum Manövrieren optimieren.      

Sobald ein Industrial Dual Tech VT die Geschwindigkeit von 19 km/h überschreitet, schaltet der hydrostatische Antrieb automatisch auf das Lastschaltgetriebe um, das mit elektronisch modulierten Kupplungspaketen fast nicht wahrnehmbar die drei mechanischen Gänge schaltet. Der mechanische Direktantrieb nutzt ohne Drehmomentwandler das im jeweiligen Direktgang verfügbare Drehmoment optimal aus und sorgt für hohe Beschleunigung, großes Steigvermögen und Schwungerhaltung an Steigungen.

Das Getriebe schaltet früh in die kleinste Übersetzung herunter, ist nach Verlangsamen beschleunigungsbereit und schaltet und bei geringer Nutzlast beim Beschleunigen früh hoch. Außerdem kann das Getriebe je nach Einsatzgebiet auf einen der drei Gänge beschränkt werden. 

Anpassung an unterschiedliche Arbeitsanforderungen

Die beiden Einstelloption „Power“ und „Economy“ ermöglichen eine Anpassung an unterschiedliche Arbeitsanforderungen: In der Option Power nutzt das Getriebe die Motordrehzahl und die Leistungsabgabe sowohl im hydrostatischen Antrieb als auch im Lastschaltbetrieb voll aus. In der Option Economy werden die Motordrehzahl in den Arbeitsgängen bei 1700 U/min abgeregelt, die Leistungsabgabemerkmale des Motors modifiziert und ein kraftstoffsparendes, frühes Hochschalten eingeleitet. Der Modus Economy ermöglicht bei einem repräsentativen Teleskoplader-Arbeitszyklus eine Kraftstoffersparnis von über 5 %.

Bei Kundentests zur Evaluierung mit Teleskopladern aus der Vorproduktion ermittelte die JCB Livelink-Telematik in mehr als 50.000 Einsatzstunden einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von nur 7,1 l/h. Direktvergleiche mit entsprechenden Wettbewerbsgeräten hätten bei einem repräsentativen Arbeitszyklus einen Produktivitätsvorteil von 8,5 % sowie einen Vorteil von 16 % im Zugbetrieb und eine über 25 % höhere Produktivität beim Materialumschlag ergeben, so JCB.