Keestrack: Trommelsiebe

Rad- und raupenmobile Siebmaschinen für Recycling und Massen-Handling

Mit insgesamt elf Horizontal-Siebmaschinen zur Vorabsiebung oder Produktion definierter Endkörnungen bietet die Keestrack N.V. mit Hauptsitz im belgischen Munsterbilzen bereits ein umfassendes Programm an mobiler Siebtechnik für mineralische Anwendungen. Mit der Trommelsieb-Baureihe „D“ hat der international agierende Aufbereitungsspezialist Keestrack N.V. Angebot erweitert, um sich weitere Geschäftsfelder in den Bereichen GaLaBau, Biomassen-Verarbeitung sowie Müll- und Wertstoff-Handling zu erschließen. Neben vier radgestützten Anlagen dieser Baureihe stehen auch die beiden raupenmobilen Ausführungen D5 und D6 für ein breites Einsatzspektrum an wechselnden Standorten oder bei der Bewirtschaftung großangelegter Materialdepots zur Auswahl.

Die Erweiterung der Angebotspalette in der Siebtechnologie erfolgte im Rahmen einer Entwicklungs- und Fertigungskooperation zwischen Keestrack und einem Spezialisten für im radmobile Trommelsiebe. Vier Anhänger- und Aufliegerausführungen mit Zuggewichten zwischen 11 und 24 t wurden ins Keestrack-Programm übernommen. Die leicht versetzbaren Anlagen decken alle einschlägigen Anwendungen wie Kompost und Böden, Holz oder Biomasse, leichten Bauschutt sowie Sand und Kies ab, so Keestrack.

Bereits auf der Fachmesse Bauma 2016 präsentierte Keestrack das raupenmobile Trommelsieb D6 mit transportoptimierten Abmessungen und hohen Siebleistungen. Mit nur 19 t Gesamtgewicht bei 5500 mm Trommellänge und einer effektiven Siebfläche von 29,8 m² könne das Modell ebenso wie die kleinere D5 (15,6 t; 4700 mm; 22,1 m²) problemlos per Tieflader transportiert werden. Beide Modelle haben eine Transportbreite von jeweils 2920 mm und lassen sich vor Ort schnell einsatzbereit machen und leicht versetzen, wie es heißt.

Durch ein robustes Kettenfahrwerk, so Keestrack weiter, lasse sich die D6 selbst auf schwierigem Untergrund schnell positionieren und erlaube einen stützenfreien Betrieb auch bei voller Ausladung der Haupt- und Seitenaustragsbänder, die mit jeweils rd. 80 t Haldenkapazität den wirtschaftlichen Einmann-Betrieb durch den Laderfahrer ermöglichten. Dafür sorge auch die große Ladebreite des 5-m³-Einfülltrichters mit hydraulisch klappbarem Steingitter, aus dem das Material über ein verstärktes Aufgabeband in die Siebtrommel mit einem Durchmesser von 2000 mm gelangt. Eine Laststeuerung passt automatisch die Aufgebergeschwindigkeit an, die Austragsgeschwindigkeiten von Grob- und Feinfraktion können separat manuell eingestellt werden.

„Gefahren“ wird die Anlage über eine Relytec-Steuerung, für die optional eine Funkfernbedienung für alle wichtigen Arbeitsfunktionen erhältlich ist. Zahlreiche Routinen, wie z. B. die sequentielle Start-Stopp-Automatik oder der „Ecomodus“, der die Drehzahl des 3,4-l-Deutz-Dieselmotors mit 74,4 kW in Ladepausen herunterregelt, sollen den Betrieb wirtschaftlich machen und den Fahrer entlasten. Dafür sorgen auch die serienmäßige Zentralschmierung sowie die optionale „Clean-Fix“-Staubabscheidung für Motor- und Ölkühler: Durch ein Verstellen der Lüfterblätter wird der Staub in Intervallen automatisch abgeblasen und die Kühlleistung auch unter widrigen Bedingungen sichergestellt, so der Anbieter.

Alle Wartungs- und Zugriffspunkte an der Anlage sind über weit öffnende Klappen und Türen gut erreichbar. Die gesamte Antriebseinheit mit Motor und Hydraulik sitzt auf einem zusätzlichen Schwenkrahmen, ein hydraulisch herausziehbares Aufgabeband macht den Trommeleinlauf gut zugänglich.

Lediglich 30 Minuten dauere der Wechsel der achtfach gelagerten und über ein Doppelritzel angetriebenen Trommel, wodurch sich die D6 schnell auf wechselnde Aufgabematerialien oder Materialeigenschaften (Feuchte, Verunreinigungen, etc.) anpassen lassen soll. Die Trommelkörper besitzen eine Standardstärke von 6 mm; optional sind auch Stärken von 8 und10 mm erhältlich. Die Lochweite der Rund- und Quadratlochungen reicht von 10 bis 100 mm. Neben der spezifischen Trommelausstattung kann die Anlage auch durch optionale Zusatzausrüstungen auf unterschiedliche Betriebsanforderungen angepasst werden. Dazu zählen unter anderem Magnet-Kopfrollen für den Eisenaustrag aus Grob- und Feinfraktionen sowie ein Windsichter-Modul für die Entfernung von Leichtstoffen wie Papier oder Plastik am Hauptaustrag.