Aufmaßsystem Flexijet 3D

Messen und zeichnen in einem Schritt

Flexijet GmbH

Anschrift:
Krellstraße 10
32549 Bad Oeynhausen
Deutschland

Exakte Aufmaße zu erstellen, ist auf dem Bau meist mit hohem Aufwand verbunden – vor allem bei unwinkligen runden Geometrien. Um hier Zeit zu sparen, Aufwand zu reduzieren und Fehler zu vermeiden, hat die Flexijet GmbH Lasermesstechnik mit spezieller CAD-Software kombiniert und ein halbautomatisiertes 3D-Aufmaßsystem geschaffen: Flexijet 3D.

Der Messkopf des Flexijet 3D besteht aus einem Laserdistanzmessgerät, welches an der Dreh-/Schwenkeinheit fest montiert und kalibriert ist. Diese erlaubt es, den Laser entweder per Hand oder ferngesteuert per Motor im 360°-Radius vertikal und horizontal auf die notwendigen Messpunkte im gesamten Raum auszurichten – sogar lotrecht nach unten. Eine umständliche Justierung des Stativs oder des Lasers ist dabei nicht nötig, der integrierte Neigungssensor gleicht eventuelle Abweichungen von der Horizontalen automatisch aus. Nach dem Anvisieren der Messstelle mit dem Laser kann die Messung über die Fernbedienung, vom Laptop aus oder per Touch-Sensor direkt am Messkopf ausgelöst werden. Die Maximalabweichung beträgt dank dieser Maßnahme 1 mm bei 10 m Entfernung.

Um diese Präzision auch im hektischen Baustellenalltag sicherzustellen, registriert darüber hinaus ein eingebauter Schocksensor eventuelle Verlagerungen durch Stöße und gibt eine entsprechende Warnung aus. Anhand von Referenzpunkten kann das Gerät neu orientiert und das Aufmaß fortgeführt werden. In gleicher Weise lässt sich das Lasermesssystem gezielt versetzen, um durch einen Standortwechsel beispielsweise einen angrenzenden Raum zu erfassen: Dazu müssen zwei Referenzpunkte an den Wänden markiert und von beiden Positionen aus gemessen werden, damit das System den neuen Standort zum alten in Bezug setzen kann. Via Bluetooth werden die Daten an die dazugehörige FlexiCAD-Software auf Laptop oder Tablet gesendet, wo daraus nach dem Prinzip des „Messzeichnens“ sofort eine dreidimensionale Zeichnung des Objekts oder Raumes entsteht. Das an AutoCAD-angelehnte Programm verfügt über gängige Zeichnungselemente wie Linien, Bögen oder Splines sowie über komplexere Aufmaßfunktionen, etwa zur Flächenberechnung oder zur Geschossverwaltung. Zudem können beliebige Bilder oder Texte integriert werden. Auch lässt sich der Stil der Bemaßung frei definieren.

Je nach Objekt verringert sich mit diesem Verfahren die reine Aufmaßdauer auf rund ein Drittel der üblichen Zeit, gleichzeitig entfallen zeitaufwendige Nacharbeiten im Büro. Bei der Rekonstruktion eines abgebrannten, denkmalgeschützen Dachstuhls benötigte der zuständige Bauexperte beispielsweise statt der veranschlagten 40 lediglich 7 Stunden für das Aufmaß mit nur einer Person ohne weitere Helfer, das vollständige CAD-Modell stand direkt bei Verlassen der Brandruine zur Verfügung. Daneben verhindert das Zeichnen vor Ort, dass Maße vergessen oder falsch aufgenommen werden, und ermöglicht es beispielsweise Architekten, schon beim Aufmessen ein Gefühl für das Gebäude zu gewinnen. Sogar von möblierten Räumen, schwer zugänglichen Bereichen oder unwinkligen Formen können Zeichnungen erstellt werden. Über die gängigen Schnittstellen wie DWG, DXF oder XML kann das fertige Modell in andere Anwendungen importiert werden, darunter branchenspezifische Programme z. B. für den Treppenbau. Ebenso lassen sich die Zeichnungen plotten oder direkt an CNC-Maschinen übergeben. So konnte etwa ein geschwungener Treppenhandlauf aus Holz anhand des Modells komplett per CNC-Bearbeitung gefertigt und ohne Nachbearbeitung montiert werden. Zusätzlich ist es möglich, mit dem Laser Punkte aus der Zeichnung zurück auf das Objekt zu projizieren, um die Handwerker bei der Montage zu unterstützen. Dies erleichtert unter anderem die präzise Positionierung von Bohrlöchern oder von aufeinander abgestimmten Elementen.